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Die Deutschen tun kaum etwas für ihre Gesundheit

Die Deutschen tun kaum etwas für ihre Gesundheit

Es ist ein Paradoxon: Auf der einen Seite fürchten sich die Deutschen vor schweren Krankheiten wie zum Beispiel Krebs oder Alzheimer, auf der anderen Seite sind aber nur sehr wenige bereit, auch etwas für ihre Gesundheit zu tun. Nur jeder dritte Bundesbürger kümmert sich laut einer neuen Studie der Deutschen Angestellten Krankenkasse DAK um sein Wohlergehen und nimmt eine Vorsorgeuntersuchung in Anspruch. Warum ist den Deutschen ihre Gesundheit gleichgültig, wenn sie andererseits große Angst um ihre Gesundheit haben?

Große Sorgen

Rund 65 Prozent der Deutschen, die für die Studie der DAK befragt wurden, fürchten sich davor, an Krebs zu erkranken. 40 Prozent haben Angst vor einem Schlaganfall und 39 Prozent macht der Gedanken Angst, an Demenz oder Alzheimer zu erkranken. Besonders junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren sehen große Gefahren in psychischen Erkrankungen und jeder Dritte hat die Sorge an einem Burn-out, einer Depression oder an einem anderen seelischen Leiden zu erkranken. Mit zunehmendem Alter schwindet die Furcht vor psychischen Erkrankungen, denn nur 15 Prozent machen sich Gedanken über ein Leiden der Seele. 33 Prozent der Befragten gaben an, dass sie fürchten, einen Herzinfarkt zu bekommen, und 37 Prozent sehen einen Unfall als große Gefahrenquelle für die Gesundheit.

Kein Interesse

Die Angst ist zwar da, leider aber nicht die Bereitschaft, etwas für die Gesundheit zu tun. Knapp 37 Prozent lassen regelmäßig einen Herz-Kreislauf-Check machen und 76 Prozent treiben viel zu wenig bis gar keinen Sport. Bei der Ernährung sieht es etwas besser aus, denn 71 Prozent gaben bei der Studie an, dass sie sich bewusst gesund ernähren. Nicht einmal jeder zweite Deutsche geht hingegen zur Krebsvorsorgeuntersuchung. Vor allem Männer scheuen hier den Weg zum Arzt. Dieses Desinteresse betrifft auch die kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen, wie zum Beispiel die Prostata-Vorsorge.

Allen geht es gut

Alles in allem fühlen sich die Deutschen sehr gesund. Das haben zumindest 80 Prozent der Studienteilnehmer behauptet. Sie schätzen ihren gesundheitlichen Zustand entweder als gut oder sogar als sehr gut ein. Immerhin, die Sorgen um die Gesundheit und die Angst vor möglichen Krankheiten ist im Vergleich zu 2010 deutlich kleiner geworden. Vor sieben Jahren hatten die Deutschen deutlich mehr Angst vor Krankheiten. Aber damals wie heute war die Bereitschaft, sich im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung Gewissheit zu verschaffen, eher gering.

Bild: @ depositphotos.com / everythingposs

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Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de