Schnitzer kritisiert Unions-Vorschlag für Steuerentlastungen
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Wirtschaftliche Entlastungsvorschläge in Deutschland
Berlin () – Wirtschaftsweisen-Chefin Monika Schnitzer hat den Vorschlag der Union zur Entlastung der Steuerzahler mit mittleren Einkommen als teuer und wenig sinnvoll kritisiert.
„Eine spürbare Entlastung über die Einkommensteuer zu erreichen, wird schnell sehr teuer“, sagte Schnitzer der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe). Allein der Vorschlag der Union zur Anhebung der Grenze für den Spitzensteuersatz könne einen zweistelligen Milliardenbetrag im Jahr kosten. „Der Vorschlag entlastet eine Normalverdiener-Familie um gerade einmal 13 Euro im Monat“, sagte die Vorsitzende des Wirtschafts-Sachverständigenrats der Bundesregierung.
Denn auf der anderen Seite seien die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung stark gestiegen. Die vorgeschlagene Steuerentlastung „entspricht ziemlich genau der Mehrbelastung, die dieselbe Familie durch die gestiegenen Zusatzbeiträge bei der Krankenversicherung am Anfang des Jahres zu zahlen hat“, sagte Schnitzer. „Und die Beiträge werden absehbar weiter steigen. Es wäre daher viel sinnvoller, diese zusätzliche Belastung durch Reformen bei den Sozialversicherungen abzuwenden, indem die Systeme effizienter gemacht werden, etwa durch eine konsequente Umsetzung der Krankenhausreform“, so die Münchner Ökonomin.
Die Koalition habe steuerliche Entlastungen im Koalitionsvertrag angekündigt und treffe damit einen Nerv bei der Bevölkerung, gerade auch angesichts der steigenden Belastung durch Sozialversicherungsbeiträge. „Diese Diskussion führt man allerdings vor dem Hintergrund großer Haushaltslöcher in den nächsten Jahren. Diese Löcher sind auch deshalb entstanden, weil die Bundesregierung erstmal viel Geld für Einzelinteressen ausgegeben hat – Stichworte sind die Anhebung der Mütterrente oder die Senkung der Gastro-Mehrwertsteuer“, fügte Schnitzer hinzu.
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Wirtschafts-Sachverständigenrat, Union, Rheinische Post, Koalition, Bundesregierung.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, München.
Worum geht es in einem Satz?
Monika Schnitzer, die Chefin der Wirtschaftsweisen, kritisiert den Vorschlag der Union zur Steuerentlastung für mittlere Einkommen als teuer und ineffektiv, da er lediglich geringfügige Ersparnisse bringt, während die Belastungen durch steigende Sozialversicherungsbeiträge zunehmen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Kritik an Vorschlag der Union zur Steuerentlastung
Hohe Kosten für Anhebung der Spitzensteuergrenze
Geringer Nutzen für Normalverdiener-Familien
Steigende Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung
Zusätzliche Belastung durch gestiegene Zusatzbeiträge
Notwendigkeit von Reformen bei Sozialversicherungen
Haushaltslöcher aufgrund früherer Ausgaben für Einzelinteressen
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Wirtschaftsweisen-Chefin Monika Schnitzer zitiert, die den Vorschlag der Union zur Entlastung der Steuerzahler als teuer und wenig sinnvoll kritisiert.