Wirtschaft: Umstrukturierung von Bavaria Film in München
München () – Die traditionsreiche Film- und Fernsehproduktionsfirma Bavaria Film soll zerschlagen werden. Das Unternehmen werde in zwei autonome Teile geteilt, sagte Christian Franckenstein, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Bavaria Film, der „Süddeutschen Zeitung“. Alle Beschlüsse seien von den Gremien gefasst worden, fügte Franckenstein an. Die Gesellschafter und der Aufsichtsrat, der von WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn geführt wird, hätten nach zwei Jahren Diskussion nun zugestimmt.
Gesellschafter der Bavaria Film sind die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten WDR, SWR, MDR und BR sowie der Freistaat Bayern über die Förderbank LfA. Der eine Teil werde die gesamte Produktion umfassen, der andere Teil alle Immobilien und den operativen Studiobetrieb auf dem Gelände, teilte Franckenstein mit. Die bisherige Aufstellung sei nicht mehr wettbewerbskonform gewesen, die Struktur der Bavaria Film zu komplex.
Bavaria Film spürt schon seit längerem die Veränderungen am Markt und den Rückgang der Produktionsbudgets. Der Umsatz der Bavaria Film stagnierte zuletzt. 2025 lag er laut Franckenstein bei 308 Millionen Euro, unter dem Strich habe es nur einen kleinen Gewinn von acht Millionen Euro gegeben. Franckenstein sagte der SZ weiter: „Das ist eine historische Zäsur. Die Bavaria Film in ihrer bisherigen Aufstellung ist dann Geschichte.“ Das Gelände der Bavaria Film in Geiselgasteig im Süden Münchens, das 28 Hektar groß ist, soll größtenteils als Medienstandort erhalten bleiben. Aber es sollen neue Geldgeber gefunden werden. Für den Immobilienbereich halte man jetzt nach Investoren Ausschau, die Suche laufe, ein Makler sei beauftragt, die Vermarktung starte im Sommer, kündigte Franckenstein an. Denkbar seien dabei Medien- oder Tech-Unternehmen sowie Immobilieninvestoren.
Der Vorteil sei, dass der Produktionsbereich künftig effizienter und klarer fokussiert werde, sagte Mitgeschäftsführerin Julia Reuter der SZ. Denn auch bei ihnen gelte: Komplexität fresse Kreativität. Die ehemalige RTL-Managerin soll nach der Aufspaltung für den Produktionsbereich zuständig sein. Sie rechnet dann mit einem Aufschwung. Bavaria Film und die Vorgängerfirmen wurden bereits 1919 gegründet, lange wurden hier auch große Kinofilme produziert wie „Das Boot“ oder „Die unendliche Geschichte“.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Christian Franckenstein, Jörg Schönenborn, Julia Reuter
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bavaria Film, Süddeutsche Zeitung, WDR, SWR, MDR, BR, Freistaat Bayern, LfA, Julia Reuter, RTL.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
München, Geiselgasteig
Worum geht es in einem Satz?
Die traditionsreiche Produktionsfirma Bavaria Film wird in zwei autonome Teile aufgeteilt, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und komplexe Strukturen zu vereinfachen, nachdem der Umsatz stagnierte und eine historische Neuausrichtung beschlossen wurde.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Zerschlagung der Bavaria Film angekündigt
- Aufteilung in zwei autonome Teile
- Beschlüsse von Gesellschaftern und Aufsichtsrat gefasst
- Diskussionen über Struktur und Wettbewerbsfähigkeit
- Marktveränderungen und Rückgang der Produktionsbudgets
- Stagnierender Umsatz und geringer Gewinn
- Komplexe Unternehmensstruktur als Problem
- Suche nach neuen Geldgebern für Immobilienbereich
- Effizienzsteigerung im Produktionsbereich angestrebt
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Es wird nicht beschrieben, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien reagiert haben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Zerschlagung der Bavaria Film in zwei autonome Teile
- Suche nach neuen Geldgebern für Immobilienbereich
- Effizienzsteigerung im Produktionsbereich
- Fokussierung auf klare Strukturen
- Erwarteter Aufschwung im Produktionsbereich
- Historische Zäsur in der Unternehmensgeschichte
- Beauftragung eines Maklers für Vermarktung
- Medien- und Tech-Unternehmen sowie Immobilieninvestoren als mögliche Investoren
- Standortsicherung des Medienstandorts in Geiselgasteig
- Komplexität beeinträchtigt Kreativität
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Christian Franckenstein zitiert, der als Vorsitzender der Geschäftsführung der Bavaria Film fungiert. Er äußerte: "Das ist eine historische Zäsur. Die Bavaria Film in ihrer bisherigen Aufstellung ist dann Geschichte."
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