Weselsky mischt sich wieder ein: Mehr Aufmerksamkeit für die GDL
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Diskussion um Gewerkschaften und Arbeitszeit in Berlin
Berlin () – Eineinhalb Jahre nach Beginn seines Ruhestands hat der ehemalige GDL-Chef Claus Weselsky die gesunkene Medienpräsenz der Lokführergewerkschaft bemängelt. „Die GDL findet nun weniger statt, es wird keine einzelne Person mehr vermarktet, sondern das Team“, sagte Weselsky dem „Stern“. „Ich glaube, anders wäre es besser.“
Bei der letzten Verhandlungsrunde zwischen Bahn und GDL, die Ende Februar mit einer Einigung und ohne Streiks endete, habe sein Nachfolger Mario Reiß zwar ein „tolles Ergebnis“ eingefahren. Gleichwohl habe die Gewerkschaft seiner Meinung nach in den Medien zu wenig stattgefunden: „Früher stand da überall Weselsky. Es muss nicht überall Reiß stehen, aber die GDL muss stärker in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. In Sachen Selbstvermarktung ist die GDL gerade nicht da, wo ich es mir wünsche.“
Auch die aktuellen politischen Debatten um die Arbeitszeit kritisierte Weselsky, der die GDL von 2008 bis 2024 führte und bekannt war für seine Streitlust. Kurz vor seinem Ruhestand erkämpfte er die schrittweise Einführung der 35-Stunden-Woche. Mit Blick darauf beklagte er: „Jetzt schwafeln ja alle nur über noch mehr arbeiten.“ Laut Bundeskanzler Merz seien „ja alle Menschen in Teilzeit faul“, so Weselsky. „Ich finde die Aussage von Herrn Merz unterirdisch, völlig neben der Kappe.“
Wie der Bundeskanzler ist auch der ehemalige Gewerkschaftschef Mitglied der CDU. Trotz seines Einsatzes für kürzere Arbeitszeiten arbeitet Weselsky sogar im Ruhestand noch an drei Tagen in der Woche, er ist Vorstandsmitglied einer von GDL-Mitgliedern gegründeten Genossenschaft und stellvertretender Bundesvorsitzender beim Deutschen Beamtenbund. „So habe ich das Gefühl, noch gebraucht zu werden“, sagte er.
In der restlichen Zeit mache er unter anderem Yoga, einmal die Woche gehe er zu einer Lehrerin. „Außerdem darf ich die Enkel bespaßen. Und ihnen was beibringen, damit sie auch lebenstauglich sind“, so Weselsky. Denn: „Ich stelle fest, dass die jüngere Generation eher eine Generation von Weicheiern ist.“
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
GDL, Stern, CSU, CDU, Deutscher Beamtenbund
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Datum oder der Zeitraum des beschriebenen Ereignisses ist: Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Der Ort, an dem das beschriebene Ereignis stattfindet, ist Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Claus Weselsky bemängelt die gesunkene Medienpräsenz der GDL seit seinem Ruhestand, plädiert für eine stärkere Wahrnehmung der Gewerkschaft und kritisiert die aktuelle Debatte um Arbeitszeiten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Rückgang der Medienpräsenz der GDL
Mangelnde Sichtbarkeit von Führungspersonen
Positives Ergebnis bei Verhandlungen, aber geringe öffentliche Wahrnehmung
Kritik an politischen Debatten zur Arbeitszeit
Aussagen des Bundeskanzlers über Teilzeitbeschäftigte
Claus Weselsky bemängelt gesunkene Medienpräsenz der GDL
GDL wird weniger wahrgenommen, Fokus auf Team statt Einzelperson
Weselsky kritisiert aktuelle politische Debatten um Arbeitszeit
Negatives Statement von Bundeskanzler Merz über Teilzeit
Weselsky arbeitet im Ruhestand drei Tage die Woche
Er engagiert sich in Genossenschaft und beim Deutschen Beamtenbund
Freizeitaktivitäten: Yoga und Zeit mit Enkeln
Welche Konsequenzen werden genannt?
Gesunkene Medienpräsenz der GDL
Weniger öffentliche Wahrnehmung der GDL
Fehlende Selbstvermarktung der Gewerkschaft
Kritik an politischen Debatten zur Arbeitszeit
Unzufriedenheit mit Aussagen zur Teilzeitarbeit
Fortdauernde Berufstätigkeit im Ruhestand
Engagement in Genossenschaften und Verbänden
Aktive Freizeitgestaltung mit Yoga und Enkelkindern
Wahrnehmung der jüngeren Generation als weniger belastbar
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert: Claus Weselsky äußert sich kritisch zur Medienpräsenz der GDL und der aktuellen politischen Debatte um Arbeitszeiten.