Politik in Sachsen-Anhalt: AfD vorn
Magdeburg () – Knapp sechs Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bleibt die AfD laut einer Umfrage des Instituts Infratest klar stärkste Kraft. Sie kommt laut der von MDR, WDR, Mitteldeutscher Zeitung und Volksstimme beauftragten Erhebung aktuell auf 41 Prozent. Die CDU verliert im Vergleich zur letzten Umfrage im Mai zwei Punkte und kommt nur noch auf 24 Prozent.
Die Linke legt einen Punkt zu und kommt auf 13 Prozent. SPD (7 Prozent) und BSW (4 Prozent) bleiben unverändert, die Grünen gewinnen einen Punkt und kommen auf 5 Prozent. Die FDP wäre weiterhin deutlich unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde, für sie wird gar kein Wert mehr ausgewiesen.
Wäre dies auch das tatsächliche Ergebnis, und die Grünen demnach im Landesparlament, wäre die AfD noch ein gutes Stück von der parlamentarischen absoluten Mehrheit entfernt – die wäre bei 45 Prozent erreicht. Schaffen es die Grünen knapp nicht, sinkt die Schwelle bei diesen Zahlen auf 42 bis 43 Prozent – die AfD wäre dem Griff nach der Macht sehr nah.
Bei der Frage, welche Partei nach der Wahl die Regierung führen soll, votieren in der Infratest-Umfrage 44 Prozent für die AfD, 43 Prozent für die CDU. Eine CDU-AfD-Koalition lehnen 60 Prozent der Befragten ab.
Nur noch 29 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden oder sehr zufrieden – das sind vier Prozentpunkte weniger als bei der Infratest-Umfrage im Mai. 66 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden. Der Anteil der total Unzufriedenen stieg um vier Punkte auf 28 Prozent. Unter AfD-Anhängern sind 90 Prozent unzufrieden mit der Regierung, unter CDU-Anhängern sind es 25 Prozent
Infratest hatte die Umfrage vom 23. bis 28. Juli durchgeführt, 1.149 Personen waren per Telefon oder online befragt worden. Die Wahl in Sachsen-Anhalt ist am 6. September.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ulrich Siegmund und Sven Schulze (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ulrich Siegmund, Sven Schulze
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
AfD, CDU, Linke, SPD, BSW, Grüne, FDP, MDR, WDR, Mitteldeutsche Zeitung, Volksstimme, Infratest, Landesregierung, Landesparlament
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand im Zeitraum vom 23. bis 28. Juli statt (Umfrage/Infratest-Erhebung).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Magdeburg, Sachsen-Anhalt
Worum geht es in einem Satz?
Knapp sechs Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bleibt die AfD laut Infratest-Umfrage mit 41% klar stärkste Kraft, während die CDU auf 24% fällt, die Linke auf 13% steigt und Grüne/ SPD/ BSW bei 5%/7%/4% liegen; bei der Regierungsfrage liegen AfD (44%) und CDU (43%) knapp gleichauf, eine CDU-AfD-Koalition wird jedoch von 60% abgelehnt, zugleich ist die Landesregierung deutlich unzufrieden (nur 29% zufrieden).
Was war der Auslöser für den Vorfall?
AfD wird in einer Umfrage kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 41 Prozent zur stärksten Kraft, liegt nahe an der parlamentarischen Mehrheit und wird bei der Frage nach der Regierungsführung häufig genannt
CDU verliert zwei Punkte auf 24 Prozent, andere Parteien bleiben weitgehend stabil oder bewegen sich leicht, wodurch sich das mögliche Kräfteverhältnis zugunsten der AfD verschiebt
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Die Umfrage zeigt weniger Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung: 29 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden, 66 Prozent weniger oder gar nicht zufrieden
- Unter AfD-Anhängern sind 90 Prozent unzufrieden, unter CDU-Anhängern 25 Prozent
- Bei der Frage nach der Regierungsführung votieren 44 Prozent für die AfD und 43 Prozent für die CDU
- Eine CDU-AfD-Koalition wird von 60 Prozent der Befragten abgelehnt
Welche Konsequenzen werden genannt?
- AfD bleibt laut Umfrage stärkste Kraft mit 41 Prozent
- CDU verliert im Vergleich zur letzten Umfrage zwei Punkte und liegt bei 24 Prozent
- Linke gewinnt einen Punkt und erreicht 13 Prozent
- SPD und BSW bleiben unverändert bei 7 bzw. 4 Prozent
- Grüne gewinnen einen Punkt und erreichen 5 Prozent
- FDP bleibt unter der Fünf-Prozent-Hürde und wird nicht mehr ausgewiesen
- Abhängig vom Stimmenanteil könnten sich Schwellen für eine parlamentarische absolute Mehrheit der AfD ergeben
- Regierungsvorstellungen fallen knapp zwischen AfD und CDU auseinander
- Eine mögliche CDU-AfD-Koalition wird von einer Mehrheit der Befragten abgelehnt
- Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung sinkt auf 29 Prozent
- Unzufriedenheit steigt auf 66 Prozent
- Total Unzufriedene nehmen zu und liegen bei 28 Prozent
- Hohe Unzufriedenheit bei AfD-Anhängern und deutlich geringere Unzufriedenheit bei CDU-Anhängern
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