Özdemir verteidigt geplantes Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel

Berlin () – Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) begründet sein geplantes Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel mit Sorgen um die Nationalmannschaft und will Sportler überzeugen, keine Reklame mehr für Ungesundes zu machen. “Es geht auch um die des Sports: Wer soll denn noch in der Nationalmannschaft mitspielen, wenn wir immer mehr dicke haben”, sagte Özdemir der “Bild am Sonntag”.

“Wenn wir künftig vorne mitspielen wollen, dann sollten wir uns alle um unsere Kinder kümmern.” Er freue sich über jeden Sportler, der sich zu gesunder Ernährung bekenne. “Die erreichen die Zielgruppen, um die es mir geht. Deshalb rede ich gerade mit Sportverbänden, wie wir die Prominenz der Sportler nutzen können, damit die Leute sich gesünder ernähren. Da hat der ein Eigeninteresse.” Der Minister ärgert sich, dass Leistungssportler für Produkte werben würden, “die sie selbst nie essen oder trinken dürften. Da ist ein Stück Widersprüchlichkeit dabei”. Özdemir stellt aber fest, dass sich das Bewusstsein im Sport ändere und erinnerte an die Szene, in der der Fußballer Ronaldo bei einer Pressekonferenz nach einem Spiel die Flasche Cola wegstellte und durch ersetzte. Özdemir will im Rahmen des Werbeverbots auch das Sponsoring reglementieren. Da sei er “in guten Gesprächen mit dem Sport”. Wie bisher dürfte der Markennamen zum Beispiel auf Trikots gedruckt werden, nicht aber ein Produkt, das die Grenzwerte bei Zucker, Salz oder Fett reißt. Sein Gesetzentwurf für ein Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel umfasst auch Influencer. “Wenn sich die Werbung an Kinder richtet oder der Kanal auch von Kindern genutzt wird”, so der Minister.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Süßigkeiten (Archiv)

Özdemir verteidigt geplantes Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel

Zusammenfassung

  • Landwirtschaftsminister Cem Özdemir plant Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel
  • Äußert Sorgen um die Zukunft der Nationalmannschaft aufgrund von Übergewicht bei Kindern
  • Möchte Sportler überzeugen, keine Reklame für ungesunde Produkte zu machen
  • Özdemir führt Gespräche mit Sportverbänden zur Nutzung der Prominenz von Sportlern für gesündere Ernährung
  • Im Rahmen des Werbeverbots soll auch das Sponsoring reglementiert werden
  • Gesetzentwurf umfasst auch Influencer, deren Werbung sich an Kinder richtet oder deren Kanäle von Kindern genutzt werden

Fazit

Der Landwirtschaftsminister Cem Özdemir plant ein Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel und möchte Sportler dazu bringen, keine Reklame mehr für solche Produkte zu machen. Özdemir begründet dies mit Sorgen um die Nationalmannschaft und die zunehmende Anzahl übergewichtiger Kinder. Der Minister ist in Gesprächen mit Sportverbänden und plant, im Rahmen des Werbeverbots auch das Sponsoring zu reglementieren.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH