Wirtschaft: Dax und Eurokurs in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Freitagmorgen mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.791 Punkten berechnet, 0,5 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste standen die Papiere der Deutschen Telekom, von Eon und SAP, am Ende die Aktien von Siemens Energy, Siemens und Infineon.
„Es geht weiter abwärts am Aktienmarkt“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets. „Der Verkaufsdruck im Technologiesektor, insbesondere bei den Halbleiteraktien, setzt sich fort. Eine toxische Mischung aus der Angst vor den Folgen eines weiter eskalierenden Iran-Krieges und damit vor steigenden Zinsen holt die Investoren aus den Aktien.“
Die noch robuste Konjunkturentwicklung in den USA und gleichzeitig eine durch steigende Ölpreise drohende Inflation könnten die Notenbank schneller zu einer restriktiveren Geldpolitik zwingen als bislang angenommen und eingepreist, warnte der Analyst. „Die zunehmende Verunsicherung schafft ein sehr fragiles Sentiment für den Aktienmarkt. In Anbetracht der hohen Bewertungen der Halbleiteraktien liegen die Nerven der entsprechenden Aktionäre blank“, so Lipkow.
„Hinzu kommt das negative Überraschungspotential aus der laufenden US-Berichtssaison. Die guten Zahlen der Technologieunternehmen sind oftmals nicht mehr gut genug und führen zu Anschlussverkäufen in den betroffenen Sektoren“, erklärte er. „Das drückt die Aktien im ohnehin dünnen Sommerhandel jetzt nach unten.“
Auch der heutige Handelstag stehe ganz im Zeichen weiterer Unternehmenszahlen und Makrodaten aus den USA, so Lipkow. „Die Baubeginne und die Industrieproduktion stehen auf dem Plan und die jüngsten Immobiliendaten zeigten bereits einen strapazierten Immobiliensektor in den USA.“
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1447 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8736 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 84,72 US-Dollar, das waren 49 Cent oder 0,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutsche Telekom, Eon, SAP, Siemens Energy, Siemens, Infineon, CMC Markets, Frankfurter Börse, Iran-Krieg, Notenbank, US-Berichtssaison, Technologieunternehmen, Aktienmarkt, Halbleiteraktien, Baubeginne, Industrieproduktion, Immobiliendaten, Immobiliensektor, Europäische Gemeinschaftswährung, Euro, Dollar, Nordsee-Sorte Brent, dts Nachrichtenagentur
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am Freitagmorgen statt (im Artikel: „am Freitagmorgen“; konkrete Datumsangabe nicht erwähnt).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main
Worum geht es in einem Satz?
Der Dax ist am Freitagmorgen mit rund 0,5 Prozent im Minus in den Handel gestartet, weil vor allem der Technologiesektor wegen anhaltendem Verkaufsdruck aus der Angst vor einem weiter eskalierenden Iran-Konflikt, möglichen steigenden Zinsen und schwächeren Erwartungen aus der US-Berichtssaison nach unten tendiert, während zugleich Euro und Ölpreis leicht zulegen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Angst vor den Folgen eines weiter eskalierenden Iran-Krieges und damit vor steigenden Zinsen
Steigende Ölpreise mit der Folge einer drohenden Inflation
Robustes Konjunkturbild in den USA bei gleichzeitig zunehmender Inflationsgefahr, wodurch eine restriktivere Geldpolitik schneller als erwartet eingepreist werden könnte
Negatives Überraschungspotential aus der laufenden US-Berichtssaison mit Anschlussverkäufen nach zunächst „guten“ Zahlen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Verkaufsdruck im Technologiesektor insbesondere bei Halbleiteraktien
- Angst vor den Folgen eines weiter eskalierenden Iran-Krieges
- Erwartung steigender Zinsen
- drohende restriktivere Geldpolitik durch schneller einsetzende Inflationsrisiken
- fragiles Sentiment für den Aktienmarkt
- höhere Verunsicherung der Anleger
- negatives Überraschungspotential aus der laufenden US-Berichtssaison
- Anschlussverkäufe nach nicht mehr ausreichenden guten Zahlen von Technologieunternehmen
- Druck auf Aktien im dünnen Sommerhandel
- Belastung des Immobiliensektors in den USA durch schwache Immobiliendaten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, wird mit mehreren Zitaten zu den Kursverlusten und den Marktgründen zitiert.
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