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Kassenpatienten warten oft doppelt so lange auf Termin
Paris () – Kassenpatienten warten deutlich länger auf Facharzttermine als Privatversicherte. Das zeigt eine umfassende Datenanalyse des „Spiegel“. Ausgewertet wurden fast 24.000 Suchergebnisse auf der Plattform Doctolib.
Gesetzlich Versicherte warten demnach bei vielen Facharztgruppen doppelt so lange auf einen Termin wie Privatversicherte – in manchen Fällen sogar drei- bis viermal so lange. Besonders gravierend ist laut „Spiegel“-Analyse der Unterschied bei Lungenfachärzten: Zum Zeitpunkt der Erhebung warteten Kassenpatienten durchschnittlich 129 Tage, also mehr als vier Monate, auf einen Termin, während Privatversicherte diesen bereits nach 35 Tagen erhielten.
Ähnliche Diskrepanzen zeigen sich bei anderen der zwölf untersuchten Facharztgruppen. Einzige Ausnahmen sind Kieferorthopäden und Kinderärzte, bei denen die Wartezeiten für beide Patientengruppen nahezu gleich sind. Die Analyse zeigt zudem, dass Kassenpatienten deutlich seltener konkrete Termine angeboten bekommen. Oft stoßen sie auf Hinweise wie „Wir geben stufenweise weitere Termine für die Online-Buchung frei. Versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.“ Diese Nachricht taucht bei den meisten Facharztgruppen deutlich häufiger auf, wenn als Kassenpatient online nach Terminen gesucht wird.
Ein weiterer zentraler Befund der „Spiegel“-Recherche: Selbst bei Ärzten, die sowohl gesetzlich als auch privat Versicherte behandeln, erhalten Privatpatienten bevorzugt frühere Termine. Dies deutet auf eine systematische Benachteiligung hin, die wirtschaftlich motiviert sein könnte.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv) |
Paris: Ungleichheit im Gesundheitswesen
In Paris zeigt eine aktuelle Analyse, dass Kassenpatienten weitaus längere Wartezeiten auf Facharzttermine haben als privat Versicherte. Während Privatversicherte durchschnittlich nach 35 Tagen einen Termin erhalten, müssen Kassenpatienten oft bis zu 129 Tage warten. Diese Diskrepanz ist besonders ausgeprägt bei Lungenfachärzten, wo die Wartezeiten drastisch variieren. Auch in anderen Facharztgruppen ist ein ähnliches Muster zu beobachten, mit wenigen Ausnahmen wie Kinderärzten. Die Ergebnisse werfen ein Licht auf mögliche systematische Benachteiligungen im französischen Gesundheitswesen, die wirtschaftlich motiviert sein könnten.
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