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Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen unter Druck
Düsseldorf () – Der Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen steht auch zum Jahreswechsel weiter unter Druck. Das teilten die Bundesagentur für Arbeit, der DGB NRW und der Arbeitgeberverband unternehmer nrw bei einer gemeinsamen Bilanz in Düsseldorf mit.
Zwar sei die Gesamtzahl der Beschäftigten im zurückliegenden Jahr stabil geblieben und die Zahl der Arbeitslosen nach einem Spitzenwert im August wieder gesunken. Insbesondere in der Industrie und anderen verarbeitenden Branchen sei die Zahl der Stellen und damit der Mitarbeiter jedoch deutlich gesunken.
Der negative Höhepunkt sei im August erreicht worden, als die Grenze von 800.000 arbeitslos gemeldeten Menschen erstmals seit 2010 wieder überschritten wurde.
Im Jahresdurchschnitt lag die Arbeitslosigkeit bei 7,8 Prozent und damit auf dem höchsten Wert seit 2015. Von Dezember 2024 bis Ende November 2025 seien nur etwas mehr als 278.000 Arbeitsstellen gemeldet worden, rund 212.000 weniger als im Boomjahr 2018. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen legte 2025 um 4,8 Prozent zu, während die Zahl der gemeldeten Stellen um 4,5 Prozent sank.
Roland Schüßler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, sprach von einer doppelten Herausforderung. Neben der anhaltenden konjunkturellen Krise stehe man vor einer Transformationskrise.
Trotz der schwierigen Lage am Arbeitsmarkt gebe es in 45 Berufen deutliche Fachkräfteengpässe. Arndt G. Kirchhoff, Präsident von unternehmer nrw, forderte tiefgreifende Strukturreformen, um den Wirtschaftsstandort wieder wettbewerbsfähig zu machen.
Thorben Albrecht, Vorsitzender des DGB NRW, betonte die Notwendigkeit, den Abbau von Industriearbeitsplätzen zu stoppen und den Übergang in ein grünes Zeitalter zu gestalten.
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Bundesagentur für Arbeit (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Roland Schüßler, Arndt G. Kirchhoff, Thorben Albrecht
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesagentur für Arbeit, DGB NRW, unternehmer nrw
Wann ist das Ereignis passiert?
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen
Worum geht es in einem Satz?
Der Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen bleibt zum Jahreswechsel unter Druck, mit einer stabilen Beschäftigtenzahl und gesunkener Arbeitslosigkeit, jedoch erheblichen Stellenabbau in der Industrie sowie einem Anstieg der Arbeitslosigkeit auf den höchsten Wert seit 2015, was tiefgreifende Strukturreformen und Maßnahmen zur Fachkräftesicherung erfordert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Anhaltende konjunkturelle Krise
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- Rückgang der Stellen in der Industrie und verarbeitenden Branchen
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- Deutliche Fachkräfteengpässe in 45 Berufen
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- Höchstwert der Arbeitslosigkeit im August mit über 800.000 arbeitslos gemeldeten Menschen
- Jahresdurchschnitt Arbeitslosigkeit bei 7,8%, höchster Wert seit 2015
- Meldung von 278.000 Stellen, 212.000 weniger als 2018
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- 45 Berufe mit Fachkräfteengpässen
- Arndt G. Kirchhoff fordert Strukturreformen für Wettbewerbsfähigkeit
- Thorben Albrecht betont Notwendigkeit, Industriearbeitsplätze abzubauen und Übergang in grünes Zeitalter zu gestalten
Welche Konsequenzen werden genannt?
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- Rückgang der Stellen in der Industrie und verarbeitenden Branchen
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- Anstieg der Arbeitslosigkeit um 4,8 Prozent
- Rückgang der gemeldeten Stellen um 4,5 Prozent
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- Notwendigkeit, Abbau von Industriearbeitsplätzen zu stoppen
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Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel werden Stellungnahmen zitiert. Roland Schüßler, Arndt G. Kirchhoff und Thorben Albrecht äußern sich zu den Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen und betonen unterschiedliche Aspekte, wie die Notwendigkeit von Strukturreformen und den Übergang in ein grünes Zeitalter.
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