UN-Generalsekretär kritisiert Rückschritte bei LGBTQIA-Rechten

UN-Generalsekretär kritisiert Rückschritte bei LGBTQIA-Rechten

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Gesellschaft: Internationaler Tag gegen Diskriminierung in New York

New York () – Anlässlich des Internationalen Tags gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie (IDAHOBIT) an 17. Mai hat UN-Generalsekretär António Guterres vor Rückschritten bei der Gleichberechtigung queerer Menschen gewarnt.

„In den letzten Jahrzehnten wurden enorme Fortschritte bei der Förderung der Gleichberechtigung von LGBTIQ-Personen erzielt“, erklärte Guterres. „Dennoch beobachten wir weltweit gezielte Bemühungen, ihre Menschenrechte einzuschränken – durch die Einschränkung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit, die Schürung von Hass, Angriffe auf Menschenrechtsverteidiger und die Kürzung von Mitteln für grundlegende Dienstleistungen. Zum ersten Mal seit Jahren ist die Zahl der Länder gestiegen, die einvernehmliche gleichgeschlechtliche Beziehungen unter Strafe stellen.“

Wenn Rechte angegriffen werden, gehörten LGBTIQ-Personen oft zu den Ersten, die darunter leiden, so der UN-Generalsekretär. „Sie werden zu Sündenböcken gemacht und sind größeren Risiken für ihre Sicherheit, Gesundheit und ihr Wohlergehen ausgesetzt.“ So zu sein, wie man ist, solle jedoch niemals ein Verbrechen sein.

Guterres erinnerte an das diesjährige Thema des Aktionstages, „Im Herzen der Demokratie“. Es sei „eine eindringliche Mahnung, dass jeder Mensch frei von Angst leben und gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können muss“, erklärte er. „Die Vereinten Nationen sind stolz darauf, ohne jegliche Diskriminierung an der Seite aller Mitglieder der Menschheitsfamilie zu stehen. Lassen Sie uns gemeinsam für Sicherheit, Würde und Gleichberechtigung für alle eintreten.“

Seit 2005 wird am 17. Mai der Internationalen Aktionstag gegen Homo-, Bi-, Inter- Trans- und Asexuellenfeindlichkeit (IDAHOBITA) begangen. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt. Damals beschloss die Weltgesundheitsorganisation (WHO), Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen.

Das Datum erinnert zudem an den Paragraphen 175 des deutschen Strafgesetzbuchs, der sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe stellte. Zwischen 1935 und 1944 wurden rund 50.000 Urteile nach dem Paragraphen gefällt, rund 15.000 Homosexuelle wurden in Konzentrationslagern inhaftiert. Während ab Ende der 1950er homosexuelle Handlungen in der DDR nicht mehr strafrechtlich verfolgt wurden, wurde der Paragraph 175 in Westdeutschland bis 1969 in unveränderter Fassung verstärkt durchgesetzt. Erst im Zuge der Wiedervereinigung wurde der inzwischen abgeschwächte Paragraph auch für Westdeutschland vollständig gestrichen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

António Guterres, Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

UN, António Guterres, LGBTIQ, Vereinten Nationen, Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Wann ist das Ereignis passiert?

  • 17. Mai (Internationaler Tag gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie - IDAHOBIT)
  • 1990 (Weltgesundheitsorganisation beschloss, Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen)
  • 1935 bis 1944 (Urteile nach Paragraph 175 des deutschen Strafgesetzbuchs)
  • 1969 (vollständige Streichung des Paragraphen 175 in Westdeutschland)

Die konkreten Zeiträume sind also: 17. Mai, 1990, 1935-1944 und 1969.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

New York, weltweit, Deutschland (insbesondere Bezug auf Paragraph 175)

Worum geht es in einem Satz?

UN-Generalsekretär António Guterres warnte am Internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie vor Rückschritten bei den Rechten queerer Menschen und betonte die Notwendigkeit von Gleichberechtigung und Sicherheit für alle.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Internationaler Tag gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie (IDAHOBIT) am 17. Mai
  • Warnung vor Rückschritten bei der Gleichberechtigung queerer Menschen
  • Zunahme von Ländern, die gleichgeschlechtliche Beziehungen kriminalisieren
  • Einschränkung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit
  • Schürung von Hass und Angriffe auf Menschenrechtsverteidiger
  • Kürzung von Mitteln für grundlegende Dienstleistungen
  • Thematisierung der Diskriminierung und Sicherheitsrisiken für LGBTIQ-Personen
  • Bedeutung des 17. Mai durch Entscheidung der WHO 1990, Homosexualität aus Diagnoseschlüssel zu streichen
  • Erinnerung an den Paragraphen 175 des deutschen Strafgesetzbuchs

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Verneinen.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Warnung vor Rückschritten bei der Gleichberechtigung queerer Menschen
  • Beobachtung globaler Bemühungen zur Einschränkung von Menschenrechten
  • Zunahme der Länder, die gleichgeschlechtliche Beziehungen kriminalisieren
  • LGBTIQ-Personen als Sündenböcke in Zeiten des Rechtsangriffs
  • Höheres Risiko für Sicherheit, Gesundheit und Wohlergehen von LGBTIQ-Personen
  • Mahnung für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft
  • Aufruf zur gemeinsamen Unterstützung von Sicherheit, Würde und Gleichberechtigung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von UN-Generalsekretär António Guterres zitiert, der vor Rückschritten bei der Gleichberechtigung queerer Menschen warnt und die Wichtigkeit von Sicherheit, Würde und Gleichberechtigung für alle betont.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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