Kassen wollen Arztbesuche mit Rezepte-App reduzieren
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Digitalisierung im Gesundheitswesen in Berlin
Berlin () – In der Debatte um eine bessere Steuerung der Patienten im Gesundheitswesen streben die gesetzlichen Krankenkassen die Einführung eines digitalen Navigators vor, der in bestimmten Fällen ohne jeden Arztkontakt Rezepte oder Überweisungen zum Facharzt ausstellen kann.
Das geht aus einem Konzept des Kassen-Spitzenverbandes hervor, über das die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ in ihren Montagausgaben berichten. Nach den Vorstellungen der Kassen soll die Nutzung des Navigationstools künftig verpflichtend sein, bevor überhaupt eine Arztpraxis aufgesucht wird. Der Zugriff auf das Tool soll entweder über eine App auf dem Smartphone möglich sein oder telefonisch über die Kassenärzte-Hotline 116117.
„Aus Sicht der Versicherten wird das Tool zum wichtigen ersten Anlaufpunkt im Gesundheitswesen“, heißt es in dem Konzept. Durch strukturierte Fragen und die Nutzung der Daten aus der elektronischen Patientenakte soll laut Konzept die Dringlichkeit der Behandlung festgestellt und der Patient an die richtige Stelle im Gesundheitswesen weitergeleitet werden.
In Frage kämen dabei neben einem Termin beim Hausarzt die Übersendung in die Notaufnahme, die Vermittlung einer Video-Sprechstunde oder die (elektronische) Überweisung zu einem Facharzt. Dabei setzt der Krankenkassenverband auf seinen Vorschlag, eine neutrale und transparente Terminplattform aufzubauen.
„Wir müssen das deutsche Gesundheitswesen endlich in die digitale Gegenwart bringen“, sagte Vize-Verbandschefin Stefanie Stoff-Ahnis dem RND. Das sei insbesondere angesichts des Fachkräftemangels und der Finanzierungsprobleme überfällig. Über das neue digitale Navigationstool soll es perspektivisch in bestimmten Fällen möglich sein, ohne einen Kontakt zu einem Arzt eine Überweisung direkt zum Facharzt zu bekommen, betonte die Verbandsvertreterin.
Denkbar sei auch, dass das Tool für gut eingestellte chronisch Kranke Folgerezepte ausstelle. „Es wird zukünftig sicherlich bestimmte Versorgungsprozesse geben, die rein digital abgewickelt werden können, ohne dass überhaupt noch ein ärztlicher Kontakt erforderlich ist“, fügte sie hinzu und betonte: „Wir brauchen eine moderne, digitalgestützte Primärversorgung.“
Am Dienstag will Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) mit diversen Verbänden aus der Gesundheitsbranche darüber beraten, wie ein Primärarztsystem gestaltet werden soll.
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Kassen-Spitzenverband, Redaktionsnetzwerk Deutschland, CDU
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Ereignisse finden in Berlin statt.
Worum geht es in einem Satz?
Die gesetzlichen Krankenkassen planen die Einführung eines digitalen Navigators, der in bestimmten Fällen ohne Arztkontakt Rezepte und Überweisungen ausstellen kann, um die Patientensteuerung im Gesundheitswesen zu verbessern.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Diskussion um Steuerung der Patienten im Gesundheitswesen
Einführung eines digitalen Navigators durch gesetzliche Krankenkassen
Konzept des Kassen-Spitzenverbandes als Grundlage
Nutzung des Navigationstools vor Arztbesuch vorgesehen
Zugriff über App oder Kassenärzte-Hotline 116117
Feststellung der Dringlichkeit der Behandlung durch strukturierte Fragen
Aufbau einer neutralen und transparenten Terminplattform
Notwendigkeit der Digitalisierung im Gesundheitswesen betont
Fachkräftemangel und Finanzierungsprobleme als Hintergrund
Möglichkeit für chronisch Kranke, Folgerezepte digital zu erhalten
Gesetzliche Krankenkassen fordern digitalen Navigator für Patienten
Navigator soll ohne Arztkontakt Rezepte und Überweisungen ermöglichen
Nutzung des Tools soll vor Arztbesuch verpflichtend sein
Zugang über App oder Kassenärzte-Hotline 116117
Tool als wichtiger Anlaufpunkt im Gesundheitswesen
Dringlichkeit der Behandlung wird durch strukturierte Fragen ermittelt
Vorschlag für neutrale und transparente Terminplattform
Vize-Verbandschefin äußert Notwendigkeit der digitalen Transformation im Gesundheitswesen
Bundesgesundheitsministerin plant Beratung mit Gesundheitsverbänden zur Gestaltung des Primärarztsystems
Welche Konsequenzen werden genannt?
Einführung eines digitalen Navigators
Komplexere Steuerung der Patienten im Gesundheitswesen
Verpflichtende Nutzung des Navigations-Tools
Zugang über App oder Kassenärzte-Hotline
Erster Anlaufpunkt im Gesundheitswesen für Versicherte
Feststellung der Dringlichkeit der Behandlung
Direkte Weiterleitung an die passende Stelle im Gesundheitswesen
Möglichkeit zur Überweisung ohne Arztkontakt
Perspektivische Ausstellung von Folgerezepte für chronisch Kranke
Abwicklung bestimmter Versorgungsprozesse rein digital
Förderung einer modernen, digitalgestützten Primärversorgung
Beratung über die Gestaltung eines Primärarztsystems
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert: Vize-Verbandschefin Stefanie Stoff-Ahnis betont, dass das deutsche Gesundheitswesen endlich in die digitale Gegenwart gebracht werden müsse, insbesondere angesichts des Fachkräftemangels und der Finanzierungsprobleme.