Reise

Benimmregeln auf Mallorca – was ist am Ballermann erlaubt?

Benimmregeln auf Mallorca – was ist am Ballermann erlaubt?

Die Spanier lieben ihre Mallorca Besucher, denn schließlich verdienen sie besonders auf Mallorca, der größten Insel der Balearen, mit den Touristen richtig gutes Geld. Die Mallorquiner beschweren sich aber immer häufiger über die Touristenschwärme am Ballermann, und um dem Chaos am beliebten Strandabschnitt einen Riegel vorzuschieben, hat die Bezirksregierung jetzt einen neuen Katalog mit Strafen vorgestellt.

Keine Besserung

Es wird randaliert, gegrölt und vor allem immer noch aus Eimern getrunken – vor rund einem Jahr wurden sogenannte Benimmregeln am Ballermann eingeführt, um die Exzesse an diesem Strandabschnitt zu unterbinden. Viel gebracht hat es allerdings nicht, denn die Touristen benehmen sich nach wie vor gerne mal daneben. Die Anwohner sind der Meinung, dass es am Ballermann noch schlimmer geworden ist, an die Regeln hält sich keiner mehr. 6.000 Knöllchen werden im Laufe einer Saison am Ballermann verteilt. 1.820 mal gab es Lärmbelästigungen, 1.685 mal wurden die Straßenhändler angezeigt und 842 Anzeigen gab es wegen Drogenhandel. Die Strafen von jeweils 50,- Euro sind aber in den Augen der Anwohner viel zu gering, die meisten zahlen und machen dann weiter.

Die neuen Regeln

Palma de Mallorca hat eine neue Stadtregierung bekommen und diese will die bestehenden Benimmregeln abschaffen und durch neue ersetzen. Nach Meinung der neuen Regierung haben die Exzesse speziell am Ballermann, aber auch in Magaluf, nichts mit fehlenden Gesetzen zu tun, vielmehr ist die jahrelange Tatenlosigkeit daran schuld, dass das Ganze mehr und mehr ausgeufert ist. So habe es immer wieder Korruptionsskandale gegeben und auch damit soll jetzt Schluss sein. Geplant sind neue Regeln, die unter anderem das berüchtigte Eimersaufen wie auch den illegalen Straßenhandel unter Strafe stellt. Auch das Tragen von Badekleidung abseits des Strandes ist nicht mehr erlaubt, und wer sich nicht an die Regeln hält, der muss mit einem Bußgeld von 400,- Euro rechnen.

Bild: © Depositphotos.com / kbuntu

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (1 mal bewertet, Bewertung: 10,00 von 10)

Hat Ihnen die News oder der Beitrag gefallen? Hier geht es zu weiteren interessanten Themen …

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de