Heusgen gegen Streben nach ständigem Sitz im UN-Sicherheitsrat

Heusgen gegen Streben nach ständigem Sitz im UN-Sicherheitsrat

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Politik: Heusgen fordert deutsche Neuausrichtung in den UN

New York () – Der frühere deutsche Botschafter bei den Vereinten Nationen, Christoph Heusgen, rät der Bundesregierung, ihr Streben nach einem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat aufzugeben.

„Wir müssen jetzt eine ehrliche Bestandsaufnahme vornehmen“, sagte er dem „Spiegel“ angesichts der deutschen Niederlage bei der Wahl nicht-ständiger Mitglieder in New York. „Es ist an der Zeit, unsere seit 25 Jahren gültige Position zu revidieren, dass Deutschland einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat anstrebt.“ In Anbetracht der Klatsche, die man eingesteckt habe, sei es nicht besonders glaubwürdig, wenn man daran festhalte.

Es sei weder demografisch noch wirtschaftlich vertretbar, dass Europa neben Frankreich und Großbritannien mit einem dritten ständigen Mitglied im Sicherheitsrat vertreten sein soll. „Wir sollten darauf verzichten und stattdessen eine Initiative ergreifen für eine realistische Reform des Sicherheitsrats, etwa mit längeren Wahlperioden“, sagte Heusgen, der außen- und sicherheitspolitischer Berater der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) war. Dann könne die Bundesregierung Partner wie Spanien oder Italien gewinnen, die sich gegen einen ständigen Sitz Deutschlands sperrten. „Anstatt Wunden zu lecken, sollten wir eine Reforminitiative ergreifen“, sagte Heusgen.

Zudem solle die Regierung sich daran machen, umgehend eine neue Kandidatur vorzubereiten. Die Niederlage in New York sei ein Betriebsunfall. Er habe etwas mit der deutschen Politik zu tun, aber es sei auch „too little, too late“ gewesen, man habe also zu wenig gemacht und zu spät angefangen, wie ihm ein UN-Botschafter gesagt habe.

„Da müssen wir ansetzen und jetzt entscheiden: Wir werden in acht Jahren wieder kandidieren“, so Heusgen. „Wir müssen ab sofort mit Entschlossenheit eine entsprechende Werbekampagne beginnen.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Christoph Heusgen (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Christoph Heusgen, Angela Merkel

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Vereinte Nationen, UN-Sicherheitsrat, Spiegel, Bundesregierung, Deutschland, Europa, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, Angela Merkel, CDU.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

New York

Worum geht es in einem Satz?

Christoph Heusgen, ehemaliger deutscher Botschafter bei den UN, empfiehlt der Bundesregierung, ihre Ambitionen auf einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat aufzugeben und stattdessen eine realistische Reform des Sicherheitsrats sowie eine neue Kandidatur in acht Jahren vorzubereiten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Niederlage bei der Wahl nicht-ständiger Mitglieder im UN-Sicherheitsrat
  • 25 Jahre gültige Position Deutschlands auf ständigen Sitz im Sicherheitsrat
  • Mangelnde Glaubwürdigkeit nach der Wahl
  • Demografische und wirtschaftliche Argumente gegen dritten ständigen Sitz für Europa
  • Kritik an deutscher Politik und Vorbereitung auf die Wahl
  • Bedarf an einer Reforminitiative für den Sicherheitsrat
  • Empfehlung zur Vorbereitung einer neuen Kandidatur und Werbekampagne

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Artikel beschreibt keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Ratschlag, den ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat aufzugeben
  • Notwendigkeit einer ehrlichen Bestandsaufnahme
  • Revision der 25 Jahre alten Position
  • Glaubwürdigkeitsverlust bei Festhalten am ständigen Sitz
  • Unrealistisch, dass Europa mit einem dritten ständigen Mitglied vertreten ist
  • Vorschlag zur Initiative für realistische Reform des Sicherheitsrats
  • Möglichkeit, Partner wie Spanien oder Italien zu gewinnen
  • Empfehlung, eine Reforminitiative anstelle von Rückschau zu ergreifen
  • Vorbereitung einer neuen Kandidatur
  • Niederlage als Betriebsunfall betrachtet
  • Aufforderung zur Beginn einer Entschlossenheit in der Werbekampagne

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Christoph Heusgen zitiert. Er rät der Bundesregierung, ihr Streben nach einem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat aufzugeben und fordert eine ehrliche Bestandsaufnahme sowie eine Reforminitiative.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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