Studie: Wieder mehr Frauen an Spitze mittelständischer Unternehmen

Wirtschaft: Frauen in Führung in Deutschland

() – An der Spitze mittelständischer in Deutschland sind wieder etwas mehr anzutreffen. Das ergab eine Untersuchung der KfW.

Von den rund 3,87 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen hierzulande wurden demnach im Jahr 2025 rund 16 Prozent oder 621.000 von einer Frau geführt. Ein Jahr zuvor hatte die Quote mit 14,3 Prozent auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 2003 gelegen, das Hoch wurde 2022 mit 19,7 Prozent erreicht.

Dem leichten Aufwärtstrend an der Spitze der Unternehmen entgegen steht die Entwicklung mit Blick auf alle weiblichen Führungskräfte über jegliche Hierarchieebenen hinweg. Dazu zählen Team-, Abteilungs- oder Bereichsleitung genau wie Geschäftsführung, Vorstand oder Inhaberschaft. Im vergangenen Jahr waren 34,3 Prozent dieser Managementpositionen weiblich besetzt, ein Jahr zuvor waren es noch 35,6 Prozent, 2023 sogar noch 40,0 Prozent.

„Nach wie vor sind Frauen in Führungspositionen im Mittelstand deutlich unterrepräsentiert“, sagte Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW. „Die wirtschaftliche Bedeutung der frauengeführten Mittelständler ist nicht zu unterschätzen, bewegt sich seit vielen Jahren allerdings seitwärts und nimmt in der Gesamtsicht nicht zu.“ Frauengeführte Mittelständler beschäftigen hierzulande rund 3,3 Millionen (zehn Prozent der Erwerbstätigen im Mittelstand) und erzielen insgesamt 435 Milliarden Euro Umsatz (etwa acht Prozent der Gesamtumsätze des Mittelstands).

Frauen führen in Deutschland vor allem Dienstleistungsunternehmen. 88 Prozent aller Unternehmen mit einer Chefin kommen aus diesem Wirtschaftssegment. Vor allem im Gastgewerbe, Teilen des stationären Einzelhandels, im Tourismus und bei den körpernahen Dienstleistungen sind Frauen als Chefinnen stark vertreten.

Zudem führen Frauen häufig sehr kleine Unternehmen: Insgesamt 84 Prozent – oder 514.000 – der frauengeführten Unternehmen sind Kleinstunternehmen mit weniger als fünf Beschäftigten. Auf größere Unternehmen ab 50 Mitarbeitenden entfallen nur rund 6.000 Chefinnen; nur ein Prozent der frauengeführten Mittelständler gehören also dieser Unternehmensgruppe an.

Im Durchschnitt beschäftigte ein frauengeführtes Unternehmen im Jahr 2025 etwa 7,2 Personen, inklusive Inhaber. Männergeführte Unternehmen waren mit durchschnittlich zehn Mitarbeitern um etwa 39 Prozent größer. Betrachtet man den Umsatz, so lag dieser bei männergeführten Unternehmen im Median bei 288.000 Euro und damit um 23 Prozent höher als bei frauengeführten Unternehmen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Geschäftsfrauen mit (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Im Artikel kommen keine vollständigen Namen von Personen vor. Daher kann keine Liste von Namen erstellt werden.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

KfW, Dirk Schumacher

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand im Jahr 2025 statt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Frankfurt am Main

Worum geht es in einem Satz?

Eine Untersuchung der KfW zeigt, dass der Anteil von Frauen in der Führung mittelständischer Unternehmen in Deutschland im Jahr 2025 auf 16 Prozent gestiegen ist, während die Frauenquote in allen Managementpositionen jedoch gesunken ist und weiterhin eine deutliche Unterrepräsentation besteht.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Untersuchung der KfW
  • Steigende Anzahl weiblicher Führungskräfte in mittelständischen Unternehmen
  • Rückgang der Frauenquote im vorherigen Jahr
  • Höchster Anteil weiblicher Führungskräfte im Jahr 2022
  • Mangelnde Repräsentation von Frauen in Führungspositionen
  • Fokus auf Dienstleistungsunternehmen bei frauengeführten Firmen
  • Hohe Anzahl von Kleinstunternehmen unter weiblicher Führung
  • Größere Unternehmensgröße und höhere Umsätze bei männergeführten Unternehmen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Steigende Anzahl an frauengeführten Unternehmen im Mittelstand
  • Unterrepräsentation von Frauen in höheren Managementpositionen
  • Es gibt einen leichten Anstieg der Frauenquote an der Unternehmensspitze
  • Stagnation der wirtschaftlichen Bedeutung frauengeführter Unternehmen
  • Frauengeführte Unternehmen beschäftigen 10 % der Erwerbstätigen im Mittelstand
  • Umsatz von frauengeführten Unternehmen macht nur 8 % des Gesamtumsatzes im Mittelstand aus
  • Überwiegende Anzahl der frauengeführten Unternehmen sind Kleinstunternehmen
  • Geringe Anzahl an Frauen in größeren Unternehmen
  • Männergeführte Unternehmen sind im Durchschnitt größer und erzielen höheren Umsatz

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert: Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW, sagt, dass Frauen in Führungspositionen im Mittelstand deutlich unterrepräsentiert sind und die wirtschaftliche Bedeutung der frauengeführten Mittelständler nicht zu unterschätzen ist.

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