Wirtschaftliche Bedenken zur EU-Entgelttransparenz in Deutschland
Berlin () – Die Bundesvorsitzende der Mittelstandsunion, Gitta Connemann, hat die EU-Entgelttransparenzrichtlinie scharf kritisiert.
In der ntv-Sendung „Blome & Pfeffer“ sagte sie am Montag zwar, dass Frauen und Männer „Anspruch auf gleichen Lohn bei gleicher Arbeit“ hätten. Dafür gebe es in Deutschland aber bereits gesetzliche Regelungen. Die EU-Richtlinie sei dagegen „ein Paradebeispiel für europäische Überregulierung“. Selbst bei einer Eins-zu-eins-Umsetzung drohe den Betrieben ein „Bürokratietsunami“ durch neue Transparenz-, Berichts- und Dokumentationspflichten.
Connemann wandte sich insbesondere gegen die Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen. Zwar müssten Betriebe ab 100 Beschäftigten regelmäßig Berichte vorlegen, doch auch kleinere Unternehmen seien betroffen. „Jeder Betrieb darunter muss sich individuellen Auskunftsansprüchen stellen und eine Vergleichbarkeit in der Vergütung herstellen.“ Für einen Bäcker mit acht Beschäftigten bedeute das einen erheblichen Aufwand, weil neben dem Lohn auch Zusatzleistungen wie Jobrad, Fahrkostenzuschüsse oder Prämien berücksichtigt werden müssten. „Das ist ein irrsinniger Bürokratieaufwand.“
Die CDU-Politikerin stellte den Nutzen der Richtlinie grundsätzlich infrage. „Wir werden eine Richtlinie haben, die keinen Mehrwert hat, die an den Themen selbst nichts ändert, nur mehr an Bürokratie und Kontrollen.“ Mit Verweis auf den Draghi-Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit sagte Connemann: „Wir müssen die Weichen neu stellen auf Wachstum und Wertschöpfung.“ Die Entgelttransparenzrichtlinie gehöre zu jener „Überregulierung“, die Europa dabei im Weg stehe.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Gitta Connemann
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Mittelstandsunion, Gitta Connemann, EU, ntv, CDU, Draghi-Bericht
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Gitta Connemann, die Bundesvorsitzende der Mittelstandsunion, kritisiert die EU-Entgelttransparenzrichtlinie als überflüssige Bürokratisierung, die insbesondere kleine und mittlere Unternehmen stark belasten würde, obwohl Deutschland bereits ausreichende gesetzliche Regelungen für gleichen Lohn bei gleicher Arbeit habe.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kritik an der EU-Entgelttransparenzrichtlinie
- Anspruch auf gleichen Lohn bei gleicher Arbeit bereits durch deutsche Gesetze geregelt
- Wahrnehmung der Richtlinie als europäische Überregulierung
- Befürchtung eines "Bürokratietsunami" für Unternehmen
- Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen
- Jüngere Betriebe müssen sich individuellen Auskunftsansprüchen stellen
- Hoher bürokratischer Aufwand für kleine Unternehmen
- Infragestellung des Nutzens der Richtlinie
- Bezugnahme auf Draghi-Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit
- Forderung nach Fokus auf Wachstum und Wertschöpfung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Gitta Connemann kritisiert die EU-Entgelttransparenzrichtlinie.
- Sie betont, dass es bereits gesetzliche Regelungen für gleichen Lohn gibt.
- Richtlinie wird als Beispiel für europäische Überregulierung bezeichnet.
- Betriebe droht ein "Bürokratietsunami" durch neue Transparenz- und Dokumentationspflichten.
- Kleinere Unternehmen sind ebenfalls betroffen von individuellen Auskunftsansprüchen.
- Hoher Büroaufwand für kleine Betriebe, um Vergleichbarkeit in der Vergütung herzustellen.
- Nutzen der Richtlinie wird grundsätzlich in Frage gestellt.
- Richtlinie bringt keinen Mehrwert und führt zu mehr Bürokratie und Kontrollen.
- Forderung nach Neuausrichtung auf Wachstum und Wertschöpfung.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Kritik an EU-Entgelttransparenzrichtlinie
- Anspruch auf gleichen Lohn bei gleicher Arbeit bereits gesetzlich geregelt
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- Erheblicher Aufwand für kleine Unternehmen bei der Umsetzung
- Infragestellung des Nutzens der Richtlinie
- Richtlinie bringt keine Änderung an den Themen selbst
- Mehr Bürokratie und Kontrollen
- Notwendigkeit, Weichen auf Wachstum und Wertschöpfung zu stellen
- Überregulierung als Hindernis für Europa
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Gitta Connemann, der Bundesvorsitzenden der Mittelstandsunion, zitiert, die die EU-Entgelttransparenzrichtlinie als "Paradebeispiel für europäische Überregulierung" kritisiert.
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