Urologen mahnen sensible Hodenuntersuchung bei Musterung an

Urologen mahnen sensible Hodenuntersuchung bei Musterung an

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Gesellschaft: Sensibler Umgang bei Musterungen in Berlin

Berlin () – Kurz vor dem Start des neuen Wehrdienstes hat die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) einen modernen Umgang der Ärzte bei der Tastuntersuchung der Hoden junger Männer im Rahmen der Musterung angemahnt.

„Wesentlich ist ein sensibles und modernes Vorgehen“, sagte der Urologe und DGU-Sprecher Axel Merseburger der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). Bei der Musterung solle transparent darüber aufgeklärt werden, warum die Untersuchung durchgeführt werde, wie sie ablaufe und was nicht passiere. „Intimuntersuchungen sollten nur nach ausdrücklichem Einverständnis erfolgen“, fügte Merseburger hinzu. „Und wenn möglich, sollte jungen Männern freistehen, von einer männlichen oder weiblichen ärztlichen Person untersucht zu werden, oder eine Begleitperson hinzuzuziehen“, so der DGU-Sprecher.

„Da manche junge Männer belastende Vorerfahrungen haben, ist ein respektvoller, entschleunigter Umgang wichtig“, so Merseburger. „Medizinisch sinnvoll wäre, die Musterung zusätzlich dafür zu nutzen, die jungen Männer über Hodenkrebs und die Selbstabtastung zu informieren – also nicht nur zu untersuchen, sondern Gesundheitskompetenz zu vermitteln“, sagte der Sprecher der Gesellschaft für Urologie. „Insgesamt sollte die neue Musterung urologisch solide, aber auch zeitgemäß gestaltet sein: medizinisch sinnvoll – und gleichzeitig respektvoll, transparent und selbstbestimmungsorientiert“, sagte Merseburger.

Das von Bundestag und Bundesrat verabschiedete Gesetz für den neuen Wehrdienst gilt ab dem 1. Januar. Junge Männer ab dem Jahrgang 2008 sind dazu verpflichtet, einen Fragebogen auszufüllen und sich mustern zu lassen. Für Frauen ist dies freiwillig.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeswehr-Soldaten (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Axel Merseburger

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU), Bundeswehr, Bundestag, Bundesrat, Rheinische Post

Wann ist das Ereignis passiert?

Datum: 1. Januar (ab diesem Datum gilt das neue Wehrdienstgesetz)

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie fordert einen sensiblen und transparenten Umgang bei der Hodenuntersuchung junger Männer während der Musterung für den neuen Wehrdienst, einschließlich Aufklärung und Respekt gegenüber persönlichen Grenzen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Einführung eines neuen Wehrdienstes ab 1. Januar
  • Verpflichtende Musterung für junge Männer ab Jahrgang 2008
  • Sensibilisierung für sensitive medizinische Untersuchungen
  • Forderung nach einem respektvollen und transparenten Umgang bei der Hodenuntersuchung
  • Hinweis auf belastende Vorerfahrungen junger Männer
  • Betonung der Gesundheitskompetenz und Aufklärung über Hodenkrebs
  • Der Appell für ein modernes und selbstbestimmungsorientiertes Vorgehen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Der Artikel beschreibt keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Sensibler und moderner Umgang bei der Tastuntersuchung
  • Transparente Aufklärung über den Ablauf der Untersuchung
  • Durchführung der Untersuchung nur mit ausdrücklichem Einverständnis
  • Möglichkeit der Wahl des ärztlichen Geschlechts oder Begleitperson
  • Respektvoller und entschleunigter Umgang bei belastenden Vorerfahrungen
  • Vermittlung von Informationen zu Hodenkrebs und Selbstabtastung
  • Gestaltung der Musterung als medizinisch sinnvoll und zeitgemäß
  • Berücksichtigung von Selbstbestimmungsorientierung bei Untersuchungen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. Der Urologe und DGU-Sprecher Axel Merseburger fordert einen modernen Umgang bei der Tastuntersuchung der Hoden junger Männer während der Musterung und betont die Wichtigkeit eines respektvollen und transparenten Verfahrens.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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