OLG: Fluggäste haben bei Corona-Ausfall Anspruch auf spätere Beförderung

Rechtsprechung zu Flugreisen in Düsseldorf

() – Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat entschieden, dass Fluggesellschaften Passagiere auch Jahre nach einer pandemiebedingten Annullierung noch zu einem späteren Zeitpunkt befördern müssen. Das teilte das Gericht am Mittwoch mit.

Demnach besteht der Anspruch auf eine Ersatzbeförderung innerhalb der regulären dreijährigen Verjährungsfrist, auch wenn die Fluggäste diese nicht unmittelbar nach dem Ausfall des Fluges einfordern.‘

Im konkreten Fall hatte der Ehemann einer Klägerin Ende 2019 und Anfang 2020 mehrere Flüge für seine gebucht, die wegen der -Pandemie nicht stattfanden. Im Februar 2023 forderte er die zur Erstattung oder Reaktivierung der Tickets auf.

Die Airline lehnte dies ab und verwies auf eine eigene Zweijahresfrist für die Gültigkeit der Tickets.‘

Das Landgericht Düsseldorf hatte der Klage bereits im Oktober 2024 stattgegeben, was der 18. Zivilsenat des Oberlandesgerichts nun bestätigte. Das Gericht berief sich auf die EU-Fluggastrechteverordnung, die bei Annullierung ein Wahlrecht zwischen Erstattung, frühstmöglicher oder späterer Ersatzbeförderung vorsieht.

Vereinbarungen in Beförderungsbedingungen, die dieses zeitlich einschränken, seien unwirksam. Die Revision wurde nicht zugelassen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Flugpassagiere während der Coronakrise (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Im Artikel werden keine vollständigen Namen von Personen genannt.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Oberlandesgericht Düsseldorf, Landgericht Düsseldorf, EU-Fluggastrechteverordnung

Wann ist das Ereignis passiert?

Das spezifische Datum oder der Zeitraum für das beschriebene Ereignis ist: Februar 2023 (als die Klage eingereicht wurde) und Oktober 2024 (als das Landgericht der Klage stattgab).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Düsseldorf

Worum geht es in einem Satz?

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat entschieden, dass Fluggesellschaften Passagiere auch Jahre nach einer pandemiebedingten Flugannullierung noch befördern müssen, da der Anspruch innerhalb der dreijährigen Verjährungsfrist besteht und vertragliche Einschränkungen unwirksam sind.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Annullierung von Flügen aufgrund der Corona-Pandemie
  • Buchungen von Flügen Ende 2019 und Anfang 2020
  • Forderung nach Erstattung oder Reaktivierung der Tickets im Februar 2023
  • Ablehnung der Airline wegen eigener Frist für Ticketgültigkeit
  • Bezugnahme auf EU-Fluggastrechteverordnung durch das Gericht
  • Gültigkeit von Beförderungsbedingungen, die Rechte der Passagiere einschränken

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Ansprüche auf Ersatzbeförderung bestehen innerhalb der dreijährigen Verjährungsfrist
  • Fluggesellschaften sind verpflichtet, auch nach Jahren Passagiere zu befördern
  • Unwirksamkeit zeitlicher Einschränkungen in den Beförderungsbedingungen
  • Bestätigung des Urteils des Landgerichts Düsseldorf
  • Keine Zulassung der Revision

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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