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Alternativen zur Haartransplantation

Alternativen zur Haartransplantation

Eine Haartransplantation ist für viele Menschen mit Haarausfall der letzte Ausweg. Wollen Sie diesen Schritt wirklich gehen? Es gibt einige Alternativen zur Haartransplantation, mit denen die Haare wieder wachsen können, wenn die Haarfollikel noch intakt sind. Auch neue Haare können mit einer solchen Alternative simuliert werden.

Gibt es Alternativen zur Haartransplantation mit der Haarpigmentierung?

Die Haarpigmentierung lässt keine neuen Haare wachsen und ist auch kein operativer Eingriff. Sie simuliert lediglich nachwachsende Haare. Pigmente in der Farbe Ihrer Haare werden dicht aneinandergesetzt in Ihre Kopfhaut eingebracht. Dabei handelt es sich um viele kleine Punkte, die aussehen, als würden Haarstoppeln wachsen.

Die Pigmente sind völlig natürlich und frei von Schwermetallen. Daher sind sie gut verträglich. Die Methode ist mit dem Tätowieren vergleichbar, doch verblassen die Pigmente nach einigen Jahren wieder. Die Behandlung kann dann wiederholt werden. Mit den Pigmenten können kahle Stellen aufgefüllt werden.

Diese Methode ist vorteilhaft, wenn Sie Ihren Kopf kahlrasieren oder Ihre Haare raspelkurz tragen. Die Pigmentierung kann auch angewendet werden, um schüttere Stellen aufzufüllen und die Haare voller erscheinen zu lassen. Mit der Pigmentierung können Sie die Zeit bis zur Haartransplantation überbrücken, wenn der Haarverlust noch nicht weit genug für eine Haartransplantation fortgeschritten ist.

Die Kopfhaut wird mit einer Creme betäubt. Anschließend werden die Pigmente eingebracht. Zum Schluss wird eine beruhigende Salbe auf den Kopf aufgetragen. Abhängig von der Größe der kahlen Stellen kann die Behandlung in mehreren Sitzungen erfolgen. Sie sind sofort nach der Behandlung wieder gesellschaftsfähig.

Wie wirkt die PRP-Behandlung?

PRP ist die Abkürzung für Platelet Rich Plasma, was plättchenreiches Blutplasma bedeutet. Die PRP-Behandlung zählt zu den schonenden Alternativen zur Haartransplantation. Eine geringe Menge Blut wird Ihnen aus der Armvene entnommen, um in einer Zentrifuge zu plättchenreichem Plasma aufbereitet zu werden. Dieses Blutplasma ist reich an Blutplättchen (Thrombozyten).

Die Thrombozyten sind an der Wundheilung beteiligt. Da es sich beim Blutplasma um körpereigenes Material handelt, ist es gut verträglich. Mit feinen Nadeln wird Ihnen das Blutplasma direkt an die Haarfollikel gespritzt.

Das wird nicht als schmerzhaft empfunden. Bei Angstpatienten kann die Kopfhaut vorher mit einem beruhigenden Spray betäubt werden. Das Blutplasma enthält viele Nährstoffe und Wachstumsfaktoren.

Es regt die Zellteilung an. Der Haarverlust kann damit verzögert werden. Sind die Haarfollikel noch intakt, werden sie wieder zur Bildung neuer Haare angeregt. Diese Behandlung erfolgt in mehreren Sitzungen. Der Erfolg kann länger als ein Jahr anhalten. Die Behandlung kann dann wiederholt werden.

Die PRP-Behandlung kann auch zusammen mit einer Haarverpflanzung erfolgen, um das Anwachsen der transplantierten Haare zu fördern.

Wie sinnvoll ist Microneedling?

Zu den Alternativen zur Haartransplantation gehört auch das Microneedling. Mit einem Dermaroller, der mit feinen Nadeln ausgestattet ist, werden winzig kleine, trichterförmige Verletzungen auf der Kopfhaut erzeugt.

Die Nadeln dringen bis zu 1,5 Millimeter in die Kopfhaut ein. Am Abheilen der kleinen Verletzungen sind Blutplättchen beteiligt. Ähnlich wie bei der PRP-Behandlung wird beim Microneedling das Wachstum der Haare gefördert. Wachstumsfaktoren werden freigesetzt. Der Haarausfall könnte verzögert werden. Noch aktive Haarfollikel lassen sich wieder zur Bildung neuer Haare stimulieren.

Auch das Microneedling erfolgt in mehreren Sitzungen und hält einige Zeit an. Sie können diese Behandlung auch zu Hause ausführen, doch dringen die Dermaroller für den privaten Gebrauch nicht so tief in die Kopfhaut ein.

Medikamente zur Anregung des Haarwachstums

Medikamente können das Wachstum der Haare wieder anregen, doch können sie keine echten Alternativen zur Haartransplantation darstellen. Solche Medikamente sind Minoxidil und Finasterid.

Minoxidil wurde ursprünglich als Blutdrucksenker verwendet. Da es starke Nebenwirkungen hat, wird es als Blutdrucksenker nur noch verwendet, wenn andere Mittel nicht wirken. Zur Behandlung von Haarausfall wird es als Tinktur und als Schaum angewendet.

Es dient vor allem zur Behandlung von erblich bedingtem Haarverlust. Es regt die Durchblutung der Kopfhaut an und kann der Anlagerung von Dihydrotestosteron an den Haarwurzeln entgegenwirken. Dihydrotestosteron ist das Abbauprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron und ist für den erblich bedingten Haarausfall verantwortlich.

Minoxidil kann den Haarausfall verzögern und kann noch vorhandene Haarfollikel zur Bildung neuer Haare aktivieren. Setzen Sie das Medikament ab, schreitet der Haarausfall weiter fort. Nebenwirkungen können in Form von Schuppenbildung, Juckreiz, Reizungen und Rötungen der Kopfhaut auftreten.

Finasterid ist rezeptpflichtig und wird in Tablettenform zur Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall bei Männern angewendet. In einer stärkeren Wirkstoffkonzentration wird es zur Behandlung gutartiger Prostatavergrößerungen genutzt.

Als Haarwuchsmittel wird Finasterid zumeist unter dem Namen Propecia gehandelt. Finasterid hemmt die Ausschüttung von Dihydrotestosteron und dessen Anlagerung an den Haarwurzeln. Der Haarausfall lässt sich damit verzögern. Diese Medikamente stellen keine Alternativen zur Haartransplantation dar. Die Nebenwirkungen von Finasterid können gefährlich sein:

  • Depressionen
  • Gewichtszunahme
  • sexuelle Unlust
  • Erektionsstörungen bis hin zu Impotenz
  • Vergrößerungen der männlichen Brust
  • Brustkrebs beim Mann.

Der Arzt muss genau abwägen, ob die Nebenwirkungen in einem vernünftigen Verhältnis zum erwarteten Nutzen stehen. Nur dann, wenn Sie völlig gesund sind, sollte die Anwendung von Finasterid erfolgen.

Vor der Anwendung von Finasterid gegen Haarausfall ist eine gründliche ärztliche Untersuchung erforderlich. Auch dann, wenn Sie Finasterid schon eine Weile abgesetzt haben, können solche Nebenwirkungen immer noch auftreten. Die Haare fallen nach dem Absetzen des Medikaments wieder aus.

Fazit: Zur Haarverpflanzung gibt es Alternativen

Nicht immer müssen Sie bei Haarausfall eine Haarverpflanzung vornehmen lassen. Es gibt verschiedene Alternativen zur Haartransplantation. Eine solche Alternative ist die Haarpigmentierung. Pigmente in der Farbe Ihrer Haare werden in die Kopfhaut eingebracht. Sie wirken wie nachwachsende Haare.

Eine gute Alternative ist auch die PRP-Behandlung, bei der Ihnen Blut entnommen und zu plättchenreichem Plasma aufbereitet wird. Dieses Blutplasma wird mit feinen Nadeln in die Kopfhaut gespritzt, um die noch intakten Haarfollikel wieder zur Bildung neuer Haare zu aktivieren.

Auch das Microneedling gehört zu den Alternativen zur Haartransplantation. Mit feinen Nadeln werden winzige Verletzungen auf der Kopfhaut erzeugt. Als Medikamente gegen Haarverlust können Finasterid oder Minoxidil angewendet werden. Die Nebenwirkungen sind bei Finasterid nicht zu unterschätzen.

Bild: @ depositphotos.com / PippiLongstocking

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