Ex-Verfassungsschutzchef: Geheimdienst soll auch Kinder beobachten

Sicherheitspolitik in Deutschland: Kinderüberwachung im Fokus

() – Im Kampf gegen Terrorismus fordert der frühere Leiter des Brandenburger Verfassungsschutzes, Jörg Müller, dass der notfalls überwachen muss. „Die Sicherheitsbehörden brauchen die Fähigkeit, auch Akteure zu beobachten, die noch keine 14 Jahre alt sind, wenn sie schwerste Straftaten begehen oder Terrorismus planen“, sagte Müller dem „Stern“ und RTL. „Dazu gehört, dass die gesetzlichen Befugnisse geändert werden.“

Dies sagte er vor dem Hintergrund des anstehenden Prozesses gegen acht Jugendliche und junge Erwachsene wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft in oder Unterstützung der rechtsextremen terroristischen Vereinigung „Letzte Verteidigungswelle“.

Bei sehr jungen Extremisten habe der Verfassungsschutz laut Müller bisher Schwierigkeiten, Erkenntnisse zu gewinnen. Die Regelungen seien so, „dass man von unter 14-Jährigen gar nicht verarbeiten und speichern darf“, sagte er. Wenn 12-Jährige in einer Chatgruppe über den Rassenkrieg diskutierten, seien Verfassungsschutz und nicht dabei. „Dabei ist das ja die Vorstufe, bevor dann zur Tat geschritten wird.“

„Wenn man von Polizei und Verfassungsschutz erwartet, dass sie nicht nur Feuerwehr sind und den Brand löschen, sondern dass sie vorher versuchen, den Brand zu verhindern, dann muss man ihnen auch die Mittel an die Hand geben“, sagte Müller.

Aktivitäten der „Letzten Verteidigungswelle“ waren im April 2024 durch Recherchen von „Stern“ und RTL bekannt geworden. Anfang Dezember 2025 erhob der Generalbundesanwalt Anklage gegen einige Mitglieder, unter anderem wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, versuchten Mordes und Verabredung zum Mord.

Jörg Müller war von 2020 bis 2025 Chef des brandenburgischen Verfassungsschutzes. Im Mai 2025 wurde er in den einstweiligen Ruhestand versetzt, es soll einen Konflikt zwischen ihm und der damaligen Innenministerin Katrin Lange (SPD) über die Einstufung der AfD gegeben haben. Lange geriet nach Müllers Absetzung in die Kritik, wenig später trat sie zurück.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeskriminalamt (BKA) und Bundesamt für Verfassungsschutz (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundeskriminalamt (BKA), Bundesamt für Verfassungsschutz, Brandenburger Verfassungsschutz, Stern, RTL, Letzte Verteidigungswelle, Generalbundesanwalt, AfD, SPD

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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:

Berlin, Brandenburg.

Worum geht es in einem Satz?

Der frühere Leiter des Brandenburger Verfassungsschutzes, Jörg Müller, fordert eine Änderung der Gesetze zur Überwachung von Kindern unter 14 Jahren, um frühzeitig extremistische Aktivitäten im Kampf gegen den Terrorismus zu erkennen, insbesondere vor dem Hintergrund eines Prozesses gegen Jugendliche der rechtsextremen Gruppe "Letzte Verteidigungswelle".

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Anklage gegen Jugendliche wegen Mitgliedschaft in terroristischer Vereinigung
  • Aktivitäten der "Letzten Verteidigungswelle" bekannt geworden
  • Schwierigkeiten des Verfassungsschutzes bei der Beobachtung junger Extremisten
  • Gesetzliche Regeln zur Datenspeicherung für unter 14-Jährige
  • Forderung nach erweiterten Befugnissen für Sicherheitsbehörden
  • Frühere Diskussionen über Extremismus und Radikalisierung in Jugendgruppen
  • Konflikt zwischen Jörg Müller und Innenministerin über Einstufung der AfD

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Jörg Müller fordert Überwachung von Kindern durch Geheimdienste bei schwersten Straftaten oder Terrorismusplanung
  • Gerichtlicher Prozess gegen Jugendliche und junge Erwachsene wegen Mitgliedschaft in rechtsextremer gruppe "Letzte Verteidigungswelle" steht an
  • Schwierigkeiten des Verfassungsschutzes bei Erkenntnissen über sehr junge Extremisten
  • Daten von unter 14-Jährigen dürfen laut aktuellen Regelungen nicht verarbeitet werden
  • Müller betont Notwendigkeit, Sicherheitsbehörden präventive Maßnahmen zu ermöglichen
  • Aktivitäten der "Letzten Verteidigungswelle" wurden durch Recherchen von "Stern" und RTL bekannt
  • Generalbundesanwalt erhebt Anklage gegen Mitglieder der Gruppe im Dezember 2025
  • Jörg Müller war von 2020 bis 2025 Chef des brandenburgischen Verfassungsschutzes
  • Konflikt zwischen Müller und Innenministerin Katrin Lange führte zu seiner Absetzung und anschließender Kritik an Lange

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Forderung nach Überwachung von Kindern durch Geheimdienste
  • Notwendigkeit gesetzlicher Änderungen zur Erfassung von Daten unter 14-Jährigen
  • Schwierigkeiten des Verfassungsschutzes bei der Beobachtung junger Extremisten
  • Vorschlag, Polizei und Verfassungsschutz proaktiv handeln zu lassen
  • Anklageerhebung gegen Mitglieder der "Letzten Verteidigungswelle"
  • Jörg Müllers Versetzung in den Ruhestand aufgrund interner Konflikte
  • Kritik an Innenministerin Katrin Lange nach Müllers Absetzung
  • Rücktritt von Katrin Lange nach der Kritik

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Jörg Müller, dem ehemaligen Leiter des Brandenburger Verfassungsschutzes, zitiert. Er fordert, dass der Geheimdienst auch Kinder überwachen muss, um gefährliche Aktivitäten frühzeitig zu erkennen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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