FCAS: Airbus will an Entwicklung von Kampfjet festhalten

FCAS: Airbus will an Entwicklung von Kampfjet festhalten

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Verteidigungspolitik: Zukunft des FCAS in Frage

München () – Michael Schöllhorn, Chef des Rüstungskonzerns Airbus Defence and Space, spricht sich für die Entwicklung eines neuen deutschen Kampfjets aus, sollte es keine Einigung mit Frankreich über das europäische Projekt FCAS (Future Combat Air System) geben.

„Ich glaube nicht, dass FCAS vor dem Scheitern steht“, sagte Schöllhorn dem „Spiegel“. Das System bestehe nicht nur aus dem Kampfjet, sondern habe sieben Pfeiler, dazu gehörten unbemannte Flugkörper und die sogenannte Combat Cloud – eine Software, die alle Teile des Kampfsystems digital miteinander vernetzt. „Im Moment funktioniert die Kooperation nur bei einem Pfeiler nicht“, sagte Schöllhorn. Deshalb müsse man auch über Alternativen zu einem gemeinsamen Flugzeug nachdenken.

„Wir brauchen ein FCAS inklusive eines bemannten Flugzeugs in der sechsten Generation“, sagte der Manager. „Und wenn es nicht mit Dassault passieren sollte, dann muss es in einer anderen europäischen Kooperation passieren.“

Deutschland und Frankreich streiten seit Monaten über die Zukunft von FCAS. Der französische Rüstungskonzern Dassault nimmt für sich eine Führungsrolle bei der Entwicklung des Kampfjets in Anspruch, bei Airbus ist man der Ansicht, Dassault halte sich damit nicht an Absprachen. Außerdem bestehen bei den deutschen und den französischen Streitkräften offenbar unterschiedliche Vorstellungen darüber, über welche Fähigkeiten das Flugzeug verfügen muss.

Schöllhorn zeigte sich besorgt über einen zunehmenden Nationalismus in der Verteidigungspolitik. „Wir sehen eine starke Betonung auf rein nationale Champions“, sagte der Airbus-Manager. Schließlich gehe es um europäische Souveränität. Es gebe „Tendenzen zu einer nationalen Fragmentierung, die mir Sorgen bereiten“, so Schöllhorn. Er verstehe, „dass die Verteidigungsbudgets national sind, dass überall Zeitdruck da ist, dass Politiker sich rechtfertigen müssen, wie viel Geld ins eigene Land zurückfließt“. Aber der Druck, immer nationaler zu werden, sei „nicht gesund“.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Airbus-Logo (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Michael Schöllhorn, Dassault

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Airbus Defence and Space, FCAS (Future Combat Air System), Spiegel, Dassault

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

München, Deutschland

Worum geht es in einem Satz?

Michael Schöllhorn, Chef von Airbus Defence and Space, fordert die Entwicklung eines neuen deutschen Kampfjets, falls die Kooperation mit Frankreich über das FCAS-Projekt scheitert, und warnte vor Nationalismus in der Verteidigungspolitik, der die europäische Souveränität gefährdet.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Streitereien zwischen Deutschland und Frankreich über FCAS
  • Führungsanspruch von Dassault
  • Abweichende Vorstellungen über Flugzeugfähigkeiten
  • Bedenken über Nationalismus in der Verteidigungspolitik
  • Betonung nationaler Champions
  • Dringlichkeit und Zeitdruck in Verteidigungsbudgets
  • Gefahr der nationalen Fragmentierung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Artikel beschreibt nicht, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien reagiert haben.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Entwicklung eines neuen deutschen Kampfjets
  • Diskussion über Alternativen zu einem gemeinsamen Flugzeug
  • Besorgnis über zunehmenden Nationalismus in der Verteidigungspolitik
  • Risiken der nationalen Fragmentierung in der Verteidigung
  • Gefährdung der europäischen Souveränität
  • Ungesunde Tendenzen zur verstärkten Nationalität in Verteidigungsbudgets

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Michael Schöllhorn, dem Chef von Airbus Defence and Space, zitiert. Er spricht sich für die Entwicklung eines neuen deutschen Kampfjets aus, sollte es keine Einigung mit Frankreich über das FCAS-Projekt geben, und äußert Bedenken über einen zunehmenden Nationalismus in der Verteidigungspolitik.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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