Haushalts-Aufschub: Politische Bildungsträger in Existenzangst

Haushalts-Aufschub: Politische Bildungsträger in Existenzangst

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Haushalts-Aufschub: Politische Bildungsträger in Existenzangst

Berlin () – Die politischen Bildungsträger blicken mit Sorge auf die anhaltende vorläufige Haushaltsführung des Bundes, weil es immer noch keinen Etat für 2025 gibt.

„Die derzeitige Regelung, lediglich 45 Prozent der Gesamtbewilligungsmittel über neun Monate hinweg freizugeben, bringt zahlreiche Träger in existentielle Not“, sagte Andrea Rühmann, Vorsitzende des Bundesausschusses politische Bildung (bap), der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

„In einer Zeit, in der politisch motivierte Straftaten zunehmen und demokratische Institutionen unter Druck geraten, ist das fatal“, warnte Rühmann. Der Dachverband von 30 bundesweiten Verbänden und Einrichtungen der außerschulischen politischen Jugend- und Erwachsenenbildung wies darauf hin, dass viele Träger die vorläufigen Mittel bereits ausgegeben hätten oder kurz davor seien.

Zahlreiche Seminare und Veranstaltungen in den Sommermonaten seien bereits abgesagt worden, so Rühmann. Eine über Monate andauernde Finanzierungslücke im Sommer lasse sich kaum noch durch Rücklagen und Eigenmittel überbrücken, diese seien nach den pandemiebedingten Krisenjahren oft aufgebraucht.

Die nun für Oktober anvisierte Bewilligung der Förderung für 2025 beruhigt den Verband nicht. „Ein Aufholen der ausgefallenen Maßnahmen ist im letzten Quartal 2025 angesichts begrenzter personeller und organisatorischer Ressourcen unmöglich“, mahnte Rühmann in der NOZ. Mehrere Millionen an Förderung würden verfallen, etablierte Strukturen gerieten so unter Druck. „Das sendet ein fatales Signal an eine Zivilgesellschaft, die sich Tag für Tag für demokratische Werte engagiert“, sagte Rühmann.

Der Bundesausschusses politische Bildung fordert deshalb, die vorläufigen Haushaltsmittel in der Richtlinienförderung der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) sowie anderer Förderprogramme politischer Bildung kurzfristig auf mindestens 75 Prozent der Gesamtbewilligung anzuheben und auch rückwirkende Zahlungen zu ermöglichen.

Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD grundsätzlich eine Stärkung der politischen Bildung zugesagt. Im Bundesinnenministerium, das für die Bundeszentrale für politische Bildung zuständig ist, will man sich mit Verweis auf die laufenden Haushaltsgespräche zu Zahlen nicht äußern. „Derzeit laufen interne Abstimmungsverfahren, denen wir, wie üblich, nicht vorgreifen können“, ließ ein BMI-Sprecher auf NOZ-Anfrage wissen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Finanzministerium (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Andrea Rühmann

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesausschuss politische Bildung (bap), Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ), Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Union, SPD, Bundesinnenministerium (BMI)

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Die politischen Bildungsträger in Deutschland sind besorgt über die anhaltende vorläufige Haushaltsführung und die mangelnde Finanzierung für 2025, da dies Existenzängste hervorruft und die Durchführung wichtiger Veranstaltungen gefährdet.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Der Auslöser für die aktuelle Situation ist das Fehlen eines genehmigten Bundeshaushalts für 2025, was zu einer vorläufigen Haushaltsführung führt. Dies hat zur Folge, dass nur 45 Prozent der finanziellen Mittel für politische Bildung freigegeben werden, was die betroffenen Träger in wirtschaftliche Not bringt und die Durchführung wichtiger Bildungsmaßnahmen gefährdet.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Im Artikel äußert Andrea Rühmann, Vorsitzende des Bundesausschusses politische Bildung, große Sorge über die anhaltende vorläufige Haushaltsführung des Bundes, die zahlreiche Bildungsträger in existenzielle Not bringt, da es keinen Etat für 2025 gibt. Politisch motivierte Straftaten und der Druck auf demokratische Institutionen werden als fatale Begleiterscheinungen dieser Finanzierungslücke hervorgehoben, während die Bundesregierung sich zu den laufenden Haushaltsgesprächen nicht äußern möchte.

Welche Konsequenzen werden genannt?

Existenzielle Not für viele Träger, Absage von zahlreichen Seminaren und Veranstaltungen, langfristige Finanzierungslücke, verfallende Fördermittel, Druck auf etablierte Strukturen, fatales Signal an die Zivilgesellschaft, Unmöglichkeit der Aufholung ausgefallener Maßnahmen, aufgebrauchte Rücklagen und Eigenmittel.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Andrea Rühmann, der Vorsitzenden des Bundesausschusses politische Bildung (bap), zitiert. Sie äußert Bedenken bezüglich der vorläufigen Haushaltsführung des Bundes, da diese zahlreiche Bildungsträger in existentielle Not bringt und in Anbetracht steigender politisch motivierter Straftaten als fatal angesehen wird. Rühmann fordert eine Anhebung der vorläufigen Haushaltsmittel auf mindestens 75 Prozent der Gesamtbewilligung, um die dringenden Bedürfnisse der politischen Bildung zu decken.

Berlin: Ein Zentrum der politischen Bildung

Berlin ist nicht nur die Hauptstadt Deutschlands, sondern auch ein wichtiger Standort für politische Bildung. Die Stadt beherbergt zahlreiche Institutionen und Träger, die sich der Vermittlung demokratischer Werte widmen. Angesichts der aktuellen finanziellen Unsicherheiten ist die Lage für viele dieser Einrichtungen jedoch angespannt. Politisch motivierte Straftaten nehmen zu, was die Relevanz einer starken politischen Bildung zusätzlich unterstreicht. Die Zukunft der politischen Bildung in Berlin hängt daher entscheidend von einer stabilen finanziellen Basis ab.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH