Babynahrung von Alete? Besser nicht!

Babynahrung von Alete? Besser nicht!

Ein Windbeutel ist ein leckeres, wenn auch sehr kalorienreiches Gebäck, es sei denn, der Windbeutel ist aus Gold und die Verbraucherorganisation „Foodwatch“ vergibt diesen . In diesem Fall ist der Windbeutel ein negativer Preis, über den sich kein Preisträger freuen sollte. In diesem Jahr hat es den Nahrungsmittelhersteller Alete getroffen, der einen ganz und gar nicht kindgerechten Keks auf dem Markt hat.

Ganz entspannt das Knabbern lernen

Alete ist ein bekannter Name, wenn es um die von Kindern geht. Neben der beliebten Nahrung im Gläschen, verschiedenen Müslis und Breiangeboten bietet Alete auch einen speziellen Kinderkeks, der nach Auskunft des Unternehmens „babygerecht“ und „zum Knabbernlernen“ ist. Damit wirbt Alete, leider aber nicht mit dem enorm hohen Anteil an Zucker in den Babykeksen. Rund 25 Prozent des Knabbergebäcks besteht aus reinem Zucker und dafür haben die 70.000 Teilnehmer einer Onlineabstimmung Alete den Goldenen Windbeutel verliehen.

Nur Kasse machen

Eigentlich hat die Firma Alete ein positives Image bei den von kleinen Kindern. Nach Ansicht von Medizinern nutzt das Unternehmen dieses gute Image jetzt aber auch, um auf Kosten der kindlichen Gesundheit ordentlich Kasse zu machen. Das grenzt für viele ärzte nicht nur an Irreführung, sondern schon an Körperverletzung. „Foodwatch“ hat Alete jetzt dazu aufgefordert, diese besonders süßen Kekse vom Markt zu nehmen und das komplette Sortiment zu überarbeiten.

Grundsätzlich ohne Zucker

Sowohl die Weltgesundheitsorganisation WHO als auch die Initiative Gesund ins Leben der empfiehlt allen Eltern, Babys und Kinder grundsätzlich nur mit Nahrungsmitteln zu füttern, die keinen Zucker enthalten. Alete hat diese Empfehlung offenbar nicht verstanden, denn das Unternehmen wirbt mit der Zuckerbombe von Keks als Snack für Kinder ab dem achten Lebensmonat. Aber die Kekse sind leider nicht das einzige Problem der Firma Alete. Wie „Foodwatch“ berichtet, ist bei annähernd 30 Prozent aller Produkte Zuckerzusatz enthalten.

Alete reagiert

Nach der Abstimmung über den Goldenen Windbeutel hat Alete reagiert und angekündigt, die Kekse nicht mehr als babygerecht zu bewerben. Das Etikett wird zudem überarbeitet und alle Angaben, die irreführend sind, werden entfernt. Das Rezept der Kekse will Alete ebenfalls ändern, das Gebäck aber weiterhin für Kinder ab dem achten Lebensmonat empfehlen. Im nächsten Jahr sollen die neuen Kekse dann auf den Markt kommen, kündigte das Unternehmen an.

Bild: @ depositphotos.com / serggn

Häufige Fragen

Warum wurde Alete mit dem Goldenen Windbeutel ausgezeichnet?

Alete erhielt den Goldenen Windbeutel wegen des hohen Zuckergehalts in ihren Babykeksen, die 25 Prozent Zucker enthalten.

Was kritisieren Experten an den Alete Babykeksen?

Experten bemängeln, dass die Kekse nicht kindgerecht sind und die Gesundheit von Kindern gefährden, da sie gegen Empfehlungen der WHO verstoßen.

Wie reagiert Alete auf die Kritik an ihren Produkten?

Alete hat angekündigt, die Babykekse nicht mehr als babygerecht zu bewerben und das Rezept sowie die Etikettierung zu überarbeiten.

Ab wann sind die Alete Kekse für Kinder empfohlen?

Alete empfiehlt die Kekse weiterhin für Kinder ab dem achten Lebensmonat, trotz der Kritik am Zuckergehalt.

Was empfiehlt die WHO bezüglich Zucker in der Babynahrung?

Die WHO empfiehlt, Babys und Kleinkinder grundsätzlich mit Nahrungsmitteln zu füttern, die keinen Zucker enthalten.

Wie hoch ist der Zuckergehalt in den Alete Keksen?

Rund 25 Prozent der Alete Kekse bestehen aus reinem Zucker.

Was fordert die Verbraucherorganisation Foodwatch von Alete?

Foodwatch fordert Alete auf, die zuckerhaltigen Kekse vom Markt zu nehmen und das gesamte Sortiment zu überarbeiten.

Wie viele Produkte von Alete enthalten Zucker?

Laut Foodwatch enthalten annähernd 30 Prozent aller Produkte von Alete Zuckerzusatz.

Was sind die gesundheitlichen Bedenken bezüglich der Alete Kekse?

Die hohen Zuckermengen in den Keksen könnten die Gesundheit von Kleinkindern gefährden und werden als irreführend angesehen.

Wann plant Alete, die neuen Kekse auf den Markt zu bringen?

Alete kündigte an, die neuen Kekse im nächsten Jahr auf den Markt zu bringen.

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Ulrike Dietz