Außenpolitiker fürchten weiteres "Afghanistan" in der Ukraine
Veröffentlicht
News - Vermischtes - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe
Außenpolitiker fürchten weiteres "Afghanistan" in der Ukraine
Berlin () – Außenpolitiker von Grünen, SPD und Union haben davor gewarnt, dass die USA eine mögliche europäische Friedenstruppe in der Ukraine im Stich lassen könnten.
Sara Nanni, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen und Obfrau im Auswärtigen Ausschuss, erinnerte an die Verhandlungen mit den Taliban 2020: Damals habe Präsident Donald Trump zuerst „genau wie heute nur mit dem Aggressor verhandelt“, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). Im Jahr 2021 habe Präsident Joe Biden dann ohne Absprache die US-Truppen abgezogen. „Die Regierung in Kabul fiel, und wir als Verbündete standen bedröppelt da“, sagte Nanni. So etwas dürfe in der Ukraine nicht noch einmal passieren.
Jürgen Hardt (CDU), der Obmann der Union im Auswärtigen Ausschuss, warnte, man müsse damit rechnen, dass Trump „erratisch“ bleibe. „Wir müssen die Möglichkeit mit ins Kalkül nehmen, dass es Trump möglicherweise egal sein könnte, wie es mit der Ukraine und den europäischen Verbündeten weitergeht“, sagte Hardt der Zeitung.
Der Obmann der SPD im Auswärtigen Ausschuss, Nils Schmid, warnte, in der Ukraine könne „passieren, was in Afghanistan passiert ist“. Wenn die USA „mit Russland so leichtfertige Vereinbarungen trifft wie mit den Taliban während Trumps erster Amtszeit, können wir nicht dabei sein.“
Bei Union, SPD, Grünen und FDP hieß es deshalb, Europa dürfe der Forderung nicht nachgeben, auch ohne US-Unterstützung Friedenstruppen in die Ukraine zu schicken.
Der FDP-Abgeordnete Michael Link, zu Zeiten der Ampelkoalition Koordinator für transatlantische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt, sagte der FAS, man könne nicht zu allem, was die USA vorlegt und fordert, „einfach nur ja und Amen sagen“. Man dürfe den USA keinen „Blankoscheck“ geben, sagte er der FAS.
Auch bei der EU in Brüssel herrscht Misstrauen gegenüber den USA. Gesprächspartner sagten der Zeitung, man müsse sich jetzt „darauf einstellen, dass die USA als neuer Schurkenstaat agieren“. Bisher habe man die Ukraine unterstützt, damit sie sich gegen Russland verteidigen könne. Jetzt aber müsse man sie so stark machen, dass sie einem Diktatfrieden widerstehen könne.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Wenn es dir Spaß gemacht hat, könntest du vielleicht noch einen Kommentar abgeben. Danke. 👍
Link: Biden hat es heute schwerer als vor vier Jahren 4. März 2024 Berlin/Washington () - Die Bundesregierung rechnet fest damit, dass Joe Biden und Donald Trump als Präsidentschaftskandidaten ihrer jeweiligen Parteien aus den maßgeblichen Vorwahlen am "Super…
Angst vor zweiter Amtszeit Trumps wächst in Berlin 6. März 2024 Berlin () - In Berlin wächst die Sorge vor einer zweiten Amtszeit von Ex-US-Präsident Donald Trump.Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Nils Schmid, fordert nach dem…
Ex-US-Botschafter in Moskau kritisiert Trumps Russland-Strategie 13. Februar 2025 Ex-US-Botschafter in Moskau kritisiert Trumps Russland-Strategie Washington () - Michael McFaul, von 2012 bis 2014 Botschafter der USA in Russland, kritisiert die Taktik von US-Präsident…
Roth will "deutlich mehr" Militärhilfe Europas für Ukraine 27. September 2024 Berlin () - Nach der Einladung von US-Präsident Joe Biden zu einem Ukraine-Gipfel im Oktober in Deutschland verlangt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag,…
Union und SPD streiten über Gespräche mit Taliban-Regierung 10. Juli 2025 Berlin () - Union und SPD streiten über Gespräche der Bundesregierung mit der radikalislamischen Taliban-Regierung über die Rückführung afghanischer Straftäter. Während aus CDU und CSU…
Sonderermittler: Keine Anklage für Biden in Dokumentenaffäre 8. Februar 2024 Washington D.C. () - Der Sonderermittler Robert Hur ist in seinen Ermittlungen zur Geheimdokumentenaffäre von Joe Biden zu dem Schluss gekommen, dass dieser vorsätzlich geheime…
SPD-Politiker wollen harte Gangart gegenüber Trump 24. Januar 2025 SPD-Politiker wollen harte Gangart gegenüber Trump Berlin () - Einen Monat vor der Bundestagswahl verlangen SPD-Politiker von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und der eigenen Parteispitze…
Nouripour kritisiert Verhandlungen mit Taliban scharf 22. Oktober 2025 Politische Warnungen zu Deutschland und Taliban Berlin () - Bundestags-Vizepräsident Omid Nouripour (Grüne) warnt eindringlich vor Verhandlungen zwischen Deutschland und den islamistischen Taliban über Abschiebungen…
SPD sieht Merz bei Ukraine-Beratungen vor "schwerer Aufgabe" 14. Dezember 2025 Politische Diskussionen zur Ukraine in Berlin Berlin () - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) steht bei den Ukraine-Beratungen über eine Waffenruhe in der Ukraine nach Ansicht…
Bundesregierung begrüßt geplanten Biden-Besuch 14. Oktober 2024 Berlin () - Die Bundesregierung hat den geplanten Besuch von US-Präsident Joe Biden in Berlin begrüßt. "Biden ist ein überzeugter Transatlantiker. Das zeigt auch dieser…
Bundesregierung lehnt Taliban-Forderung nach Botschaftsübernahme ab 17. Februar 2025 Bundesregierung lehnt Taliban-Forderung nach Botschaftsübernahme ab Berlin () - Die deutsche Bundesregierung lehnt Forderungen aus Kabul ab, wonach das Taliban-Regime eine konsularische Vertretung in Berlin…
Union sieht Biden-Besuch als "schöne Geste" 18. Oktober 2024 Berlin () - Die Union im Bundestag begrüßt den Besuch von US-Präsident Joe Biden in Berlin, beklagt aber zugleich Versäumnisse der Bundesregierung in den transatlantischen…
Berlin bereitet sich auf mögliche Präsidentschaft "Trump 2.0" vor 4. März 2024 Berlin/Washington () - Acht Monate vor der US-Präsidentschaftswahl bereitet sich die Bundesregierung auf eine mögliche zweite Amtszeit von Ex-Präsident Donald Trump vor. Es gehe "darum,…
Trump liest bei Kongress-Rede Brief von Selenskyj vor 5. März 2025 Trump liest bei Kongress-Rede Brief von Selenskyj vor Washington () - US-Präsident Donald Trump hat bei seiner mit Spannung erwarteten Kongress-Rede Teile eines Briefs vorgelesen,…
Joachim Stamp regt "Sondierungsgespräche" mit Taliban an 7. September 2024 Berlin () - Im Zuge der Debatte um konsequentere Abschiebungen spricht sich Joachim Stamp (FDP), Sonderbevollmächtigter für Migrationsabkommen der Bundesregierung, für Kontakt mit den Taliban…
"New York Times"-Verleger kritisiert Biden 9. April 2025 "New York Times"-Verleger kritisiert Biden New York () - Der Verleger der "New York Times", Arthur G. Sulzberger, kritisiert den früheren US-Präsidenten Joe Biden scharf.…
SPD-Außenpolitiker Müller warnt Israel vor Angriff auf Rafah 13. Februar 2024 Berlin () - SPD-Außenpolitiker Michael Müller warnt die israelische Regierung vor einem Angriff auf die Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens."Ein Angriff Israels auf Rafah…
Berlin ist nicht nur die Hauptstadt Deutschlands, sondern auch ein wichtiger Ort für internationale Diplomatie. Die Stadt beherbergt zahlreiche politische Institutionen und Botschaften, die einen zentralen Einfluss auf die europäische und globale Politik ausüben. Historisch gesehen hat Berlin eine bedeutende Rolle gespielt, insbesondere während des Kalten Krieges, als die Stadt in zwei Hälften geteilt war. Heute ist Berlin ein Symbol für Zusammenarbeit und den Wunsch nach Frieden, wie die aktuellen Diskussionen über die Lage in der Ukraine zeigen. Das politische Engagement in Berlin wird von verschiedenen Parteien geprägt, die sich intensiv mit außenpolitischen Fragen auseinandersetzen.