FCAS: Luftfahrtindustrie will zwei Eurofighter-Nachfolger
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Verteidigungspolitik: FCAS-Kampfjetprojekt im Fokus
Berlin () – Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) und die IG Metall fordern, beim deutsch-französisch-spanischen Kampfjetprojekt FCAS die Entwicklung eines gemeinsamen bemannten Flugzeugs aufzugeben.
„Wir brauchen jetzt ein Bekenntnis zu zwei Flugzeugen innerhalb von FCAS – aus Verantwortung gegenüber der Sicherheit Europas, gegenüber den Beschäftigten und gegenüber der Idee eines selbstbestimmten, handlungsfähigen Europas“, schreiben BDLI-Hauptgeschäftsführerin Marie-Christine von Hahn und der Zweite Vorsitzende der Gewerkschaft, Jürgen Kerner, in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“.
Mit FCAS soll ein Verbund aus bemannten Kampfflugzeugen, Begleitdrohnen und neuartigen Kommunikationssystemen entstehen. Allerdings gibt es ein Zerwürfnis, für das von Hahn und Kerner dem französische Flugzeugbauer Dassault Vorwürfe machen. „Diese rigorose Haltung ist nicht mehr als Führungsanspruch unter gleichberechtigten Partnern zu verstehen – sie ist vielmehr eine Aufforderung an uns zur industriellen Selbstaufgabe. Pardon, aber das geht gar nicht“, schreiben sie. Kooperation lebe von Augenhöhe, nicht von Unterordnung.
Von Hahn und Kerner werben dafür, bei Antrieb, unbemannten Systemen, Vernetzung und Sensorik, wo bereits Fortschritte erzielt worden seien, weiter zusammenzuarbeiten, aber bei der Entwicklung des bemannten Kampfjets eigene Wege zu gehen. Deutschland verfüge über eine langjährige und umfassende Expertise im Flugzeugbau. „In der Kombination mit einem robust ausgestatteten Bundeshaushalt sind wir in der Lage, selbstbewusst zu investieren und damit industriepolitisch mutige Wege zu beschreiten: Wir schließen uns nicht länger einem multinationalen Vorhaben an, sondern setzen ein eigenes Programm auf und suchen anschließend nach Partnern, die sich beteiligen möchten“, schlagen von Hahn und Kerner vor. Verantwortung für die Sicherheit Europas zu übernehmen, heiße auch, „aus einer Position industrieller Stärke heraus zu führen“.
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), IG Metall, FCAS, Dassault, Handelsblatt
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Deutschland.
Worum geht es in einem Satz?
Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie und die IG Metall fordern, das gemeinsame bemannte Flugzeug im deutsch-französisch-spanischen FCAS-Kampfjetprojekt aufzugeben und stattdessen eigene Entwicklungen voranzutreiben, um die Sicherheit Europas aus einer Position industrieller Stärke zu gewährleisten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Forderung des BDLI und IG Metall zur Aufgabung des gemeinsamen bemannten Flugzeugs im FCAS
Diskussion über Sicherheit Europas und Verantwortung gegenüber Beschäftigten
Zerwürfnis aufgrund von Vorwürfen gegen den französischen Flugzeugbauer Dassault
Kritik an der ungleichen Partnerschaftsstruktur im Projekt
Plädoyer für Eigenständigkeit beim bemannten Kampfjet
Betonung der deutschen Expertise im Flugzeugbau und der Notwendigkeit zu selbstbewussten Investitionen
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. BDLI-Hauptgeschäftsführerin Marie-Christine von Hahn und der Zweite Vorsitzende der Gewerkschaft Jürgen Kerner kritisieren die Haltung des französischen Flugzeugbauers Dassault und fordern ein Bekenntnis zu zwei Flugzeugen innerhalb des FCAS-Projekts.