Sozialversicherungen entgehen Milliarden wegen Minijobs

Sozialversicherungen entgehen Milliarden wegen Minijobs

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Soziale Sicherheit und Minijobs in Deutschland

Berlin () – Durch nicht sozialversicherungspflichtige Minijobs entgeht den Sozialversicherungen jährlich ein Milliardenbetrag.

Das geht aus Zahlen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf eine Anfrage der Linken hervor, über die die „Rheinische Post“ (Samstag) berichtet. Demnach ergeben sich bei Minijobs rechnerische Mindereinnahmen in Höhe von 11,30 Euro je 100 Euro beitragspflichtigem Entgelt, teilte das Ministerium mit. Bei einem Entgelt von 387 Euro – das war 2024 der Durchschnittsverdienst von geringfügig entlohnten Beschäftigten – belaufen sich die Mindereinnahmen auf knapp 44 Euro pro Minijob und Monat. Hintergrund ist, dass bei Minijobs bestimmte Beiträge für die Sozialversicherungen gar nicht oder in geringerem Umfang anfallen.

Würden alle 7,9 Millionen geringfügig Beschäftigten einer Sozialversicherungspflicht ab dem ersten Euro unterliegen, könnte das für die Sozialsysteme deutliche Mehreinnahmen bedeuten. Auf das Jahr gerechnet läge der Betrag sogar bei mehr als vier Milliarden Euro – zumindest theoretisch. Das Ministerium verwies allerdings darauf, dass sich die Zahlen unter anderem wegen ausgeblendeter Anpassungsreaktionen nicht für eine Hochrechnung eigneten.

Pascal Meiser, Sprecher der Linken für Arbeitspolitik, kritisierte in der „Rheinischen Post“, dass Minijobs „massiv die Finanzierungsbasis unseres solidarischen Sozialversicherungssystems“ unterminieren. Es sei daher „absurd, weiter an dieser Parallelwelt des Minijob-Systems festzuhalten“. Meiser sagte: „Es ist gut, dass jetzt auch Teile der CDU dieses Problem erkannt zu haben scheinen. Aber auch Arbeitsministerin Bas muss jetzt hier endlich handeln und einen Vorschlag auf den Tisch legen, um Minijobs in voll sozial abgesicherte Beschäftigungsverhältnisse zu überführen.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Die vollständigen Namen der Personen im Artikel sind:

Pascal Meiser, Bas

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Linke, Rheinische Post, CDU.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Jährlich entgehen den Sozialversicherungen durch Minijobs Milliardenbeträge, da bei diesen geringfügig entlohnten Beschäftigungen weniger oder gar keine Beiträge anfallen, was die Finanzierung des Sozialversicherungssystems gefährdet.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Zunahme von Minijobs in Deutschland
  • Fehlende Sozialversicherungspflicht für Minijobs
  • Mindereinnahmen bei Sozialversicherungen
  • Durchschnittsverdienst geringfügig Beschäftigter
  • Politische Diskussion um Reformen im Minijob-System
  • Kritik an der Finanzierung des Sozialversicherungssystems
  • Politischer Druck auf die Regierung zur Veränderung der Gesetzgebung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales informiert über Mindereinnahmen durch Minijobs
  • Jährlicher Verlust von Milliarden für Sozialversicherungen
  • Durchschnittsverdienst von geringfügig Beschäftigten bei 387 Euro
  • Pro Minijob Mindereinnahmen von knapp 44 Euro monatlich
  • Forderung nach sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen durch die Linke
  • Pascal Meiser kritisiert negative Auswirkungen auf das Sozialsystem
  • Hinweise auf Unterstützung von Teilen der CDU für die Problematik
  • Forderung nach Vorschlägen von Arbeitsministerin für Reformen in Minijob-System

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Milliardenbetrag entgeht den Sozialversicherungen jährlich
  • Mindereinnahmen von 11,30 Euro je 100 Euro beitragspflichtigem Entgelt
  • Monatliche Mindereinnahmen von knapp 44 Euro pro Minijob
  • Mögliche Mehreinnahmen von mehr als vier Milliarden Euro für Sozialsysteme
  • Untergrabung der Finanzierungsbasis des solidarischen Sozialversicherungssystems
  • Notwendigkeit für Änderung des Minijob-Systems

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Pascal Meiser, dem Sprecher der Linken für Arbeitspolitik, zitiert, in der er die Auswirkungen von Minijobs auf das Sozialversicherungssystem kritisiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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