Wirtschaft: Minijobs und Schwarzarbeit in Deutschland
Berlin () – Der Linzer Ökonom und Schwarzarbeitsexperte Friedrich Schneider geht davon aus, dass eine Abschaffung der Minijobs in Deutschland die Schwarzarbeit massiv erhöhen würde.
„Ich spreche mich gegen eine Abschaffung der Minijobs aus, denn dadurch wird die Schwarzarbeit wieder nach oben schnellen“, sagte er der „Bild“. „Nach ersten Schätzungen von mir um mindestens 25 Milliarden Euro im Jahr 2027. Das hat langfristig negative Folgen für Deutschland.“
Schneider reagierte damit auf Aussagen, wonach die Rentenkommission eine Abschaffung der Minijobs vorschlägt. Die Minijobs seien Anfang des Jahrhunderts eingeführt worden, um die Schwarzarbeit einzudämmen, sagte Schneider. Es sei eine der erfolgreichsten Aktionen gewesen. Die Schwarzarbeit sank 2003 zwischen 20 und 23 Milliarden Euro. Es war de facto eine Teillegalisierung von Schwarzarbeit in Deutschland. Aktuell taxiert Schneider den Wert der durch Schwarzarbeit erbrachten Leistungen in Deutschland auf rund 500 Milliarden Euro pro Jahr.
Auch der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) warnt vor einer Abschaffung der Minijobs. In der Branche gebe es derzeit rund 800.000 Minijobber, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der „Bild“. Für die Branche wäre die Abschaffung in diesen ohnehin wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein „fataler Nackenschlag“. Denn die Minijobber seien für die Branche zur Abfederung von Spitzenzeiten unverzichtbar. In der Folge müsste die Branche noch mehr auf Digitalisierung setzen, um die fehlenden Arbeitskräfte zu kompensieren.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Friedrich Schneider, Stefan Genth
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Friedrich Schneider, Rentenkommission, Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE)
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Deutschland
Worum geht es in einem Satz?
Der Linzer Ökonom Friedrich Schneider warnt, dass die Abschaffung von Minijobs in Deutschland die Schwarzarbeit um mindestens 25 Milliarden Euro jährlich erhöhen würde, was langfristig negative Folgen für die Wirtschaft hätte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Vorschlag der Rentenkommission zur Abschaffung der Minijobs
- Einführung der Minijobs zu Beginn des Jahrhunderts zur Eindämmung von Schwarzarbeit
- Rückgang der Schwarzarbeit seit Einführung der Minijobs
- Hohe Schätzungen des Wertes von Schwarzarbeit in Deutschland
- Warnungen von Branchenvertretern vor negativen Auswirkungen einer Abschaffung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Friedrich Schneider warnt, dass Abschaffung der Minijobs Schwarzarbeit massiv erhöhen würde
- Schätzung von 25 Milliarden Euro mehr Schwarzarbeit im Jahr 2027
- Minijobs ursprünglich eingeführt, um Schwarzarbeit zu verringern
- Schneider beschreibt Minijobs als erfolgreiche Maßnahme gegen Schwarzarbeit
- Aktueller Wert durch Schwarzarbeit in Deutschland liegt bei rund 500 Milliarden Euro pro Jahr
- HDE warnt ebenfalls vor Folgen der Abschaffung von Minijobs
- Etwa 800.000 Minijobber in der Branche
- Abschaffung wäre fataler Nackenschlag für Einzelhandel
- Minijobber wichtig zur Abfederung von Spitzenzeiten
- Branche müsste verstärkt auf Digitalisierung setzen, um fehlende Arbeitskräfte zu kompensieren
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Massive Erhöhung der Schwarzarbeit
- Geschätzte 25 Milliarden Euro mehr Schwarzarbeit im Jahr 2027
- Langfristig negative Folgen für Deutschland
- Fataler Nackenschlag für die Branche
- Notwendigkeit, verstärkt auf Digitalisierung zu setzen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Friedrich Schneider äußert sich gegen die Abschaffung der Minijobs und warnt, dass dies die Schwarzarbeit massiv erhöhen würde.
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