Politik: Deutsch-Britische Beziehungen nach dem Brexit
London () – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einer Rede im britischen Parlament für einen „pragmatischen“ Ausbau der Beziehungen zu Großbritannien geworben.
Der erste EU-UK-Gipfel seit dem Brexit, der im Mai in London stattfand, sei ein „wichtiges Signal“ gewesen, sagte der Bundespräsident. Die Europäische Union und das Vereinigte Königreich wollten ihre Partnerschaft auf eine neue Grundlage stellen: „Wir wollen Handel erleichtern. Wir wollen Bürokratie abbauen. Wir wollen Regeln vereinheitlichen.“ Unternehmen könnten dadurch einfacher exportieren, Produkte würden dadurch billiger, und am Ende nütze es den Menschen – auf beiden Seiten des Ärmelkanals.
„Und auch der Kensington-Vertrag, den das Vereinigte Königreich und Deutschland im Juli dieses Jahres unterzeichnet haben, sendet ein Zeichen des Aufbruchs“, so Steinmeier. Es sei ein Vertrag, der nicht zurückblicke, sondern nach vorn. „In der Sicherheits- und Verteidigungspolitik arbeiten wir enger zusammen als je zuvor. Seite an Seite für unsere gemeinsamen Werte; Seite an Seite bei der Unterstützung der Ukraine.“ Man stärke zudem gemeinsam die Nord- und Ostflanke der Nato, arbeite zusammen gegen hybride Bedrohungen und kooperiere in der Energie- und Klimapolitik.
„Und dann ist da noch das Wichtigste: die Menschen“, so Steinmeier weiter. „Ja, der Brexit hat Hürden aufgebaut. Schüleraustausch, Studium, Praktika – vieles ist schwieriger geworden. Gerade für junge Menschen. Das müssen wir ändern.“ Unter anderem arbeite man daran mit einer Jugendmobilitätsvereinbarung auf europäischer Ebene. „Und auch bilateral wollen wir dafür sorgen, dass deutsche Schüler wieder einfacher ins Vereinigte Königreich reisen können, britische Schüler einfacher nach Deutschland.“ Man habe außerdem E-Gates für britische Vielreisende geöffnet.
Das seien alles erste Schritte, „aber wir wollen mehr“, sagte der Bundespräsident. „Wir haben mehr als 400 Städtepartnerschaften zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland, wie jene von Coventry mit Dresden und Kiel. Das sind 400 lebendige Brücken zwischen unseren Gesellschaften.“ Man wolle diese Brücken stärken und neue bauen. „Denn am Ende sind es die Menschen, die unsere Freundschaft tragen, nicht die Verträge, nicht die Institutionen. Sondern es sind Deutsche und Briten, die sich kennenlernen, die sich anfreunden, die gemeinsam studieren, arbeiten, leben.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Westminster-Palast (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Frank-Walter Steinmeier
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Europäische Union, Vereinigtes Königreich, Kensington-Vertrag, Nato, Ukraine, Deutschland, Coventry, Dresden, Kiel
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London, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Coventry, Dresden, Kiel
Worum geht es in einem Satz?
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier plädiert in einer Rede im britischen Parlament für einen pragmatischen Ausbau der Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien, um Handel zu erleichtern, Bürokratie abzubauen und die Mobilität junger Menschen zu fördern.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Brexit als politischer Wendepunkt
- Notwendigkeit, die Beziehungen zwischen EU und Großbritannien neu zu gestalten
- Herausforderungen für jungen Menschen durch neue Hürden
- Wunsch nach pragmatischem Handel und weniger Bürokratie
- Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Fokus
- Vereinbarungen zur Mobilität von Schülern und Studierenden
- Stärkung bestehender Kooperationen und Partnerschaften
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Frank-Walter Steinmeier warb für pragmatischen Ausbau der Beziehungen zu Großbritannien
- Er bezeichnete den EU-UK-Gipfel als wichtiges Signal
- Ziel: Handel erleichtern, Bürokratie abbauen, Regeln vereinheitlichen
- Kensington-Vertrag als Zeichen des Aufbruchs in Sicherheits- und Verteidigungspolitik
- Bedeutung der Zusammenarbeit gegen hybride Bedrohungen betont
- Jugendmobilitätsvereinbarung soll Hürden für Schüleraustausch abbauen
- Eröffnung von E-Gates für britische Vielreisende
- Betonung von 400 Städtepartnerschaften zwischen beiden Ländern
- Menschenfreundschaft als Grundlage für bilaterale Beziehungen hervorgehoben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Ausbau der Beziehungen zwischen Großbritannien und Deutschland
- Erleichterung des Handels
- Abbau von Bürokratie
- Vereinheitlichung von Regeln
- Einfacherer Export für Unternehmen
- Günstigere Produkte
- Stärkung der Sicherheits- und Verteidigungspolitik
- Enge Zusammenarbeit in der NATO
- Kooperation gegen hybride Bedrohungen
- Zusammenarbeit in der Energie- und Klimapolitik
- Jugendliche erhalten leichteren Zugang zu Austauschprogrammen
- Öffnung von E-Gates für britische Vielreisende
- Stärkung von Städtepartnerschaften
- Förderung menschlicher Kontakte und Freundschaften
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zitiert, in der er für einen "pragmatischen" Ausbau der Beziehungen zu Großbritannien wirbt und die Wichtigkeit von Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen betont.
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