Nato-General: Allianz will an Ostflanke "heiße Zone" einrichten
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Politik: NATO-Rüstungspläne an der Ostgrenze
Brüssel () – Die Nato will in den kommenden zwei Jahren an der Grenze zu Russland massiv aufrüsten und deutlich mehr Waffen einlagern.
„Wir werden spürbar größere Vorräte als bisher in den Nato-Grenzstaaten zu Russland sehen, dazu gehören beispielsweise Waffen- und Munitionsdepots zur Wiederbewaffnung der Verteidigungssysteme in der automatisierten Zone, aber auch zur Ausrüstung der Nato-Streitkräfte“, sagte Brigadegeneral Thomas Lowin, Vizechef des Stabes für Operationsführung im Nato-Landkommando in Izmir (TRK), der „Welt am Sonntag“.
Zudem will die Nato laut Lowin „ein komplexes, mehrschichtiges Verteidigungssystem entlang der Grenze zu Russland und Weißrussland aufbauen und zur Verteidigung nicht nur konventionelle Truppen einsetzen, sondern durch Hindernisse und den Einsatz von Technik eine roboterisierte oder automatisierte Zone im grenznahen Bereich zum Gegner schaffen, die dieser dann erst einmal überwinden muss“.
Mit Lowin spricht erstmalig ein Nato-General öffentlich über das neue Verteidigungskonzept, das „Eastern Flank Deterrence Line“ (EDFL) genannt wird. Das Konzept soll nach Informationen der „Welt am Sonntag“ möglichst bereits bis Ende 2027 umgesetzt werden. Dabei soll ein System aus Aufklärungssensoren und weitgehend automatisierten und roboterisierten Waffen helfen, russische Streitkräfte in der ersten Phase des Angriffs aufzuhalten, und dabei gleichzeitig die eigenen Soldaten zu schonen. Brigadegeneral Lowin sagte dazu: „Die `Joint Effects Zone` bildet einen klar strukturierten, mehrschichtigen Wirkraum, um feindliche Truppen sofort zu bekämpfen und unter Druck zu setzen. Es ist eine Art heiße Zone.“
Ziel sei es, einen feindlichen Vorstoß zu brechen. „Wir kanalisieren seine Bewegungen, nehmen ihm Tempo, zwingen ihn in nachteilige Lagen und verschleißen ihn Schritt für Schritt. Jede Maßnahme dient dazu, seine Kampfkraft konsequent zu reduzieren – bei gleichzeitiger Sicherung unserer eigenen Truppe und dem Erhalt ihrer vollen Einsatzfähigkeit.“
Laut Lowin ist die neue automatisierte Zone an der Grenze zu Russland und Weißrussland weitgehend menschenleer. Lowin: „Wir sprechen von einem automatisierten Wirkraum, in dem Sensoren und Effektoren nahtlos zusammengreifen. Die Sensoren erfassen den Gegner, melden ihn unverzüglich und setzen nach Vorgabe die angeschlossenen Effektoren in Marsch.“ Dazu gehörten bewaffnete Drohnen, teilautonome Gefechtsfahrzeuge, unbemannte roboterisierte Bodensysteme, sowie automatisierte Luft- und Raketenabwehr. Lowin sagte dazu: „Diese miteinander verbundenen Systeme sind darauf ausgelegt, den Feind schnell zu stellen, seine Handlungsmöglichkeiten zu brechen und ihm die Kampfkraft und Initiative zuverlässig zu nehmen.“ In Polen und Rumänien werden bereits erste Elemente dieses Konzepts in Pilotprojekten getestet.
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Nato, Weißrussland, Brigadegeneral Thomas Lowin, Welt am Sonntag, Nato-Landkommando, Izmir, Eastern Flank Deterrence Line, Joint Effects Zone, Polen, Rumänien
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
Brüssel, Izmir (Türkei), Polen, Rumänien
Worum geht es in einem Satz?
Die Nato plant in den nächsten zwei Jahren eine massive Aufrüstung an der Grenze zu Russland, einschließlich der Einrichtung eines komplexen, automatisierten Verteidigungssystems, um feindliche Truppen effizient abzulenken und die eigenen Streitkräfte zu schützen.
Geopolitische Spannungen zwischen NATO und Russland
Erhöhung russischer militärischer Aktivitäten an der Grenze
Annexionspolitik Russlands (z.B. Ukraine)
Sicherheitsbedenken der NATO-Mitgliedsstaaten
Notwendigkeit einer robusten Verteidigungsstrategie
Technologischer Fortschritt in der Militärtechnik
Anpassung an veränderte Bedrohungslagen
Forderungen nach besserer Verteidigung der Ostflanke der NATO
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Massive Aufrüstung der NATO an der Grenze zu Russland
Größere Waffen- und Munitionsvorräte in NATO-Grenzstaaten
Aufbau eines komplexen Verteidigungssystems entlang der Grenze
Nutzung konventioneller Truppen und technischer Hindernisse
Schaffung einer roboterisierten oder automatisierten Zone
Ziel, feindliche Vorstöße zu brechen
Kanalisierung der feindlichen Bewegungen
Reduzierung der feindlichen Kampfkraft
Schonung der eigenen Soldaten
Einrichtung einer automatisierten Wirkzone
Schnellere Bekämpfung feindlicher Truppen
Pilotprojekte in Polen und Rumänien
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Brigadegeneral Thomas Lowin zitiert, der über das neue Verteidigungskonzept der NATO spricht und dessen Ziele sowie Strategien erläutert.