Gesundheit: Hantavirus-Ausbruch auf Teneriffa
Granadilla () – Das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff „Hondius“ hat Teneriffa erreicht. Intensive Vorbereitungen wurden getroffen, um das Schiff am Sonntag im Hafen von Granadilla zu empfangen und über 100 Personen an Land zu bringen, um sie in ihre Heimatländer zurückzufliegen. Ein Sicherheitsperimeter von einer Seemeile wurde um das Schiff durchgesetzt, während es sich der Insel näherte. Im Hafen wird es auf See ankern, um die Isolation aufrechtzuerhalten.
Die Sicherheitsmaßnahmen im Hafen, einer Industrieanlage im Süden Teneriffas, wurden deutlich verstärkt. Spaniens Militärpolizei und Katastrophenschutzteams errichteten große Empfangszelte, und der Zugang zur Küste ist eingeschränkt. Im ersten Schritt sollen medizinische Teams an Bord gehen, um alle auf Anzeichen des Virus zu überprüfen. Berichten zufolge zeigte zuletzt niemand weitere Symptome. Die Personen werden dann nach Nationalität in Gruppen eingeteilt und in kleinen Booten an die Küste gebracht. Charterflugzeuge sollen bereitstehen, um sie auszufliegen.
Unter den Passagieren sind auch sechs Deutsche. Wie genau deren Rückführung abläuft, war zunächst noch unklar. In Deutschland werden letztendlich die lokal zuständigen Gesundheitsämter die Betreuung übernehmen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt eine sechs Wochen lange Quarantäne für die Passagiere.
Seit dem 1. April, als die MV „Hondius“ von Argentinien aus in Richtung Kapverden in See stach, waren von den 147 Passagieren und der Crew sieben Personen am Hantavirus erkrankt, von denen drei gestorben sind. Unter den Toten ist auch ein Deutscher. Die Übertragung von Hantaviren auf den Menschen erfolgt normalerweise durch Kontakt mit kontaminiertem Urin, Kot oder Speichel infizierter Nagetiere oder durch Nagetierbisse.
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bisher nur für das zur Gruppe der Hantaviren gehörende „Andes-Virus“ dokumentiert und ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) „selten“. Die WHO geht davon aus, dass die Übertragung im konkreten Fall von Mensch zu Mensch erfolgte. WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus bekräftigte zuletzt allerdings, dass es sich bei dem Ausbruch nicht um ein „neues Covid“ handele.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Weißer Sandstrand auf Teneriffa (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Tedros Adhanom Ghebreyesus, Robert-Koch-Institut
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Hier sind die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen:
Spanien, Militärpolizei, Katastrophenschutzteams, Robert-Koch-Institut (RKI), Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand am Sonntag statt, jedoch ist kein genaues Datum angegeben. Das Startdatum der Reise des Kreuzfahrtschiffs "Hondius" war der 1. April.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Teneriffa, Granadilla.
Worum geht es in einem Satz?
Das Kreuzfahrtschiff "Hondius", das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffen ist, hat Teneriffa erreicht, wo umfangreiche Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen getroffen werden, um über 100 Passagiere sicher an Land zu bringen und auf Anzeichen des Virus zu überprüfen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Ausbruch von Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff "Hondius"
- 147 Passagiere und Crewmitgliedern an Bord
- Sieben Erkrankungen, drei Todesfälle, darunter ein Deutscher
- Ursprung der Übertragung durch kontaminierte Nagetiere
- Anzeichen einer möglichen Mensch-zu-Mensch-Übertragung
- Gesundheitsbehörden und Militärpolizei eingeschaltet
- Hohe Sicherheitsmaßnahmen und medizinische Überprüfungen geplant
- Isolation des Schiffes im Hafen von Granadilla
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Die Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien werden im Artikel nicht beschrieben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Rückführung der Passagiere in ihre Heimatländer
- Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen im Hafen
- Errichtung von großen Empfangszelten
- Eingeschränkter Zugang zur Küste
- Medizinische Überprüfung aller Passagiere auf Anzeichen des Virus
- Einteilung der Passagiere in Gruppen nach Nationalität
- Einsatz von Charterflugzeugen für den Transport
- Übernahme der Betreuung durch Gesundheitsämter in Deutschland
- Empfehlung einer sechs Wochen langen Quarantäne für die Passagiere
- Dokumentierte Krankheit und Todesfälle unter Passagieren und Crew
- Feststellung, dass es sich nicht um ein "neues Covid" handelt
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus zitiert, der bekräftigte, dass es sich bei dem Ausbruch nicht um ein "neues Covid" handele.
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