Warum Helikopter-Eltern ihren Kindern schaden

Dass sich Eltern um ihre sorgen und nur das Beste für sie wollen, ist vollkommen normal, aber immer mehr Kinder werden überbehütet. Diese Kinder haben sogenannte Helikopter-Eltern, die ständig alles kontrollieren und nicht zulassen, dass die Kinder eigene Entscheidungen treffen. Außerdem sind sie dem Wahn verfallen, sie um jeden Preis fördern zu wollen. Dass , die wie ein Helikopter ständig über ihren Kindern kreisen, dem Nachwuchs schaden, wird ihnen nicht, oder zu spät bewusst.

Woran kann man Helikopter-Eltern erkennen?

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Wer wissen will, wie sich Helikopter-Eltern typischerweise verhalten, kann dies am besten auf dem Spielplatz und im Sandkasten beobachten. Eltern, die ihre Kinder zu sehr behüten, klettern mit auf das Klettergerüst und halten schon mal die Arme ausgestreckt, falls ihr sechsjähriges Kind sich loslassen und fallen sollte. Klettergerüste sind dazu da, dass Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen, Angst überwinden und selbstbewusster werden. Helikopter-Mütter sitzen mit dem Nachwuchs zudem im Sandkasten und nicht auf der Bank. Sie zeigen den Kindern, wie kreativ sie mit Schaufel, Sieb und Eimerchen umgehen können, anstatt die Kinder einfach nur spielen zu lassen.

Freizeit kommt nicht infrage

Für typische Helikopter-Eltern ist ein Fremdwort. Sie fahren den Nachwuchs zur Geigenstunde und zum Ballettunterricht, zum Englischkurs für Vorschulkinder und in den Sportverein. Manche Kinder haben heute einen so vollen Terminkalender, dass sie es locker mit jedem Spitzenmanager aufnehmen können. Kinder sind jedoch schnell überfordert und verlieren die Lust an Sprachkursen und Musikunterricht. Sie wollen lieber mit Gleichaltrigen spielen, Spaß haben und toben. Zeigt ein Kind Interesse, ein Instrument zu lernen, dann reichen zwei Übungsstunden in der Woche völlig aus.

Die Noten müssen stimmen

Helikopter Mütter und Väter helfen ihren Kindern nicht nur bei den Hausaufgaben, sie machen sie gleich selbst. Da werden Referate vorbereitet und das Ganze natürlich mit der passenden PowerPoint-Präsentation versehen. Der Nachwuchs soll ja nicht einfach nur eine gute Note, sondern nach ein „Sehr gut“ mit einem Plus dahinter bekommen. Sollte die Note mal nicht ins Konzept der ehrgeizigen Eltern passen, dann wird mit dem Lehrer gestritten und wenn es sein muss, sogar vor Gericht. Grundsätzlich mischt sich diese Form von Eltern in alles ein, was die Zukunft ihres Kindes angeht. Lehrer, die da nicht mitspielen, sind nicht zu beneiden.

Eltern sprechen für ihre Kinder

Dass sich Kinder auf dem Spielplatz und im Sandkasten streiten, ist vollkommen normal, allerdings nicht für die Eltern, die mit Argusaugen über den Nachwuchs wachen. Schon beim kleinsten Streit mischen sie sich ein und tragen den Streit oder später ein Wortgefecht für ihre Kinder aus. Solange die Kinder bei einem verbalen Streit bleiben und sich nicht mit bewerfen, gibt es keinen Grund für die Eltern, sich einzumischen.

Fazit zu Helikopter-Eltern

Eltern, die wie Helikopter über ihren Kindern kreisen, wollen die Genies von Morgen züchten und zugleich alles, was diesem Plan im Weg steht, aus dem Weg räumen. Diese Eltern sind mehr als nur anstrengend, sie können den letzten Nerv kosten. Dass sich diese Eltern in der Schule zu Elternsprechern wählen lassen, daran besteht kein Zweifel. Schließlich wissen nur die Überflieger-Eltern, was für die eigenen Kinder und alle anderen Kinder am besten ist.

Bild: @ depositphotos.com / .shock

Warum Helikopter-Eltern ihren Kindern schaden

Ulrike Dietz