Politische Warnung vor AfD-Kooperation in Berlin
Berlin () – Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung warnt in einer neuen Studie vor Kooperationen mit der AfD. Die Untersuchung, über die die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, trägt den Titel „Zwischen Abgrenzung, Einbindung und Tolerierung“.
Die Adenauer-Stiftung warnt in der Studie zunächst einmal vor einer allgemeinen Antwort. Und sie begründet das damit, dass sich die rechtspopulistischen Parteien in Europa deutlich unterscheiden würden. Es gebe drei Kategorien derartiger Parteien, mit denen man angesichts der Erfahrungen unterschiedlich umgehen müsse.
Es gebe gemäßigt-rechtspopulistische Parteien. Im Zuge einer Regierungsbeteiligung oder -mitverantwortung finde bei ihnen meist keine Radikalisierung, sondern ein Prozess der rhetorischen Mäßigung statt. Eine solche Entwicklung hätten zum Beispiel die Fratelli d`Italia von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni durchlaufen.
Zweitens gebe es nationalistisch-rechtspopulistische Parteien, dazu zählt die Adenauer-Stiftung etwa den französischen Rassemblement National oder die spanische Vox. Hier falle die Bilanz sehr unterschiedlich aus – sie hänge auch stark vom nationalen Kontext ab.
In Spanien etwa sei es der PP, also der christdemokratischen Partei, gelungen, „Vox an den Wahlurnen wieder kleinzumachen“. Die Botschaft der PP an die Bürger sei gewesen: „Wir verstehen eure Sorgen, wir verstehen, was ihr wollt – aber wir überlassen euch nicht den polternden und radikalen Anführern der Vox.“ Auch wenn in manchen Regionen eine Kooperation mit Vox eingegangen worden sei, sei dies stets unter PP-Führung geschehen. „Vox bekam sekundäre Ressorts, verlor an Profil – und damit weiter an Zustimmung.“
Ganz anders sei es aber bei der dritten Gruppe, den „autoritär-rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien“. Diese hätten eine systemoppositionelle Grundhaltung, lehnten zentrale Prinzipien liberaler Demokratie ab und würden häufig prorussische außenpolitische Positionen beziehen und der EU ablehnend gegenüberstehen.
Hier kommt die Adenauer-Stiftung zu einer klaren Einschätzung. Erstens: Mit solchen Parteien darf man nicht kooperieren. Und zweitens: Die AfD ist ein Vertreter dieses Typs von Parteien. In der Stiftungs-Studie heißt es, es zeige sich, „dass in maßgeblichen Fällen eine `Zähmung` rechtspopulistischer oder gar rechtsextremer Parteien durch Kooperation nicht gelungen ist und eher zu einer Schwächung der EVP-Mitgliedsparteien geführt hat“.
Ähnlich äußert sich der Vorsitzende der Adenauer-Stiftung, Ex-Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Er sagte der „Süddeutschen Zeitung“: „Die Studie kommt zur mindestens angedeuteten Schlussfolgerung, dass die Anlehnung von Parteien der bürgerlichen Mitte an rechtspopulistische Gruppierungen, welcher Version auch immer, im Ergebnis regelmäßig zu deren Legitimation und Attraktivität beigetragen hat – und nicht zur Konsolidierung des bürgerlichen Mitte-Lagers“.
Es zeige sich außerdem, „dass die drei Kriterien zur Beurteilung – die Haltung zur EU, die Haltung zur Ukraine und die Haltung zum Rechtsstaat – viel ergiebiger sind, als man zunächst vermuten vermag“. Parteien, die diese drei Kriterien nicht erfüllen, könnten für die Parteien der EVP kein Partner sein. „Und die AfD erfüllt diese Kriterien zweifelsohne nicht.“
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Friedrich Merz und Tino Chrupalla am 17.09.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Friedrich Merz, Tino Chrupalla, Giorgia Meloni, Norbert Lammert
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CDU, Konrad-Adenauer-Stiftung, AfD, Süddeutsche Zeitung, Fratelli d'Italia, Giorgia Meloni, Rassemblement National, Vox, PP, Norbert Lammert, EVP.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am 17. September 2025 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfand, sind: Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Die Konrad-Adenauer-Stiftung warnt in einer Studie vor Kooperationen mit der AfD, da sie als autoritär-rechtspopulistische Partei gilt, die grundlegende Prinzipien der liberalen Demokratie ablehnt und eine Zusammenarbeit mit ihr eher zur Schwächung der bürgerlichen Mitte führt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Veröffentlichung der Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung
- Warnung vor Kooperationen mit der AfD
- Unterschiedliche Kategorien rechtspopulistischer Parteien
- Erfahrungen mit nationalistischen-rechtspopulistischen Parteien
- Ablehnung der liberalen Demokratie durch autoritär-rechtspopulistische Parteien
- Auffassung der AfD als Vertreter der letzten Kategorie
- Erkenntnisse über die Folgen von Kooperationen
- Konsolidierungsproblematik der bürgerlichen Mitte gegenüber rechtspopulistischen Gruppen
- Relevante Kriterien zur Beurteilung von Parteien (EU, Ukraine, Rechtsstaatlichkeit)
- Feststellung, dass die AfD diese Kriterien nicht erfüllt
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung warnt vor Kooperationen mit der AfD in einer neuen Studie.
- Die Studie beschreibt unterschiedliche Kategorien rechtspopulistischer Parteien.
- Bei gemäßigt-rechtspopulistischen Parteien kann es zu rhetorischer Mäßigung kommen.
- Nationalistisch-rechtspopulistische Parteien zeigen unterschiedliche Entwicklungen, abhängig vom nationalen Kontext.
- Die PP in Spanien hat es geschafft, Vox an den Wahlurnen zu schwächen.
- Autoritär-rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien dürfen nicht kooperiert werden.
- Die AfD wird als Vertreter dieser nicht kooperationsfähigen Parteien identifiziert.
- Kooperationen mit der AfD haben in der Vergangenheit zur Schwächung der EVP-Mitgliedsparteien geführt.
- Norbert Lammert äußert sich ähnlich und warnt vor der Legitimation rechtspopulistischer Gruppierungen durch Anlehnung.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Warnung vor Kooperation mit der AfD
- Unterschiede zwischen rechtspopulistischen Parteien
- Notwendigkeit einer differenzierten Herangehensweise
- Mäßigung durch Regierungsbeteiligung bei einigen Parteien
- Umsatz von Wählerzustimmung bei nationalistisch-rechtspopulistischen Parteien
- Ablehnung von Kooperationen mit autoritär-rechtspopulistischen Parteien
- Potenzielle Schwächung der EVP-Mitgliedsparteien durch Kooperation
- Legitimations- und Attraktivitätssteigerung von rechtspopulistischen Gruppierungen
- Kriterien zur Beurteilung von Parteien als Kooperationspartner
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Vorsitzenden der Adenauer-Stiftung, Norbert Lammert, zitiert. Er äußert, dass die Studie zeigt, dass die Anlehnung von Parteien der bürgerlichen Mitte an rechtspopulistische Gruppierungen deren Legitimation gefördert hat.
- Verbraucherschützer rügen "verzockte" Kassen-Millionen - 31. Juli 2026
- Neue CDU-Generalsekretärin will auf Basis zugehen - 31. Juli 2026
- Hoppermann: Wahlen im Herbst keine Gefahr für Merz` Kanzlerschaft - 31. Juli 2026

