Politik in Berlin: Entlastungsprämie für Arbeitnehmer
Berlin () – Die Bundesregierung will Arbeitnehmer mit der Entlastungsprämie deutlich stärker entlasten als bisher geplant.
So will die schwarz-rote Koalition die ursprünglich für dieses Jahr angebotene 1.000-Euro-Entlastungsprämie bis zum 30. Juni 2027 verlängern. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) rechnet dadurch mit einem Entlastungsvolumen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro, berichtet das „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf Informationen von Insidern. Dies gehe aus einem Entschließungsantrag der Regierungsfraktionen hervor, der am Mittwoch vom Deutschen Bundestag beschlossen werden soll.
Gegenüber dem ursprünglichen Beschluss sind die Kosten damit deutlich höher. Dies liege daran, dass deutlich mehr Unternehmen von der Möglichkeit Gebrauch machen, je länger sie die Maßnahme nutzen können, hieß es. Union und SPD hatten im Koalitionsausschuss am 12. April die Entlastungsprämie beschlossen. Sie wollten damit Arbeitgebern ermöglichen, im Jahr 2026 freiwillig eine steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro an ihre Mitarbeiter zu zahlen. Die anfallenden Kosten sollen die Unternehmen als Betriebskosten von der Steuer absetzen können. Zur Gegenfinanzierung der steuerlichen Mindereinnahmen will die Bundesregierung die Tabaksteuer schon im Jahr 2026 erhöhen. Die Erhöhung war ursprünglich für später vorgesehen.
Nach dem Beschluss des Koalitionsausschusses hatte es einen Proteststurm unter anderem von den Arbeitgebern gegeben, weil Firmen die Kosten tragen müssten, viele diese wegen der Wirtschaftskrise aber nicht schultern könnten. Zudem sei der Zeitraum für die Prämie knapp bemessen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte daraufhin vergangene Woche gesagt, dass die Prämie nur ein Angebot sei, sie auch nur teilweise sowie möglicherweise auch noch im Jahr 2027 ausgezahlt werden könnte. Darauf haben sich Union und SPD nun final geeinigt.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Lars Klingbeil, Friedrich Merz
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesregierung, schwarz-rote Koalition, Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), Handelsblatt, Deutscher Bundestag, Union, SPD, Koalitionsausschuss, Friedrich Merz (CDU)
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand am 12. April 2023 statt, als der Koalitionsausschuss die Entlastungsprämie beschloss.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Deutschland.
Worum geht es in einem Satz?
Die Bundesregierung verlängert die Entlastungsprämie von 1.000 Euro bis zum 30. Juni 2027 und plant dafür eine Steuererhöhung auf Tabak, um ein Entlastungsvolumen von 2,8 Milliarden Euro zu erreichen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Beschluss des Koalitionsausschusses am 12. April
- Zustimmung von Union und SPD zur Entlastungsprämie
- Voraussichtliche Kostensteigerung durch längere Nutzung
- Proteste von Arbeitgebern gegen finanzielle Belastungen
- Wirtschaftskrise und deren Auswirkungen auf Unternehmen
- Ursprünglich geplanter Zeitraum für die Prämie als zu kurz empfunden
- Bundeskanzler Merz hebt an, dass die Prämie optional ist
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bundesregierung plant Verlängerung der Entlastungsprämie bis 30. Juni 2027
- Erhöhung des Entlastungsvolumens auf 2,8 Milliarden Euro
- Entschließungsantrag der Regierungsfraktionen wird im Bundestag beschlossen
- Höhere Kosten durch mehr Unternehmen, die die Maßnahme in Anspruch nehmen
- Arbeitgeber können die Prämie steuerfrei an Mitarbeiter zahlen
- Gegenfinanzierung soll durch Erhöhung der Tabaksteuer im Jahr 2026 erfolgen
- Protest von Arbeitgebern wegen finanzieller Belastung und kurzem Zeitraum für die Prämie
- Bundeskanzler Merz äußert, dass die Prämie nur ein Angebot ist, mögliche Auszahlung auch 2027
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Verlängerung der Entlastungsprämie bis zum 30. Juni 2027
- Entlastungsvolumen von 2,8 Milliarden Euro
- Höhere Kosten aufgrund steigender Unternehmensnutzung
- Arbeitgeber können steuer- und abgabenfreie Prämie zahlen
- Unternehmen können Kosten als Betriebskosten absetzen
- Erhöhung der Tabaksteuer zur Gegenfinanzierung
- Protest von Arbeitgebern wegen der Kosten
- Möglichkeit der nur teilweisen Auszahlung der Prämie
- Prämie könnte auch 2027 ausgezahlt werden
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zitiert, der sagte, dass die Prämie nur ein Angebot sei und möglicherweise auch nur teilweise sowie noch im Jahr 2027 ausgezahlt werden könnte.
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