WFP erwartet ohne Getreideabkommen höhere Lebensmittelpreise

() – Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) erwartet durch den Stopp des Getreideabkommens zwischen und der Ukraine steigende Lebensmittelpreise. “Dass eine Hauptschlagader des globalen Lebensmittelexports unterbrochen wird, wird sich unmittelbar auf die durchschlagen und trifft die Menschen, die ohnehin schon einen Löwenanteil ihres Einkommens für Grundnahrungsmittel ausgeben müssen, am härtesten”, sagte der Leiter des Berliner WFP-Büros, Martin Frick, am Dienstag im Deutschlandfunk.

“Wir erwarten, dass Hungerzahlen weiter ansteigen und dass mehr Menschen es sich nicht mehr leisten können, elementare Lebensmittel zu kaufen”, fügte er hinzu. Besonders betroffen sei das Horn von Afrika, “wo nach sechs ausgebliebenen Regenzeiten 23 akut ernährungsunsicher sind”, der Jemen und Afghanistan. “Aber sie spüren die Schockwellen einer solchen Unterbrechung weltweit bis nach Lateinamerika. Wir haben im Prinzip momentan mehr als 70 Länder, in denen es Menschen gibt, die extrem ernährungsgefährdet sind”, so Frick.

“Das Problem, das wir haben, ist, dass die Preise auf einem Zehn-Jahres-Hoch sind, auch wenn sie in den letzten Monaten etwas gefallen sind und dass es für sehr viele Menschen in der Welt schlicht nicht mehr möglich ist, sich diese Lebensmittel zu leisten: Die Produktion ist da, wir hätten genug Lebensmittel, um die Menschen zu ernähren”, sagte er.

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Bildhinweis: Weizen (Archiv)

WFP erwartet ohne Getreideabkommen höhere Lebensmittelpreise

Zusammenfassung

– Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) erwartet steigende Lebensmittelpreise durch Stopp des Getreideabkommens zwischen Russland und der Ukraine
– Erhöhte Preise treffen Menschen, die bereits den Großteil ihres Einkommens für Grundnahrungsmittel ausgeben, am härtesten
– WFP erwartet weiter ansteigende Hungerzahlen und mehr Menschen, die sich elementare Lebensmittel nicht mehr leisten können
– Besonders betroffen sind das Horn von Afrika, der Jemen und Afghanistan, aber auch Schockwellen bis nach Lateinamerika spürbar
– Über 70 Länder mit extrem ernährungsgefährdeten Menschen
– Lebensmittelpreise auf Zehn-Jahres-Hoch, viele Menschen können sich nicht mehr leisten, obwohl ausreichende Produktion vorhanden ist

Fazit

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnt vor steigenden Lebensmittelpreisen aufgrund des Stopp des Getreideabkommens zwischen Russland und der Ukraine. Besonders betroffen seien das Horn von Afrika, der Jemen und Afghanistan. Die Organisation rechnet mit weiter steigenden Hungerzahlen und mehr Menschen, die sich elementare Lebensmittel nicht mehr leisten können. Lebensmittelpreise befinden sich laut WFP auf einem Zehn-Jahres-Hoch.

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