Nicht nur Kleidung, Schuhe oder Schmuck gehen mit der Mode, auch Gartenpflanzen sind bestimmten Trends unterworfen. In den 1970er Jahren bestanden viele Gärten aus Rasenflächen und Platten aus Waschbeton, für die grüne Umrandung aber war der Lebensbaum zuständig. Dann kann diese immergrüne Heckenpflanze aus der Mode, obwohl sie viele Vorteile hat. Thuja, so der botanische Name, ist nicht nur windfest, sondern hält auch starken Frost aus. Dazu kommt ein schnelles Wachstum und auch die Anschaffung kostet kein Vermögen. Viele Gartenbesitzer schätzen den Lebensbaum außerdem, weil er immer blickdicht ist.
Woher kommt die Heckenpflanze?
Insgesamt gibt es sechs verschiedene Unterarten des klassischen Lebensbaums, der sowohl in Europa als auch in den USA, Kanada und im Osten Asien zu Hause ist. Für einen blickdichten Schutz im Garten kommen vor allem die Arten aus Nordamerika infrage, wie der Abendländische- und der Riesen-Lebensbaum. Wer bereits Erfahrungen mit dem Thuja Lebensbaum hat, kann die eher exotischen Arten in seinem Garten pflanzen. Dazu gehören der Japanische- sowie der Morgenländische-Lebensbaum, der besonders in China sehr beliebt ist. Aus botanischer Sicht gehört der Lebensbaum zur Familie der Zypressen. Charakteristisch sind die Blätter, die an Fischschuppen erinnern und eng an den Zweigen liegen.
Der beste Standort
Da der Lebensbaum die Sonne liebt, macht es ihm nichts aus, in der prallen Sonne zu stehen. Ist dies nicht möglich, dann gibt er sich auch mit einem halbschattigen Platz zufrieden. Damit sich dieser besondere Baum wohlfühlt, sollte der Boden möglichst feucht sein und auch in den Sommermonaten nicht austrocknen. Perfekt ist ein leicht sandiger und kalkhaltiger Lehmboden. Was den Lebensbaum auszeichnet, ist, dass er sich an fast alle Böden sowie an die unterschiedlichen pH-Werte anpassen kann. Bei ausreichender Versorgung mit nährstoffreichem Humus und einem immer feuchten Boden gedeiht der Baum prächtig.
Richtig schneiden
Selbst wenn der Lebensbaum in puncto Standort eher anspruchslos ist, sollte seine Pflege jedoch sorgfältig sein. Damit er blickdicht bleibt und perfekt wachsen kann, muss er in regelmäßigen Abständen geschnitten werden. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Triebe, die noch keine Schuppen tragen, nicht zu stark geschnitten werden. Wenn der Schnitt zu stark ist, bleiben selbst ältere Astpartien auf Dauer kahl. Eine Thujahecke, die bereits in die Jahre gekommen ist, wieder in Form zu schneiden, ist nicht immer einfach. Hecken, die besonders stark wachsen, sollten zweimal pro Jahr einen Formschnitt bekommen. Ideal ist der erste Schnitt Ende Juni und der zweite Schnitt Ende August.
Fazit
Lebensbäume rahmen einen Garten perfekt ein und haben eine lange Lebensdauer, wenn sie auf dem passenden Boden stehen. Sollten sie braune Zweige und Schuppen bekommen, dann ist das in der Regel harmlos, denn die Färbung dient als Schutz vor dem Frost und tritt in sehr kalten Wintern auf. Obwohl eine Thujahecke ein schöner Blickfang ist, sollte man immer bedenken, dass die Pflanze giftig ist, was übrigens für alle Pflanzenteile gilt. Bei empfindlichen Menschen reicht schon eine leichte Berührung aus, und es kommt zu Juckreiz und Rötungen. Werden die Schuppen gegessen, so führt das zu Beschwerden im Magen und Darm. Falls es also kleine Kinder in der Familie gibt, dann ist es nicht ratsam, eine Thujahecke zu pflanzen.
Bild: @ depositphotos.com / AllaSerebrina
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