Alice Schwarzer: "Manchmal würde ich auch gerne schießen können"

Alice Schwarzer: "Manchmal würde ich auch gerne schießen können"

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Alice Schwarzer: "Manchmal würde ich auch gerne schießen können"

Berlin () – Die Frauenrechtlerin und Pazifistin Alice Schwarzer ist nicht grundsätzlich gegen eine Wehr- und Dienstpflicht – auch für Frauen.

„Als Realistin muss ich damit leben, dass es die Bundeswehr gibt“, sagte die 82-Jährige der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Da ich schon gegen die Wehrpflicht für Männer bin, werde ich schwerlich für die Wehrpflicht für Frauen sein. Aber ich bin in der Tat für Geschlechtergerechtigkeit. Gleiche Rechte, gleiche Pflichten.“

Schwarzer erklärt, sie selbst würde sich im Falle einer Pflicht für ein soziales Jahr entscheiden, auch wenn sie manchmal gern versiert an der Waffe wäre. „Der Mensch kann nicht immer friedlich sein, manchmal muss er sich verteidigen, vor allem wenn er weiblich ist. Ich gebe zu: Manchmal würde ich auch gerne schießen können.“ Sie habe „einfach eine Schwäche für friedliebende Männer und wehrhafte Frauen. Die, wenn es sein muss, auch schießen können.“

Schwarzer, die sich seit 1979 für das Recht von Frauen auf Dienst an der Waffe einsetzt, äußert zugleich aber auch Sorge über die „Kriegseuphorie“ in Deutschland. „Wir geben Summen aus mit so vielen Nullen, die man schon gar nicht mehr begreifen kann.“ Bildung und Pflege seien dagegen dramatisch unterfinanziert. In allen Bereichen, in denen es um Menschen geht, fehle es an Geld. „Und wir rüsten auf bis zu den Wolken. Was haben wir denn vor? Wollen wir gen Russland marschieren?“ Diese „allumfassende Militarisierung“ finde Schwarzer „lächerlich“.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Alice Schwarzer (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Alice Schwarzer

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind: Bundeswehr, Die Zeit.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Deutschland.

Worum geht es in einem Satz?

Alice Schwarzer unterstützt Gleichheit in Rechten und Pflichten für Frauen und Männer und sieht eine Wehrpflicht für Frauen als realistisch, äußert jedoch Bedenken zu Deutschlands Kriegseuphorie und der Vernachlässigung wichtiger gesellschaftlicher Bereiche wie Bildung und Pflege.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Der Hintergrund für Alice Schwarzers Aussagen über Wehr- und Dienstpflicht ist ihre Position zur Gleichstellung der Geschlechter sowie ihre Skepsis gegenüber militaristischen Tendenzen in Deutschland. Sie betont, dass sie Gleichheit in Rechten und Pflichten für Männer und Frauen befürwortet, äußert jedoch auch Bedenken hinsichtlich der Kriegseuphorie und der hohen Ausgaben für militärische Aufrüstung im Vergleich zu unterfinanzierten gesellschaftlichen Bereichen wie Bildung und Pflege.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Alice Schwarzer äußert sich in einem Interview zur Wehrpflicht und plädiert für Geschlechtergerechtigkeit, indem sie sowohl für als auch gegen eine Wehrpflicht ist. Sie zeigt sich besorgt über die "Kriegseuphorie" in Deutschland und kritisiert die hohen Rüstungsausgaben im Vergleich zu den finanziellen Engpässen in Bildung und Pflege.

Welche Konsequenzen werden genannt?

Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: Gleichberechtigung der Geschlechter, Verantwortung der Frauen im Militär, Sorge um Kriegseuphorie in Deutschland, Unterfinanzierung von Bildung und Pflege, Militarisierung der Gesellschaft, mögliche aggressive Außenpolitik gegenüber Russland.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Alice Schwarzer zitiert. Sie äußert, dass sie nicht grundsätzlich gegen eine Wehr- und Dienstpflicht für Frauen ist, aber gleichzeitig auch für Geschlechtergerechtigkeit plädiert. Sie zeigt sich besorgt über die "Kriegseuphorie" in Deutschland und kritisiert die hohen Rüstungsausgaben, während Bildung und Pflege unterfinanziert seien.

Berlin: Ein Blick auf die Hauptstadt Deutschlands

Berlin ist nicht nur die Hauptstadt Deutschlands, sondern auch ein Zentrum für Kultur, Politik und Geschichte. Die Stadt ist bekannt für ihre vielfältige Architektur, die von historischen Bauten bis hin zu modernen Wolkenkratzern reicht. Jährlich zieht Berlin Millionen von Touristen an, die die lebhafte Kunstszene und die Veranstaltungen genießen. Darüber hinaus spielen die Berliner Bürger eine aktive Rolle in sozialen Bewegungen, wie das Beispiel der Frauenrechtlerin Alice Schwarzer zeigt. Ihre Stimme trägt zur Diskussion über Gleichheit und gesellschaftliche Verantwortung in dieser dynamischen Metropole bei.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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