Gesundheitspolitik in Berlin: Organspende-Debatte
Berlin () – Der Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger (CSU) hat sich gegen einen Gruppenantrag mehrerer Abgeordneter zur Einführung einer Widerspruchslösung in der Organspende ausgesprochen.
„Der Staat darf Schweigen nicht als Zustimmung werten“, sagte Pilsinger den Zeitungen der „Mediengruppe Bayern“ (Freitagausgaben). „Viele Menschen können sich aus psychischen oder kognitiven Gründen nicht mit dieser existenziellen Frage auseinandersetzen. Daraus automatisch eine Spendebereitschaft abzuleiten, halte ich für falsch.“
Es fehle „bis heute der wissenschaftliche Nachweis, dass eine Widerspruchsregelung die Zahl der postmortalen Organspenden tatsächlich erhöht“, sagte der CSU-Politiker. „Deshalb müssen Aufklärung, Freiwilligkeit und individuelle Entscheidung weiterhin im Mittelpunkt stehen.“ Pilsinger hat mit anderen einen Gegenentwurf vorgelegt, der auf mehr Information und Aufklärung setzt.
Die Studienlage zur sogenannten Widerspruchslösung ist uneindeutig. Während 2014 eine Studie zu dem Ergebnis kam, dass das Opt-out-Verfahren zu einem relativen Anstieg der Gesamtzahl der transplantierten Lebern und Nieren führt, heißt es in einer 2024 veröffentlichten Studie, dass die Umstellung auf ein Opt-out-Verfahren nicht automatisch zu einem Anstieg der Organspenderzahlen führe. Ergänzend brauche es Aufklärungskampagnen und Maßnahmen, um den Bedenken der Angehörigen der Verstorbenen Rechnung zu tragen. Eine 2025 veröffentlichte Studie warnt zudem davor, dass der Umstieg auf die Widerspruchslösung die Bereitschaft zu Lebendspenden senken kann.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Organspendeausweis (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Stephan Pilsinger
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CSU, Mediengruppe Bayern
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger (CSU) lehnt die Einführung einer Widerspruchslösung in der Organspende ab, da er der Meinung ist, dass der Staat Schweigen nicht als Zustimmung werten sollte und stattdessen Aufklärung und individuelle Entscheidungen gefördert werden müssen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Diskussion über Widerspruchslösung in der Organspende
- Bedenken hinsichtlich der Zustimmung bei Schweigen
- Psychische und kognitive Einschränkungen vieler Menschen
- Fehlender wissenschaftlicher Nachweis über positive Effekte der Widerspruchslösung
- Uneinheitliche Studienlage zur Widerspruchslösung
- Notwendigkeit von Aufklärung und individueller Entscheidung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Stephan Pilsinger (CSU) lehnt Widerspruchslösung in der Organspende ab
- Aussage, dass Schweigen nicht als Zustimmung gewertet werden darf
- Menschen können sich aus psychischen oder kognitiven Gründen oft nicht mit Organspende auseinandersetzen
- Fehlen eines wissenschaftlichen Nachweises für eine Erhöhung der Organspenden durch Widerspruchsregelung
- Fokus auf Aufklärung, Freiwilligkeit und individuelle Entscheidung
- Gegenentwurf von Pilsinger betont mehr Information und Aufklärung
- Uneindeutige Studienlage zur Widerspruchslösung
- 2014 Studie zeigt Anstieg der transplantierten Lebern und Nieren
- 2024 Studie besagt keine automatische Erhöhung der Organspenderzahlen
- Notwendigkeit von Aufklärungskampagnen und Berücksichtigung der Angehörigen
- Warnung in 2025 Studie vor möglichen Senkungen der Lebendspendenbereitschaft durch Widerspruchslösung
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Widerspruchslösung wird abgelehnt
- Keine Zustimmung beim Schweigen
- Menschen können sich aus psychischen oder kognitiven Gründen nicht entscheiden
- Falsche Ableitung von Spendebereitschaft
- Mangel an wissenschaftlichem Nachweis für mehr Organspenden
- Fokus auf Aufklärung, Freiwilligkeit und individuelle Entscheidungen
- Gegenentwurf betont Information und Aufklärung
- Uneindeutige Studienlage zur Widerspruchslösung
- Notwendigkeit von Aufklärungskampagnen
- Bedenken der Angehörigen müssen berücksichtigt werden
- Warnung vor gesunkener Bereitschaft zu Lebendspenden
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Stephan Pilsinger (CSU) zitiert, der sich gegen die Einführung einer Widerspruchslösung in der Organspende ausspricht und betont, dass der Staat Schweigen nicht als Zustimmung werten darf.
- CDU-Sozialflügel unterstützt Ost-Rentenrevolte - 31. Juli 2026
- Vollbrand einer Lkw-Zugmaschine auf A1 bei Schwelm - 30. Juli 2026
- Feuerwehr Gronau löscht Dachstuhlbrand in der Herzogstraße - 30. Juli 2026

