18.570 Visa zum Familiennachzug für Schutzberechtigte erteilt

Politik: Familiennachzug in Berlin

Berlin () – Der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten ist seit Juli 2025 ausgesetzt. Trotzdem haben deutsche Behörden von Anfang Januar 2025 bis Ende Mai 2026 insgesamt 18.570 Visa zum Familiennachzug für Angehörige von Schutzberechtigten erteilt. Das geht nach Informationen der „Welt“ aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine AfD-Anfrage an das Bundesinnenministerium hervor.

Für die zehn zahlenstärksten Nationalitäten weist die Bundesregierung 229 Visa für Angehörige von Asylberechtigten aus, 10.241 für Angehörige anerkannter Flüchtlinge und 7.278 für Angehörige subsidiär Schutzberechtigter. Für diese letzte Gruppe ist der Familiennachzug seit Juli 2025 regulär für zwei Jahre ausgesetzt.

Nach Darstellung des Bundesinnenministeriums steht die Zahl nicht im Widerspruch zur Aussetzung. Der größte Teil der Visa sei noch vor Inkrafttreten der Regelung erteilt worden. Hinzu kämen Fälle, in denen Gerichte die Visavergabe erzwangen oder Behörden bereits vor der Gesetzesänderung Zusagen gemacht hätten.

Die größte Herkunftsgruppe stellen Syrer mit rund der Hälfte aller Fälle. Danach folgen türkische Staatsbürger und Afghanen. Seit der Aussetzung werden offenbar nur noch wenige neue Anträge gestellt.

Insgesamt erteilte Deutschland im Jahr 2025 nach Angaben der Bundesregierung 128.358 Visa zum Familiennachzug für Angehörige von Drittstaatsangehörigen. Darunter fallen neben Schutzberechtigten auch Fachkräfte, Akademiker aus Nicht-EU-Ländern sowie Migranten aus Drittstaaten außerhalb der Europäischen Union. Der größte Block war der Ehegattennachzug mit 67.831 Visa, weitere 54.882 Visa entfielen auf den Kindernachzug. Bei den Herkunftsländern lagen unter anderem die Türkei, Syrien, Indien und Kosovo vorn. Bis Ende Mai 2026 kamen weitere 43.739 Visa hinzu.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Flüchtlingslager (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

18.570 Visa zum Familiennachzug für Schutzberechtigte erteilt

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Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Es kommen im Text keine vollständigen Personennamen vor.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

dts Nachrichtenagentur, Welt, AfD, Bundesinnenministerium, Bundesregierung

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis (Aussetzung des Familiennachzugs) fand seit Juli 2025 statt.

Weitere genannte Zeitspannen:

  • von Anfang Januar 2025 bis Ende Mai 2026 (in dem Zeitraum wurden 18.570 Visa erteilt)
  • bis Ende Mai 2026 (Summen/weitere 43.739 Visa)
  • seit Juli 2025 regulär für zwei Jahre ausgesetzt (für die Gruppe subsidiär Schutzberechtigter)

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Laut einer Antwort der Bundesregierung hat Deutschland trotz seit Juli 2025 ausgesetztem Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte von Anfang Januar 2025 bis Ende Mai 2026 insgesamt 18.570 Visa dafür erteilt und insgesamt bis Mai 2026 weitere Tausende Visa für andere Formen des Familiennachzugs vergeben.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten wurde seit Juli 2025 ausgesetzt

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Deutsche Behörden hätten trotz Aussetzung weiterhin Visa zum Familiennachzug erteilt, laut Darstellung aus einer Bundesregierung-Antwort auf eine AfD-Anfrage
  • Laut Artikel Darstellung keine Widerspruchsdebatte im Sinne einer unmittelbaren Reaktion, sondern Begründung durch das Bundesinnenministerium
  • Gerichtsentscheidungen und behördliche Zusagen vor der Gesetzesänderung werden als Gründe für weiterhin erteilte Visa genannt
  • Seit der Aussetzung sollen offenbar nur noch wenige neue Anträge gestellt worden sein

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Familienangehörige von subsidiär Schutzberechtigten erhalten seit Juli 2025 nur eingeschränkt Visa zum Familiennachzug, insbesondere für einen Zeitraum von zwei Jahren
  • Trotz Aussetzung wurden weiterhin Visa für den Familiennachzug erteilt, wodurch es zu weiterem Familiennachzug kommen konnte
  • Die Behörden begründeten die weiterhin erteilten Visa mit bereits vor Inkrafttreten der Regelung erteilten Visa sowie mit gerichtlichen Entscheidungen und vorherigen behördlichen Zusagen
  • Insgesamt blieb die Zahl der erteilten Visa zum Familiennachzug für Drittstaatsangehörige auch im Zeitraum nach Januar 2025 hoch, wodurch der Familiennachzug insgesamt fortgesetzt wurde
  • Während der Aussetzungsphase gingen offenbar deutlich weniger neue Anträge ein, was auf eine verringerte Antragstätigkeit seit Beginn der Regelung hindeutet

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Nein.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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