Frankreich fordert EU-Entschlossenheit gegen Social-Media-Konzerne

Frankreich fordert EU-Entschlossenheit gegen Social-Media-Konzerne

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Gesellschaft: Frankreich fordert Social-Media-Regulierung

Paris () – Frankreich verlangt von den EU-Partnern mehr Entschlossenheit im Ringen um Social-Media-Verbote für Jugendliche. „Europa sollte in dieser Auseinandersetzung selbstbewusster sein“, sagte Clara Chappaz, Digital-Botschafterin von Präsident Emmanuel Macron, dem „Spiegel“. Zusammen habe man mehr Macht gegenüber den Techriesen und könne auf einheitliche Regeln in Europa achten.

Tiktok und Instagram machten 20 bis 30 Prozent ihres Geschäfts in Europa, sagte die Macron-Vertraute mit Blick auf die großen Plattformen aus den USA und China. Sie hätten keinerlei Interesse, sich zurückzuziehen. „Die werden sich unseren Gesetzen unterwerfen.“ Lob richtete Chappaz an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Der deutsche Kanzler habe sich inzwischen deutlich für ein Verbot ausgesprochen. Zuvor sei die deutsche Position nicht so klar gewesen.

Frankreich versteht sich als treibende Kraft, damit möglichst viele EU-Länder Altersbeschränkungen für die Nutzung sozialer Netzwerke beschließen. Allerdings planen nicht alle Mitgliedstaaten Verbote. Zudem ist strittig, ab welchem Alter Jugendliche Zugang zu potenziell süchtig machenden Seiten haben sollen. Manche EU-Regierungen sehen die digitale Volljährigkeit mit 14 Jahren erreicht, andere, wie Frankreich, wollen die Grenze später setzen. Ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige, das seit einigen Monaten in Australien gilt, erweist sich als leicht zu umgehen.

Dennoch argumentierte Chappaz, es sei eine große Unterstützung für Eltern, wenn der Gesetzgeber eine Regel definiere – insbesondere sozial schwachen Familien werde damit geholfen, deren Nachwuchs mehr Zeit am Bildschirm verbringe. „Die Digitalkonzerne verdienen Milliarden an der Sucht der Kinder. Sie schlagen Kapital aus deren Verletzlichkeit“, sagte Chappaz.

Zweifel an der technischen Durchsetzbarkeit eines Verbots beantwortete sie mit Verweis auf die Alterskontrolle, zu der Frankreich Pornoseiten schon seit 2025 zwingt. „Wir haben bei den Pornoseiten vorgemacht, dass es geht“, sagte Chappaz. Die Zahl der minderjährigen Nutzer sei hier um etwa die Hälfte gesunken. „Gut, dass die Pornoseiten, die keine Alterskontrolle verlangen, aus Frankreich verschwinden.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Clara Chappaz, Emmanuel Macron, Friedrich Merz

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

EU, Tiktok, Instagram, Emmanuel Macron, Clara Chappaz, Friedrich Merz, CDU, Australien, Frankreich

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Frankreich, Paris, Australien.

Worum geht es in einem Satz?

Frankreich fordert von den EU-Partnern mehr Entschlossenheit für Social-Media-Verbote für Jugendliche und möchte einheitliche Altersregelungen einführen, um Kinder vor den Risiken süchtig machender Plattformen zu schützen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Forderung nach mehr Entschlossenheit in der EU
  • Bewusstsein für Macht gegenüber Tech-Unternehmen
  • Hoher Anteil des Umsatzes von TikTok und Instagram in Europa
  • Unklare Positionen von Mitgliedstaaten zu Altersbeschränkungen
  • Unterschiedliche Auffassungen über das digitale Eintrittsalter
  • Probleme mit der Umgehung bestehender Verbote
  • Unterstützung für Eltern in sozial schwachen Familien
  • Kritischer Blick auf die Praktiken von Digitalkonzernen
  • Bezugnahme auf erfolgreiche Alterskontrollen bei Pornoseiten

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Frankreich fordert mehr Entschlossenheit der EU-Partner bezüglich Social-Media-Verboten für Jugendliche
  • Clara Chappaz betont, dass Europa selbstbewusster auftreten sollte
  • Zusammenarbeit könne gegen Tech-Giganten stärken und einheitliche Regeln schaffen
  • Tiktok und Instagram sind wirtschaftlich bedeutend in Europa
  • Unterstützung für ein Verbot von Bundeskanzler Friedrich Merz festgestellt
  • Frankreich möchte Altersbeschränkungen für soziale Netzwerke in der EU vorantreiben
  • Uneinigkeit unter den Mitgliedstaaten über das geeignete Mindestalter
  • Chappaz argumentiert, dass Gesetze Eltern helfen und Kinder schützen könnten
  • Bedenken zur Durchsetzbarkeit von Verboten durch Alterskontrollen widerlegt
  • Erfolg bei Altersüberprüfung von Pornoseiten in Frankreich hervorgehoben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Forderung nach mehr Entschlossenheit der EU-Partner
  • Einheitliche Regeln in Europa anstreben
  • Unterstützung für Eltern durch gesetzliche Regelungen
  • Hilfe für sozial schwache Familien
  • Sinkende Zahl minderjähriger Nutzer auf Pornoseiten
  • Aufgabenstellung an digitale Konzerne zur Alterskontrolle
  • Verbesserung der digitalen Sicherheit für Jugendliche

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Clara Chappaz, der Digital-Botschafterin von Präsident Emmanuel Macron, zitiert, die sich für mehr Entschlossenheit der EU-Partner im Umgang mit Social-Media-Verboten für Jugendliche ausspricht.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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