Zwischenbilanz der Bundestagspräsidentin in Berlin
Berlin () – Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat ein Jahr nach ihrem Amtsantritt eine positive Zwischenbilanz gezogen.
„Wir haben die größte Geschäftsordnungsreform seit über 40 Jahren erarbeitet. Sie hat zu einer merklichen Beruhigung geführt“, sagte Klöckner der „Rheinischen Post“. „Abgeordnete überlegen es sich genau, ob sie bis zu 4.000 Euro Strafe riskieren. Die meisten Ordnungsrufe gehen bisher auf das Konto der AfD, gefolgt von der Linken“, so Klöckner.
Zu ihrem eigenen Stil in der Sitzungsleitung sagte sie: „Bevor ich persönlich aber einen Ordnungsruf erteile, ermahne ich, bitte um Ruhe, weise in Schranken, wenn verbal Grenzen überschritten oder Symbole unerlaubterweise gezeigt werden. Das nimmt oft bereits Schärfe aus der Debatte.“ Auf die Frage, ob sie wegen Polarisierungen bei der Durchsetzung von Etikette-Regeln im Parlament etwas zurückzunehmen habe, entgegnete Klöckner: „Nein, warum? Wer gegen die vereinbarten Regeln verstößt, wird darauf hingewiesen, muss die Konsequenzen tragen. Der Ton war am Anfang sehr rau, das ist besser geworden.“
Die Verwendung von Ausschnitten der Plenardebatten durch Abgeordnete in sozialen Netzwerken hat nach Ansicht der Bundestagspräsidentin Folgen. „Ja, da hat sich etwas verändert. Debattenausschnitte werden zum Teil auch verfälscht wiedergegeben. Zensieren können wir da ja nicht“, sagte Klöckner. „Mir ist wichtig: Als Bundestag müssen wir deshalb auch auf den digitalen Kanälen zu finden sein. Um Debatten in ihrer Breite wiederzugeben, Hintergründe zu erklären. Wir sind sozusagen das Original, unverfälscht – analog und digital“, sagte die CDU-Politikerin.
Zur Ausschreibung einer Referentenstelle für die Betreuung des geplanten Tiktok-Kanals sagte Klöckner: „Ich sehe die Plattform Tiktok nicht unkritisch. Aber solange es diese digitale Theke gibt und sie geöffnet ist, müssen wir da auch präsent sein.“ Über 20 Millionen Menschen in Deutschland hätten bei Tiktok einen Account, gerade für junge Nutzer sei es die primäre und oft auch einzige Informationsquelle. „Das können wir doch nicht ignorieren, zumal immer mehr junge Menschen die Ränder wählen. Gute digitale Kommunikation macht man aber nicht einfach so aus dem Handgelenk, daher die Stelle“, sagte Klöckner.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Julia Klöckner am 25.03.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen der Personen im Artikel sind: Julia Klöckner.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind: Bundestagspräsidentin, CDU, AfD, Die Linke, Bundestag, Tiktok.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand am 25. März 2026 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner zieht ein positives Fazit nach einem Jahr im Amt, betont die Erfolge der Geschäftsordnungsreform und die Notwendigkeit einer aktiven digitalen Präsenz des Bundestags, insbesondere auf Plattformen wie TikTok, um junge Wähler zu erreichen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Amtsantritt von Julia Klöckner als Bundestagspräsidentin
- Notwendigkeit einer Geschäftsordnungsreform
- Zunahme von Ordnungsrufen im Bundestag
- Polarisierung und rauer Ton in Debatten
- Einfluss von sozialen Medien auf die Wahrnehmung der Debatten
- Wachsende Nutzung von TikTok unter jungen Menschen
- Bedarf an aktueller digitaler Kommunikation des Bundestags
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Julia Klöckner zieht positive Bilanz nach einem Jahr im Amt
- Geschäftsordnungsreform seit über 40 Jahren führt zu Beruhigung im Parlament
- Strafen bis zu 4.000 Euro werden angesprochen, viele Ordnungsrufe betreffen AfD und Linke
- Klöckner ermahnt vor Ordnungsrufen zur Aufrechterhaltung der Etikette
- Ton im Parlament hat sich verbessert, keine Rücknahme der Etikette-Regeln vorgesehen
- Veränderungen in der Darstellung von Debattenausschnitten in sozialen Netzwerken
- Klöckner betont die Wichtigkeit der digitalen Präsenz des Bundestags
- Tiktok wird kritisch gesehen, jedoch als notwendige Informationsquelle für junge Menschen anerkannt
- Referentenstelle für Tiktok-Kanal wird ausgeschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Positive Zwischenbilanz nach einem Jahr im Amt
- Größte Geschäftsordnungsreform seit über 40 Jahren erarbeitet
- Merkliche Beruhigung der Debatten
- Abgeordnete überlegen Strafen von bis zu 4.000 Euro
- Mehrheit der Ordnungsrufe betreffen die AfD und die Linke
- Ermahnung und Bitte um Ruhe vor Ordnungsrufen
- Verbesserung des Tons in Debatten
- Veränderung in der Wahrnehmung von Debattenausschnitten in sozialen Netzwerken
- Verfälschung von Debattenausschnitten
- Notwendigkeit, auf digitalen Kanälen präsent zu sein
- Wichtigkeit der repräsentativen Kommunikation auf Plattformen wie TikTok
- Ausschreibung einer Referentenstelle für digitalen Auftritt
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner zitiert. Sie zieht eine positive Zwischenbilanz und äußert sich zu Themen wie Ordnungsrufen im Parlament und der Nutzung von sozialen Netzwerken für politische Debatten.
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