Hausärzte drängen auf Primärversorgungssystem

Hausärzte drängen auf Primärversorgungssystem

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Gesundheitssystemreformen in Deutschland gefordert

Berlin () – Angesichts langer Wartezeiten auf Facharzttermine hat die Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, grundlegende Reformen im Gesundheitssystem gefordert.

„Obwohl wir in Deutschland eine verhältnismäßig hohe Facharztdichte haben, warten die Menschen teilweise sehr lange auf Termine“, sagte sie der „Rheinischen Post“. Die Verbandsvorsitzende kritisierte: „Seit Jahrzehnten doktert die Politik an den Symptomen eines zunehmend überlasteten Gesundheitswesens rum. Wenn wir nur den Missstand verwalten, statt endlich die Probleme an der Wurzel zu packen, wird sich die Situation immer weiter zuspitzen.“

„Es ist entscheidend, dass das geplante Primärversorgungssystem zeitnah ausgerollt wird.“ Sie erklärte: „Durch die bessere Steuerung werden in den Facharztpraxen Kapazitäten für die wirklich dringenden Fälle frei.“ Und weiter: „Die Priorität muss sein, dass die Menschen, die wirklich dringend einen Facharzttermin brauchen, diesen auch zeitnah erhalten.“

Aktuell sei es leider so, dass viele Patienten beim Facharzt aufschlagen, die dort eigentlich gar nicht hingehörten. „Das Motto lautet vielerorts: Wer zuerst kommt, malt zuerst.“ Daran seien nicht die Patienten schuld, sondern das chaotische System, in dem jeder auf eigene Faust versuchen müsse, sich irgendwie durchzuschlagen.

Union und SPD wollen ein verbindliches Steuerungssystem einführen, bei dem man primär – also zuerst – in eine Hausarztpraxis geht. Sie überweist dann bei Bedarf und mit einem Termin in einem bestimmten Zeitraum an Fachärzte. Gesetzlich Versicherte mussten 2024 im Schnitt 42 Tage auf einen Facharzttermin warten.

Die Grünen üben scharfe Kritik daran, dass gesetzlich Versicherte zuletzt länger auf einen Facharzttermin warten mussten als noch vor einigen Jahren. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Janosch Dahmen, Sprecher für Gesundheitspolitik, sprach in der „Rheinischen Post“ von einem „gesundheitspolitischen Alarmzeichen“. Dahmen sagte: „Trotz deutlich steigender Ausgaben warten gesetzlich Versicherte heute länger auf Facharzttermine als noch vor wenigen Jahren.“ Das sei ein „Beweis dafür, dass teure Zugangsprogramme ohne echte Steuerung nicht funktionieren“.

Weiter kritisierte Dahmen: „Ministerin Warken hat bislang kein schlüssiges Konzept vorgelegt, wie Wartezeiten tatsächlich verkürzt, Über- und Fehlversorgung reduziert und vorhandene Ressourcen sinnvoll eingesetzt werden sollen.“ Wer ernsthaft etwas gegen lange Wartezeiten tun wolle, brauche jetzt schnell ein verbindliches Primärarztsystem mit klarer Zuständigkeit, digital unterstützter Terminsteuerung und medizinischer Priorisierung – nicht immer neue Millionenprogramme ohne messbaren Nutzen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ärztehaus (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Nicola Buhlinger-Göpfarth, Janosch Dahmen, Ministerin Warken

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Hausärzteverband, Rheinische Post, Union, SPD, Die Grünen, Janosch Dahmen, Ministerin Warken

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, Deutschland

Worum geht es in einem Satz?

Angesichts der langen Wartezeiten auf Facharzttermine fordert die Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, grundlegende Reformen im Gesundheitssystem und ein effektives Primärversorgungssystem zur besseren Steuerung der Facharzttermine.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Lange Wartezeiten auf Facharzttermine
  • Hohe Facharztdichte in Deutschland
  • Überlastung des Gesundheitswesens
  • Fehlende grundlegende Reformen im System
  • Patienten suchen Facharzttermin ohne richtige Überweisung
  • Unzureichende Planung und Steuerung im Gesundheitssystem
  • Kritische Situation für gesetzlich Versicherte
  • Politische Diskussion über Primärversorgungssystem
  • Anstieg der Ausgaben im Gesundheitswesen ohne messbare Verbesserung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Nicola Buhlinger-Göpfarth fordert grundlegende Reformen im Gesundheitssystem
  • Kritik an der politischen Handhabung von Symptomen im Gesundheitswesen
  • Notwendigkeit eines zeitnahen Ausrollens des Primärversorgungssystems
  • Union und SPD planen ein verbindliches Steuerungssystem für Facharzttermine
  • Scharfe Kritik der Grünen an längeren Wartezeiten für gesetzlich Versicherte
  • Janosch Dahmen bezeichnet Situation als gesundheitspolitisches Alarmzeichen
  • Ministerin Warken hat kein schlüssiges Konzept zur Verkürzung von Wartezeiten präsentiert
  • Forderung nach digital unterstützter Terminsteuerung und medizinischer Priorisierung

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Forderung nach grundlegenden Reformen im Gesundheitssystem
  • Lange Wartezeiten auf Facharzttermine
  • Überlastung des Gesundheitswesens
  • Notwendigkeit eines Primärversorgungssystems
  • Freigabe von Kapazitäten in Facharztpraxen für dringende Fälle
  • Probleme mit chaotischem System und Patientenverhalten
  • Einführung eines verbindlichen Steuerungssystems
  • Gesetzlich Versicherte warten im Schnitt 42 Tage auf Facharzttermine
  • Kritik an steigenden Wartezeiten trotz höherer Ausgaben
  • Warnung vor Ineffizienz teurer Zugangsprogramme
  • Fehlendes schlüssiges Konzept zur Verkürzung von Wartezeiten
  • Bedarf an schneller Implementierung eines Primärarztsystems mit digitaler Unterstützung und medizinischer Priorisierung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen zitiert. Zum Beispiel äußert Nicola Buhlinger-Göpfarth, die Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes, dass "die Menschen teilweise sehr lange auf Termine warten" und fordert, dass "das geplante Primärversorgungssystem zeitnah ausgerollt wird."

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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