Gesellschaft: Hitzefolgen in Deutschland 2004-2024
Wiesbaden () – Hitzschläge, Sonnenstiche und andere durch Hitze oder Sonnenlicht verursachte Schäden haben im Schnitt in den Jahren 2004 bis 2024 zu knapp 1.400 Krankenhausbehandlungen geführt.
Als direkte Todesursache lässt sich Hitze bei durchschnittlich 21 Fällen in den Jahren 2004 bis 2024 allerdings selten feststellen, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Sehr hohe Temperaturen lassen die Sterblichkeit jedoch insgesamt steigen, da in vielen Fällen die Kombination aus Hitze und Vorerkrankungen das Sterberisiko erhöht. So stiegen in von Hitzeperioden geprägten Wochen die Sterbefallzahlen zum Teil deutlich an: Es gab bereits mehrfach Sommerwochen mit Hitzewellen, deren Sterbefallzahlen um mehr als 20 Prozent über den Vergleichswerten der Vorjahre lagen – zuletzt betraf dies eine Juliwoche im Jahr 2022.
Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zur hitzebedingten Mortalität zeigen, dass Hitzeperioden in Deutschland regelmäßig zu einem Anstieg der Sterblichkeit führen. Hierzu werden Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes mit Temperaturmessungen des Deutschen Wetterdienstes kombiniert. Laut RKI gab es die höchste hitzebedingte Sterblichkeit der Jahre 2004 bis 2024 im Jahr 2018 mit schätzungsweise 8.500 Sterbefällen in Verbindung mit Hitze, gefolgt vom Jahr 2006 mit geschätzten 7.700 Sterbefällen.
Zu überdurchschnittlich vielen hitzebedingten Krankenhausbehandlungen und Todesfällen kommt es hierzulande häufig in Jahren mit vielen sogenannten Hitzetagen mit Temperaturen von 30 Grad Celsius oder mehr. So lag die Zahl der im Krankenhaus behandelten Schäden durch Hitze und Sonnenlicht beispielsweise im Jahr 2015 mit gut 2.300 Fällen 72 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2024. Im selben Jahr waren 60 Todesfälle auf Hitze oder Sonnenlicht zurückzuführen – knapp dreimal so viele wie im Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2024. 2015 war ein Jahr mit überdurchschnittlich vielen Hitzetagen in Deutschland: Durchschnittlich 17,6 solcher Tage zählte der Deutsche Wetterdienst. Die meisten Hitzetage der Jahre 2004 bis 2024 gab es im Jahr 2018 mit 20,4: In diesem Jahr lag die Zahl der Krankenhausbehandlungen aufgrund von Schäden durch Hitze oder Sonnenlicht mit 1.600 um 18 Prozent über dem Schnitt. Auch die Zahl der Todesfälle, die in der Todesbescheinigung direkt auf Hitze oder Sonnenlicht zurückzuführen waren, lag mit 28 leicht über dem Schnitt, so die Statistiker.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
In dem Artikel kommen folgende vollständige Namen vor:
Robert-Koch-Institut, Statistisches Bundesamt, Deutscher Wetterdienst.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Statistisches Bundesamt, Robert-Koch-Institut, Deutscher Wetterdienst
Wann ist das Ereignis passiert?
Der Zeitraum des beschriebenen Ereignisses ist von 2004 bis 2024. Ein spezifisches Datum wird nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Ereignisse finden in Deutschland statt.
Worum geht es in einem Satz?
Zwischen 2004 und 2024 führten Hitze und Sonnenlicht im Durchschnitt zu etwa 1.400 Krankenhausbehandlungen jährlich und einem Anstieg der Sterblichkeit, wobei Hitzeperioden in Jahren mit vielen Hitzetagen wie 2018 besonders gravierende Auswirkungen hatten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Hohe Temperaturen
- Hitzewellen
- Klimawandel
- Zunahme von Hitzetagen
- Vorerkrankungen der Bevölkerung
- Anpassung der Städte an Hitze
- Ungenügende Präventionsmaßnahmen
- Überlastung des Gesundheitssystems
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Der Artikel beschreibt keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Knapp 1.400 Krankenhausbehandlungen pro Jahr (2004 bis 2024)
- Erhöhung des Sterberisikos bei Vorerkrankungen durch Hitze
- Anstieg der Sterbefallzahlen während Hitzewellen
- Höchste hitzebedingte Sterblichkeit 2018 mit schätzungsweise 8.500 Fällen
- Überdurchschnittliche Krankenhausbehandlungen in Jahren mit vielen Hitzetagen
- 2015: 72% mehr Krankenhausbehandlungen als Durchschnitt
- 2015: 60 Todesfälle, fast dreimal so viele wie der Durchschnitt
- 2018: 1.600 Krankenhausbehandlungen, 18% über dem Schnitt
- 2018: 28 Todesfälle direkt auf Hitze zurückzuführen, leicht über dem Schnitt
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert.
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