Politik: Deutsch-französische Nuklearstrategie
Berlin () – Vor dem deutsch-französischen Ministerrat hat sich die stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Agnieszka Brugger für eine stärkere europäische Einbindung der französischen nuklearen Abschreckung ausgesprochen. „Diese deutsch-französische Zusammenarbeit, so wie sie auch von Frankreich vorgeschlagen worden ist, halte ich für einen sehr klugen Weg“, sagte Brugger „Politico“.
Deutschland solle Frankreich vorschlagen, die Kooperation „ein Stück weit europäisieren oder zumindest multilateralisieren“. Brugger begrüßte die französischen Vorschläge für gemeinsame Übungen und eine engere Abstimmung. „Wir haben keine europäische Atombombe, wir werkeln nicht an neuen Nuklearwaffenarsenalen in Europa“, sagte sie. Statt nuklear aufzurüsten, „rüsten [wir] de facto nicht wirklich nuklear auf, vergrößern aber den Schutz“.
Eine europäische oder deutsche Atombombe lehnt die Grünen-Politikerin dagegen entschieden ab. „Das sind naive Vorstellungen“, sagte sie. Wer dies fordere, müsse beantworten: „Wer drückt bei der europäischen Atombombe auf den Knopf?“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Agnieszka Brugger (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Agnieszka Brugger
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Grünen
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Vor dem deutsch-französischen Ministerrat sprach sich Agnieszka Brugger dafür aus, die französische nukleare Abschreckung stärker europäisch bzw. multilateraler einzubinden, ohne jedoch eine europäische oder deutsche Atombombe zu unterstützen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Vor dem deutsch-französischen Ministerrat fordert Agnieszka Brugger eine stärkere europäische Einbindung der französischen nuklearen Abschreckung
- Hintergrund sind französische Vorschläge für die Zusammenarbeit und gemeinsame Übungen sowie engere Abstimmung
- Anlass ist die Forderung, Deutschland solle diese Kooperation europäisieren oder zumindest multilateralisieren
- Abgrenzung zu Vorstellungen einer europäischen oder deutschen Atombombe als Auslöser der klaren Ablehnung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Brugger lobt die Reaktion bzw. den Vorschlag Frankreichs zur stärkeren Zusammenarbeit als klugen Weg
- Deutschland solle die Kooperation europäisieren oder zumindest multilateralisieren
- Brugger begrüßt die französischen Vorschläge für gemeinsame Übungen und engere Abstimmung
- Kritik an Forderungen nach einer europäischen oder deutschen Atombombe durch die Grünen-Politikerin als „naive Vorstellungen“
- Brugger stellt die Frage, wer bei einer europäischen Atombombe auf den Knopf drücken würde
Welche Konsequenzen werden genannt?
- stärkere europäische Einbindung der französischen nuklearen Abschreckung
- Deutschland soll die Kooperation mit Frankreich europäisch einbinden oder zumindest multilateralisieren
- gemeinsame Übungen und engere Abstimmung zwischen Deutschland und Frankreich sollen intensiviert werden
- Ausbau von Schutz durch nichtnukleare Aufrüstung bzw. faktische Nichtausweitung neuer Nuklearwaffen in Europa
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Die stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Agnieszka Brugger wird zitiert, u. a. mit Aussagen gegenüber Politico über eine stärkere europäische Einbindung der französischen nuklearen Abschreckung.
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