Digital unterwegs: Wie sich unsere Reisen dank smarter Technologien verändern

Digital unterwegs: Wie sich unsere Reisen dank smarter Technologien verändern

Wenn wir heute in einem neuen Land ankommen, läuft alles digital. Sobald wir aus dem Flugzeug aussteigen, verbinden wir uns mit dem WLAN des Flughafens oder schalten das Roaming ein. Wir checken in Apps, wann der nächste Bus kommt oder buchen uns im Handumdrehen ein Taxi. Selbst im Café um die Ecke zahlen wir kontaktlos und die Bordkarte haben wir sowieso auf dem Smartphone. All unsere Gewohnheiten haben sich von Grund auf verändert. Früher gehörten der Atlas, das Bargeld und der Reiseführer zu den elementaren Säulen des Reisens. Heute ist es ohne digitale Helfer kaum noch vorstellbar. Konkret bedeutet das, dass sich neben unserem Komfort auch unsere Erwartungen verändern und wir uns auf die verlassen, ohne einen Plan B einzupacken. Doch ist das eigentlich ein Problem?

Der Kontext des Reisens in der heutigen Zeit

Es gibt gute Gründe dafür, die Digitalisierung beim Reisen zu nutzen. Wir haben die Technologie schließlich zur Verfügung. Warum sollten wir also nicht gleich alles in einer App parat haben, Informationen in lesen und spontane Buchungen tätigen wollen? Es ist ein unglaublicher Komfort, ohne großen Plan ins Auto zu steigen und die Route gemäß aktueller Staudaten anzupassen. Gleichzeitig sind wir global vernetzt und können uns bei Freunden und Familie melden, wenn wir doch erst später als geplant ankommen oder falls wir die Pläne von Grund auf ändern. Das Reisen ist heute also deutlich flexibler, schneller und individueller. Wo der ein oder andere den “guten alten Zeiten” nachsinnt, sind andere maximal komfortabel unterwegs.

Die wichtigsten digitalen Tools auf unseren Reisen

Für einen ersten Überblick lohnt es sich, genau unter die Lupe zu nehmen, welche Fortschritte eigentlich wirklich helfen und welche eher Schnickschnack sind. In der Navigation nutzen wir Google Maps und andere Karten. Dazu kommen Updates zum Live-Verkehr und die Daten der öffentlichen Verkehrsmittel. Gerade Letztere sind besonders praktisch, denn wer sich in einer neuen Stadt befindet, kennt schließlich weder die genauen Routen der Straßenbahnen und Busse noch ihre Abfahrtszeiten. Wir kommunizieren via Whatsapp, Signal und E-Mail. Wir rufen einander per Video an und sprechen mit Menschen am anderen Ende der Welt, als säßen sie uns gegenüber. Brauchen wir spontan einen Flug oder ein Hotel, können wir auch kurzfristig planen und dann per Apple Pay oder Google Play bezahlen. All diese Tools können Gold wert sein, doch sie verlassen sich auch auf eine stabile Internetverbindung.

Das Internet als Schlüssel

Ohne Internetverbindung sind wir also schnell aufgeschmissen. Kaum jemand hat mehr eine physische Karte in der Hosentasche und manchmal reisen wir ganz ohne Bargeld. Fehlt uns das Internet, fehlen plötzlich Navigation, Kommunikation und Buchungen. Selbst unsere Buchungsbestätigungen können wir auf einmal nicht mehr abrufen, wenn wir sie nicht bereits heruntergeladen haben. Die Erwartung ist, jederzeit online zu sein, doch je nachdem, wohin wir reisen, ist das keine Selbstverständlichkeit. Gerade, sobald wir uns außerhalb der EU bewegen, ist jedes Land anders.

Die Herausforderungen der Vernetzung im Ausland

Immer wieder kommt es vor, dass Menschen, gerade bei kurzen Aufenthalten, die Roamingkosten unterschätzen, und anschließend auf hohen Kosten sitzenbleiben. Auch die Qualität des Netzes variiert stark und es kann kompliziert sein, überhaupt an eine lokale SIM zu gelangen. Auf der Suche nach einer SIM-Karte schleppt man sich vom einen Laden zum anderen, zahlt schnell zu viel und hat dann doch keine verlässliche Verbindung. Wer geschäftlich unterwegs ist, muss außerdem sicherstellen, dass die Verbindung sicher ist, weshalb öffentliche WLAN-Netze oft nicht infrage kommen. An dieser Stelle entstehen neue Lösungen.

Smarte Lösungen für mobiles Internet unterwegs

Die klassischen Optionen der Roaming-Pakete und lokalen SIM-Karten haben also ausgedient. Heute nutzen Vielreisende in der Regel eSIMs. Eine eSIM Schweiz Prepaid zum Beispiel ermöglicht es Besuchern aus , bei einer Reise in die Schweiz unkompliziert mobile Daten zu nutzen, ohne dabei ihre Rechnung aus den Augen zu verlieren. Die Nutzung erfolgt virtuell, sodass man weder in ein Fachgeschäft gehen noch die eigentliche SIM-Karte sicher verwahren muss. Außerdem ist sie bereits im Vorfeld bezahlt, sodass keine versteckten Kosten entstehen. Das Ganze wird online gebucht und ist innerhalb weniger Minuten aktiv. Wer mehr Daten braucht, bucht anschließend nach.

Wie sich das Nutzerverhalten verändert hat

So wird das spontane Reisen wieder flexibel. Man kann auf Anhieb sehen, ob das Restaurant, das man in Erwägung zieht, gute Bewertungen hat, ob ein Wellness-Hotel noch Zimmer verfügbar hat und welche Aktivitäten es in der Nähe gibt. Man plant innerhalb von Minuten und kann seine Reisen gleichzeitig auf den sozialen Medien teilen – in Echtzeit und ohne versteckte Kosten. Es wird also deutlich, dass die Technologie sowohl unsere Tools als auch unser Verhalten beeinflusst.

Sicherheit und Datenschutz unterwegs

Ob man nun geschäftlich unterwegs ist oder nicht, sollte man sich immer ein paar grundlegenden Sicherheitsrisiken bewusst sein. Wichtige Daten sollte man nie über öffentliche WLANs teilen, denn hier steigen die Risiken des Datendiebstahls dramatisch an. Wer sich schützen will, bucht am besten ein VPN und bevorzugt auch auf Reisen sichere Netzwerke. Gute Hotels sind dabei oft weniger riskant als das Café um die Ecke. Der generelle Trend geht heute in Richtung eines besseren Bewusstseins, und das ist gut und richtig so.

Digitale Helfer über das Smartphone hinaus

Neben Smartphones werden auch Wearables, also Smartwatches, immer beliebter. Ihre Nutzer tracken damit ihre Schritte und ihren , gleichen ihr gefühltes Wohlbefinden mit den Daten ab und erhalten Benachrichtigungen oft direkt an ihr Handgelenk. Sie steuern ihre und navigieren unterwegs, als wäre es völlig selbstverständlich, hochleistungsfähige Computer am Handgelenk zu tragen. Wir sind in einer Zeit angekommen, in der das tatsächlich so ist. Bei internationalen Reisen wird außerdem deutlich, dass eine Sprachbarriere kaum noch als echter Umstand wahrgenommen wird. Übersetzungs-Apps lassen sich in Echtzeit nutzen, sodass man auch am anderen Ende der Welt ohne Probleme mit einem Restaurantbesitzer oder einer freundlichen Person auf dem Nachbarsitz sprechen kann – zumindest, solange man über eine Internetverbindung verfügt. Reise-Apps bündeln all das inzwischen an einem Ort und machen die Funktionen dadurch umso zugänglicher.

Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Wenn es um Fortschritt geht, müssen wir uns allerdings auch mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen. Wir müssen verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umgehen und dürfen bei all den Möglichkeiten nicht aus den Augen verlieren, dass dabei auch der Energieverbrauch steigt. Natürlich sinkt die Anzahl der Tickets, die wir ausdrucken, da Buchungen inzwischen fast ausschließlich digital stattfinden, doch nur, wer das Thema ausgewogen betrachtet, kann sich seines eigenen ökologischen Fußabdrucks bewusst sein und entsprechende Entscheidungen treffen.

Die Grenzen der Digitalisierung

Die Digitalisierung ist etwas Beeindruckendes. Sie macht unsere Reisen zugänglicher und ermöglicht uns ein ganz neues Level an Flexibilität. Allerdings basieren alle mit ihr zusammenhängenden Funktionen auf einer fähigen Internetverbindung und wir dürfen es nicht verlernen, uns auch analog in der Welt zurechtzufinden. Denn letzten Endes kann schließlich auch mal der Akku leer sein. Außerdem kann es sinnvoll sein, das Handy hier und da auch ganz bewusst zur Seite zu legen. Besondere Momente entstehen nämlich vor allem in Begegnungen mit den Menschen vor Ort. Googelt man, welches Eiscafé das beste Dessert hat, anstatt einfach mal nachzufragen, entgeht einem vielleicht eine ganz besondere Empfehlung. Wer auch ohne Internet kann, ist deshalb klar im Vorteil.

Die Zukunft des Reisens

Wir können davon ausgehen, dass uns in der Zukunft noch weitere technologische Fortschritte bevorstehen. Vielleicht spazieren die Menschen in wenigen Jahren mit Virtual-Reality-Brillen durch die Straßen oder automatisieren diverse Reiseprozesse ganz von allein. Mit der künstlichen Intelligenz ist es außerdem möglich, die Reiseplanung auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen, ohne dabei lange recherchieren zu müssen. Fest steht, dass das Reisen schon jetzt von Grund auf anders ist. Flexibilität, Komfort und Sicherheit sind Faktoren, die für diesen Prozess sprechen und die sich auch in Zukunft noch weiter entwickeln könnten. Die Herausforderung besteht, wie so oft, darin, nicht das Wichtigste aus den Augen zu verlieren und gute Tools zu wählen. Digital zu reisen bedeutet heute vernetzt zu sein.

Bild: @ depositphotos.com / KostyaKlimenko

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Rolf Müller

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