Erwartungen vor Wohnbaugipfel hoch

() – Vor dem Wohnbaugipfel am Montag prasseln aus verschiedenen Richtungen auf die Bundesregierung ein. Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm sprach sich dafür aus, den sozialen Wohnungsbau in Deutschland zu forcieren.

Die Nürnberger Ökonomin sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben), die Krise im Wohnungsbau gehe auf die Zinsentwicklung zurück. “Die Baupreise sind dadurch deutlich gestiegen. Die Bautätigkeit dürfte deutlich zurückgehen. Man könnte versuchen, die freiwerdenden Kapazitäten in den sozialen Wohnungsbau zu ziehen, durch Zinsvorteile oder Zuschüsse.”

Grimm sagte weiter, das jüngste Gesetzesvorhaben der Bundesregierung zur Stärkung der Konjunktur werde zwar durch Abschreibungsregeln den Wohnungsbau voranbringen – “aber nicht in ausreichendem Maße, um den Herausforderungen am Wohnungsbau gerecht zu werden”. Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) trommelte unterdessen für die stärkere Nutzung von Holz für den Wohnungsbau: “Wenn wir die Wohnungsnot in Deutschland lindern wollen, kommt man am modernen Holzbau nicht vorbei, am Rohstoff Holz wird es nicht scheitern”, sagte der Hauptgeschäftsführer Denny Ohnesorge der “Rheinischen Post” (Montagausgabe). Ohnesorge betonte weiter, der Gipfel müsse “handfeste” Ergebnisse bringen. Von der Flaute auf dem Bau sei inzwischen auch die Holzindustrie betroffen.

Dringend notwendig seien daher der Bürokratieabbau, die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie der Abbau von Hemmnissen beim seriellen Bauen und Sanieren. “Wir brauchen endlich bessere Vorschriften gerade auch für das Bauen mit Holz im mehrgeschossigen Wohnungsbau”, sagte Ohnesorge. Um die Lage zu entschärfen, forderte der Hauptgeschäftsführer auch ein “Konjunkturpaket Bau” mit zinsgünstigen Krediten über die KfW. “Darüber hinaus die Absenkung der Grunderwerbsteuer und ein Sondervermögen zur Unterstützung öffentlicher Wohnungsgesellschaften”, so Ohnesorge. Am Montag wollen Vertreter der Wohnungswirtschaft und der im Kanzleramt zusammenkommen; Dabei geht es vor allem um die Frage, wie schnell und preiswert mehr Wohnungen gebaut werden können.

Olaf Scholz (SPD) dringt auf eine Vereinfachung und Vereinheitlichung von Vorschriften, um serielles Bauen zu erleichtern.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Häuser in einem Dorf (Archiv)

Erwartungen vor Wohnbaugipfel hoch

Zusammenfassung

– Vor dem Wohnbaugipfel werden Forderungen an die Bundesregierung gestellt
– Wirtschaftsweise Veronika Grimm plädiert für eine Forcierung des sozialen Wohnungsbaus
– Krise im Wohnungsbau geht auf Zinsentwicklung zurück
– Hauptverband der Deutschen Holzindustrie fordert stärkere Nutzung von Holz für den Wohnungsbau
– Bürokratieabbau, Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und Abbau von Hemmnissen beim seriellen Bauen und Sanieren notwendig
– Kanzler Olaf Scholz drängt auf Vereinfachung und Vereinheitlichung von Vorschriften

Fazit

Angesichts der anstehenden deutschen Wohnbaugipfels treffen Forderungen aus unterschiedlichen Richtungen auf die Bundesregierung ein. Die Ökonomin Veronika Grimm möchte den sozialen Wohnungsbau forcieren. Die Hauptverband der Deutschen Holzindustrie setzt sich für die stärkere Nutzung von Holz ein. Ziel des Gipfels ist es, gemeinsam mit den Vertretern der Wohnungswirtschaft und Regierung zu diskutieren, wie Wohnungen schneller und günstiger gebaut werden können. Kanzler Olaf Scholz drängt auf eine Vereinheitlichung von Vorschriften, um das serielle Bauen zu erleichtern.

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