Rüstungskooperationen zwischen Deutschland und Ukraine
Düsseldorf () – Rund drei Monate nach den stark kritisierten Aussagen von Rheinmetall-Chef Armin Papperger zur ukrainischen Drohnenindustrie sucht Deutschlands größter Rüstungskonzern die Nähe zu ukrainischen Herstellern von weitreichenden Waffensystemen.
Papperger sagte dem „Handelsblatt“, die ukrainische Rüstungsindustrie sei sehr dynamisch. Die Unternehmen hätten innerhalb kürzester Zeit starke Fähigkeiten im Raketenbereich aufgebaut. Man sei seit Längerem in Gesprächen mit unterschiedlichen ukrainischen Rüstungsunternehmen. Unter den richtigen Voraussetzungen sei man offen für Kooperationen. Ende März hatte Papperger gegenüber dem US-Magazin „The Atlantic“ noch gesagt, dass ukrainische Drohnen nicht innovativ seien. Er bezeichnete die unbemannten Fluggeräte als „Lego-Drohnen“. Damit zog er auch die Kritik des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf sich.
Seit die US-Regierung die Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern in Deutschland abgesagt hat, sucht die Regierung nach Alternativen im Bereich weitreichender Waffensysteme. Auf der Pariser Rüstungsmesse Eurosatory hatte unter anderem der ukrainische Rüstungshersteller Fire Point mit dem Marschflugkörper „Flamingo“ eine Alternative vorgestellt. Immer mehr europäische Rüstungsunternehmen suchen nun nach Kooperationsmöglichkeiten.
Serhiy Pashinskyi, Chef des ukrainischen Rüstungsverbands Naudi, sagte, dass beide Länder von einer vertieften Kooperation profitierten. Es liefen mehrere „Deep Strike“-Projekte parallel. Vladyslav Belbas, Chef des größten privaten ukrainischen Rüstungskonzerns Ukrainian Armor, geht davon aus, dass die ukrainisch-europäische Alternative zum Tomahawk im kommenden Jahr einsatzbereit sein werde. „Es ist eine Frage des Geldes und des politischen Willens“, sagte er dem „Handelsblatt“. Beides sei nun vorhanden.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Rheinmetall (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Armin Papperger, Wolodymyr Selenskyj, Serhiy Pashinskyi, Vladyslav Belbas
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Rheinmetall, Armin Papperger, Handelsblatt, ukrainische Rüstungsindustrie, US-Magazin The Atlantic, Wolodymyr Selenskyj, US-Regierung, Fire Point, Marschflugkörper Flamingo, Serhiy Pashinskyi, Naudi, Vladyslav Belbas, Ukrainian Armor
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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
Düsseldorf, Ukraine, Paris.
Worum geht es in einem Satz?
Rheinmetall-Chef Armin Papperger sucht nach der Kritik an seinen Aussagen zur ukrainischen Drohnenindustrie nun die Zusammenarbeit mit ukrainischen Rüstungsunternehmen, um die Entwicklung weitreichender Waffensysteme voranzutreiben.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Aussagen von Rheinmetall-Chef Armin Papperger zur ukrainischen Drohnenindustrie
- Kritische Äußerungen über ukrainische Drohnen als "Lego-Drohnen"
- Reaktionen des ukrainischen Präsidenten Selenskyj auf diese Aussagen
- Absage der USA zur Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern in Deutschland
- Suche nach Alternativen im Bereich weitreichender Waffensysteme
- Präsenz ukrainischer Rüstungshersteller auf der Pariser Rüstungsmesse Eurosatory
- Initiativen für Kooperationen zwischen deutschen und ukrainischen Rüstungsunternehmen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Suche nach Kooperationen mit ukrainischen Rüstungsunternehmen
- Aktive Gespräche mit verschiedenen ukrainischen Herstellern
- Betonung dynamischer Fähigkeiten der ukrainischen Rüstungsindustrie
- Alternative zu Tomahawk-Marschflugkörpern wird angestrebt
- Vertiefte Kooperation zwischen Deutschland und der Ukraine angestrebt
- Erarbeitung neuer Waffensysteme im Rahmen von "Deep Strike"-Projekten
- Erwartung eines einsatzbereiten ukrainisch-europäischen Marschflugkörpers im nächsten Jahr
- Vorhandensein von Geld und politischem Willen für die Kooperation
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Serhiy Pashinskyi, der Chef des ukrainischen Rüstungsverbands Naudi, sagte, dass beide Länder von einer vertieften Kooperation profitieren würden.
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