Hessen schränkt Meldestelle gegen Hass im Netz ein

Gesellschaft: Reform der Meldestelle in Hessen

() – Die hessische Landesregierung hat eine grundlegende Reform ihrer Meldestelle gegen Hass im angekündigt. Künftig soll die Stelle nur noch Fälle mit einem klaren Bezug zu bearbeiten und sich stärker auf die Beratung von Betroffenen konzentrieren, wie Innenminister Roman Poseck in Wiesbaden mitteilte.

Die bisherige ‚Meldestelle‘ wird in ‚Anlauf- und Beratungsstelle bei Hass und Hetze im Netz‘ umbenannt.

Die Neukonzeption ist das Ergebnis einer Evaluation zum fünfjährigen Bestehen der Stelle. Laut Poseck haben mehr als 90 Prozent der bisher rund 85.000 eingegangenen Hinweise keinen erkennbaren Hessenbezug gehabt.

Die Meldestelle war zuletzt in die Kritik geraten, weil sie auch in Fälle außerhalb Hessens involviert war. Der Minister betonte, es könne nicht richtig sein, „Serviceleistungen für ganz “ zu erbringen und dafür am Pranger zu stehen.

Konkret werden künftig nur noch Meldungen mit Bezug zu Hessen entgegengenommen.

Die Stelle nimmt keine Strafanzeigen mehr an und verweist Betroffene an die Online-Wache der Polizei. Pseudonyme Hinweisgeber erhalten keine Rückmeldung mehr, um Anreize für ‚Vielmelder‘ zu reduzieren.

Der neue Fokus liege auf Beratung, Aufklärung und Information für hessische Bürger, so Poseck. Die ursprüngliche Meldestelle war 2020 als Teil des Aktionsprogramms ‚Hessen gegen Hetze‘ nach dem Mord an Walter Lübcke eingerichtet worden.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

hessische Landesregierung, Innenministerium Hessen, Meldestelle, Anlauf- und Beratungsstelle bei Hass und Hetze im Netz, Online-Wache der Polizei, Aktionsprogramm Hessen gegen Hetze

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Wiesbaden

Worum geht es in einem Satz?

Die hessische Landesregierung reformiert ihre Meldestelle gegen Hass im Internet, die künftig nur noch Fälle mit Bezug zu Hessen bearbeitet und sich auf die Beratung von Betroffenen konzentriert, nachdem über 90% der bisherigen Meldungen keinen hessischen Bezug hatten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Fünfjähriges Bestehen der Meldestelle
  • Evaluation der bisherigen Arbeit
  • Hohe Anzahl von Hinweisen ohne Hessenbezug
  • Kritik an Involvierung in bundesweite Fälle
  • Fokus auf Serviceleistungen für Hessen
  • Gründung der Meldestelle im Kontext des Mordes an Walter Lübcke
  • Bedarf an verstärkter Beratung für Betroffene

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Hessische Landesregierung kündigt Reform der Meldestelle gegen Hass im Internet an
  • Stelle wird in "Anlauf- und Beratungsstelle bei Hass und Hetze im Netz" umbenannt
  • Fokus liegt künftig auf Beratung von Betroffenen mit Hessen-Bezug
  • Über 90% der 85.000 eingehenden Hinweise hatten keinen Hessen-Bezug
  • Kritik an der Beteiligung an Fällen außerhalb Hessens
  • Keine Strafanzeigen mehr, Verweisung an Online-Wache der Polizei
  • Pseudonyme Hinweisgeber erhalten keine Rückmeldung mehr
  • Neuer Schwerpunkt auf Beratung, Aufklärung und Information für hessische Bürger
  • Meldestelle wurde 2020 nach Mord an Walter Lübcke eingerichtet

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Umbenennung der Meldestelle in 'Anlauf- und Beratungsstelle bei Hass und Hetze im Netz'
  • Fokussierung auf Fälle mit klarem Bezug zu Hessen
  • Konzentration auf Beratung von Betroffenen
  • Keine Annahme von Strafanzeigen
  • Verweisung an die Online-Wache der Polizei
  • Keine Rückmeldung für pseudonyme Hinweisgeber
  • Reduzierung von Anreizen für 'Vielmelder'
  • Stress auf Beratung, Aufklärung und Information für hessische Bürger

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des hessischen Innenministers Roman Poseck zitiert, der betont, dass es nicht richtig sei, "Serviceleistungen für ganz Deutschland" zu erbringen und dafür am Pranger zu stehen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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