Israel: Gericht erlaubt Rotem Kreuz Zugang zu Sicherheitshäftlingen

Israel: Gericht erlaubt Rotem Kreuz Zugang zu Sicherheitshäftlingen

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Rechtsfragen im Kontext des Gaza-Kriegs

Jerusalem () – Der Oberste Gerichtshof Israels hat das umfassende Verbot von Besuchen des Roten Kreuzes bei palästinensischen Sicherheitshäftlingen für rechtswidrig erklärt. Die Richter gaben einer entsprechenden Klage von Bürgerrechtsorganisationen statt und ordneten die Aufhebung der seit Oktober 2023 geltenden Regelung an.

Die Klage richtete sich sowohl gegen das Besuchsverbot als auch gegen die Weigerung des Staates, dem Roten Kreuz Auskünfte über die inhaftierten Personen zu erteilen. Die Maßnahmen waren nach dem Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023 und dem Beginn des Gaza-Krieges verhängt worden.

Das Gericht stellte fest, dass der Staat trotz der Sensibilität des Themas und des Kriegskontextes keine schlüssige rechtliche Grundlage für das Verbot vorlegen konnte. Das Gericht bezeichnete das Verfahren als „außergewöhnlich“, da die Regierung wiederholt Fristverlängerungen beantragt und letztlich eine unzureichende Stellungnahme eingereicht habe. Der Staat habe „unzählige Gelegenheiten“ erhalten, eine fundierte Position darzulegen, sei aber letztlich gescheitert. Vor dem Krieg war der Zugang des Roten Kreuzes zu Sicherheitsgefangenen jahrzehntelang Teil der israelischen Inhaftierungspolitik. Das Gericht verwies auf Regelungen aus der Zeit nach dem Sechstagekrieg und Verfahrensanweisungen des Gefängnisdienstes aus dem Jahr 2002.

Konkret ging es in dem Verfahren um Häftlinge aus dem Westjordanland und dem Gazastreifen, die sich in Strafhaft, Verwaltungshaft oder als illegale Kombattanten in israelischer Gewalt befanden. Der Staat hatte sich laut Urteil vor allem auf eine politisch-militärische Direktive gestützt, nicht auf eine klare Rechtsnorm.

Das Rote Kreuz kündigte an, seine Besuche wieder aufnehmen zu wollen, und bekräftigte, dass es wichtig sei „sicherzustellen, dass die Haftbedingungen und die Behandlung der Inhaftierten“ den Standards des humanitären Völkerrechts entsprechen. „Wir setzen unseren Dialog mit den israelischen Behörden fort, um unsere Arbeit in den Haftanstalten so bald wie möglich wieder aufzunehmen“, so die Hilfsorganisation.

Israels Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir kritisierte das Urteil unterdessen scharf. Er sprach von einer „beschämenden Entscheidung abgehobener Richter“, die sich um Terroristen kümmerten, während israelische Bürger den Preis des Terrors zahlten. Er forderte erneut eine tiefgreifende Justizreform.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Internationales Rotes Kreuz in Genf (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Der Artikel enthält folgende vollständige Namen von Personen:

Itamar Ben-Gvir

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Internationale Rotes Kreuz, Oberster Gerichtshof Israels, Bürgerrechtsorganisationen, Hamas, israelische Behörden, Itamar Ben-Gvir.

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand im Oktober 2023 statt, insbesondere nach dem Hamas-Überfall am 7. Oktober 2023.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Jerusalem, Westjordanland, Gazastreifen, Genf

Worum geht es in einem Satz?

Der Oberste Gerichtshof Israels hat das Verbot von Besuchen des Roten Kreuzes bei palästinensischen Häftlingen für rechtswidrig erklärt und die Regierung aufgefordert, die Regelung aufzuheben, was inmitten des anhaltenden Konflikts nach dem Hamas-Überfall erfolgt ist.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Klage von Bürgerrechtsorganisationen gegen Besuchsverbot des Roten Kreuzes
  • Verhängung des Verbots nach dem Hamas-Überfall am 7. Oktober 2023
  • Beginn des Gaza-Kriegs als Kontext für die Regelung
  • Unzureichende rechtliche Grundlage seitens des Staates für das Verbot
  • Vorangegangene Fristverlängerungen der Regierung ohne fundierte Stellungnahme
  • Historische Praxis des Roten Kreuzes in Israel vor dem Verbot
  • Politisch-militärische Direktive als Grundlage des Staates для Verbot

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Oberster Gerichtshof Israels erklärt Besuchsverbot des Roten Kreuzes für rechtswidrig
  • Klage von Bürgerrechtsorganisationen erfolgreich
  • Gericht kritisiert unzureichende rechtliche Grundlage des Staates für das Verbot
  • Frühere Regelungen für Rot-Kreuz-Zugänge wurden angeführt
  • Verfahren betraf Häftlinge aus Westjordanland und Gazastreifen
  • Rotes Kreuz plant Wiederaufnahme der Besuche
  • Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir kritisiert Urteil scharf
  • Forderung nach Justizreform von Ben-Gvir

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Oberster Gerichtshof erklärt Verbot für rechtswidrig
  • Aufhebung der Regelung über Besuchsverbot
  • Rotes Kreuz kündigt Wiederaufnahme von Besuchen an
  • Sicherstellung der Haftbedingungen und Behandlung unter humanitärem Völkerrecht
  • Fortsetzung des Dialogs mit israelischen Behörden
  • Kritik von Israels Sicherheitsminister
  • Forderung nach Justizreform

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Internationalen Roten Kreuzes zitiert, in der betont wird, dass es wichtig sei, die Haftbedingungen und die Behandlung der Inhaftierten sicherzustellen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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