Ministerin sieht Entwicklungspolitik im Umbruch

Ministerin sieht Entwicklungspolitik im Umbruch

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Entwicklungspolitik im Globalen Wandel: Berlin

Berlin () – Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) sieht die Entwicklungspolitik weltweit im Umbruch.

Wichtige Akteure orientierten sich neu, sagte sie der „Rheinischen Post“. China betreibe Entwicklungszusammenarbeit als knallhartes Geschäft. Auch die USA gingen seit der Zerschlagung ihrer Entwicklungsbehörde USAID Anfang 2025 mehr in Richtung Deals mit schneller Eigenrendite. „Mir ist das zu kurz gedacht“, sagte die Ministerin. Es sei wichtig, dass man auf Stabilität, Resilienz und Prävention setze. „Und wenn wir Pandemieausbrüche in anderen Teilen der Welt verhindern, Geflüchteten in ihrer Heimatregion Perspektiven verschaffen oder faire Wirtschaftskooperationen stärken, dann nützt das ja eben immer auch unserer Sicherheit und unserer Wirtschaft.“

Die Ministerin äußerte sich auch zu den Folgen des Iran-Kriegs. Die Blockade von Hormus habe weltweit gravierende Folgen, besonders für ärmere Länder im Globalen Süden. Grundnahrungsmittel würden dort für viele unbezahlbar und fehlender Dünger gefährde die nächste Ernte; 20 bis 30 Prozent der Düngemittelausfuhren erfolgten über diese Wasserstraße. Das Welternährungsprogramm warne deshalb, dass weitere bis zu 45 Millionen Menschen dadurch nicht mehr genug zu essen haben könnten. Sie habe den Eindruck, dass die Dramatik der Situation noch nicht überall angekommen sei. Und jeder weitere Tag der Blockade mache die Lage schlimmer. Deshalb müssten alle diplomatischen Bemühungen darauf gerichtet sein, die Situation zu lösen.

Auf die Frage nach den Kürzungen ihres Etats sagte Alabali Radovan, ihr sei wichtig, dass Deutschland verlässlich bleibe. Sie habe deshalb eine Reform der deutschen Entwicklungspolitik eingeleitet, um auch mit begrenzteren Mitteln möglichst viel erreichen zu können. Aber natürlich seien die vereinbarten Kürzungen sehr schmerzhaft, zumal im letzten Jahr zusätzliche Krisen wie der Iran-Krieg hinzugekommen seien. Außerdem zögen sich wichtige Geber wie die USA zurück – mit dramatischen Folgen.

Die Ministerin kündigte an, die Entwicklungszusammenarbeit durch ihre Reform „zukunftsfest“ zu machen. Einen Schwerpunkt setze sie auf die Ernährungssicherheit – etwa mit einem Schulernährungsprogramm, das bis 2030 insgesamt 100 Millionen Kinder erreichen solle. Man bleibe beim Wiederaufbau der Ukraine, in Syrien und perspektivisch in Gaza engagiert. Außerdem wolle man die Partnerschaft mit dem globalen Süden weiter stärken und auf Augenhöhe zusammenarbeiten – auch deshalb werde man eine entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission einberufen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Reem Alabali Radovan am 06.05.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Reem Alabali Radovan

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

- SPD,
- USAID,
- Welternährungsprogramm,
- Ukraine,
- Syrien,
- Gaza.

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand am 06.05.2026 statt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, Iran, Wasserstraße von Hormus, Ukraine, Syrien, Gaza.

Worum geht es in einem Satz?

Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan betont in einem Interview, dass die weltweiten Entwicklungen in der Entwicklungspolitik, vor allem durch die neuen Ansätze von China und den USA, gefährliche Folgen für Ländern im Globalen Süden haben und kündigt Reformen an, um trotz Etat-Kürzungen die Ernährungssicherheit und Stabilität zu fördern.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Umbruch in der weltweiten Entwicklungspolitik
  • Neuorientierung wichtiger Akteure
  • Chinas knallhartes Geschäft in der Entwicklungszusammenarbeit
  • Rückzug der USA aus traditioneller Entwicklungsarbeit
  • Folgen des Iran-Kriegs
  • Blockade von Hormus und ihre Folgen für den Globalen Süden
  • Mangel an Grundnahrungsmitteln und Düngemitteln
  • Notwendigkeit diplomatischer Bemühungen zur Lösung der Krise
  • Kürzungen im Etat der Entwicklungszusammenarbeit
  • Rückzug wichtiger Geberländer wie die USA

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Ministerin Reem Alabali Radovan sieht Entwicklungspolitik weltweit im Umbruch
  • China betreibt Entwicklungszusammenarbeit als Geschäft
  • USA verstärken Deals mit schneller Eigenrendite nach USAID-Zerschlagung
  • Wichtigkeit von Stabilität, Resilienz und Prävention betont
  • Folgen des Iran-Kriegs: Blockade von Hormus gefährdet Grundnahrungsmittel und Dünger
  • Welternährungsprogramm warnt vor Nahrungsmittelmangel für bis zu 45 Millionen Menschen
  • Dramatik der Situation sei noch nicht überall angekommen
  • Notwendigkeit diplomatischer Bemühungen zur Lösung der Blockade
  • Alabali Radovan spricht sich für verlässliche deutsche Entwicklungspolitik aus
  • Reform zur Effizienzsteigerung bei begrenzten Mitteln eingeleitet
  • Schmerzhafte Etat-Kürzungen aufgrund zusätzlicher Krisen
  • Ankündigung einer zukunftsfesten Entwicklungszusammenarbeit, Schwerpunkt auf Ernährungssicherheit
  • Schulernährungsprogramm soll bis 2030 100 Millionen Kinder erreichen
  • Engagement beim Wiederaufbau der Ukraine, in Syrien und perspektivisch in Gaza
  • Stärkung der Partnerschaft mit dem globalen Süden, Bildung einer Nord-Süd-Kommission

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Umorientierung wichtiger Akteure in der Entwicklungszusammenarbeit
  • Steigende Herausforderung durch knallhartes Geschäftsmodell Chinas
  • Verschlechterung der Ernährungssituation in ärmeren Ländern
  • Unbezahlbarkeit von Grundnahrungsmitteln für viele Menschen
  • Gefährdung der nächsten Ernte durch fehlenden Dünger
  • Mangelnde Wahrnehmung der Dramatik der Situation
  • Zunehmende Dringlichkeit diplomatischer Bemühungen
  • Schmerzliche Kürzungen im Etat der Entwicklungspolitik
  • Rückzug wichtiger Geberländer wie der USA
  • Notwendigkeit, die Entwicklungszusammenarbeit zukunftsfest zu machen
  • Fokus auf Ernährungssicherheit durch Schulernährungsprogramm
  • Engagement beim Wiederaufbau in verschiedenen Krisenregionen
  • Stärkung der Partnerschaft mit dem globalen Süden
  • Einberufung einer entwicklungspolitischen Nord-Süd-Kommission

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan zitiert, in der sie die Notwendigkeit betont, auf Stabilität, Resilienz und Prävention in der Entwicklungspolitik zu setzen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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