Nirgendwo auf der Welt essen die Menschen so viele Light-Produkte und nirgendwo sonst leiden Menschen so unter Übergewicht wie in den USA. Da stellt sich die Frage: Wie erfolgreich helfen Light-Produkte beim Abnehmen? In Deutschland konsumiert jeder Vierte regelmäßig Lebensmittel, auf denen das Wort „Light“ zu lesen ist. Die Werbung sorgt für die große Beliebtheit dieser Produkte, denn versprochen wird ein Genuss ohne Reue. Sie sind arm an Kalorien und daher ideal, wenn es ums Abnehmen geht.
Nicht immer kalorienarm
Anzunehmen, dass alle Light-Produkte kalorienreduziert sind, ist ein Irrtum. Als kalorienarm dürfen sich nur feste Lebensmittel nennen, die nicht mehr als 40 Kalorien pro 100 Gramm haben. Bei flüssigen Lebensmitteln sind es nicht mehr als 20 Kalorien je 100 Milliliter. Das heißt, alle, die gerne eine Diät-Cola trinken, können aufatmen, denn die meisten Light-Getränke liegen unter diesem Wert. Bei festen Lebensmitteln sieht das anders aus. Im Auftrag von Verbraucherzentralen sind 15 Produkte untersucht worden, die sich Light nennen. Alle diese Produkte enthielten zehn Prozent mehr Kalorien und rund 66 % mehr Fett als „normale“ vergleichbare Produkte. Lebensmittel, die die Kennzeichnung „Diät“ tragen, sind also keine Garantie dafür, dass es mit dem Abnehmen klappt.
Wie leicht sind Light-Produkte
Die Verbraucherschutzorganisation „Foodwatch“ ließ 13 Produkte untersuchen, die den Aufdruck „Light“ tragen oder mit 0,1 % Fett werben. Das Ergebnis ist ernüchternd, denn elf von 13 Produkten erfüllten die Erwartungen nicht. Auffällig dabei ist, dass die Produkte mit reduziertem Fett nicht selten sehr viel Salz oder Zucker enthalten. Die EU hat den Begriff „Light“ neu definiert. So müssen die Lebensmittel, die die Kennzeichnung „Light“ tragen möchten, 30 % weniger Fett, Zucker, Kalorien oder Alkohol als das Originalprodukt haben. Nur sehr wenige Light-Produkten können diese Kriterien erfüllen.
Abnehmen statt Zunehmen
Wer eine Tüte „Light-Chips“ kauft, der hat nach dem Genuss einer Tüte 480 Kalorien und 24 Gramm Fett zu sich genommen. Eine einzige Scheibe fettarme Salami hat 19 Gramm Fett. Damit ist diese Salami um einiges fettreicher als eine Scheibe Putenbrust, Roastbeef oder Kochschinken. Es sind aber nicht nur die vielen Kalorien, die viele Light-Produkte unattraktiv machen, auch die Nährwerte lassen vielfach zu wünschen übrig. Durch Erhitzung und Konservierung gehen viele wertvolle Nährstoffe verloren. Um diesen Mangel wieder auszugleichen, werden künstliche Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt, was für das gesunde Abnehmen nicht optimal ist.
Bild: @ depositphotos.com / eskaylim
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Nein, nicht alle Light-Produkte sind kalorienarm. Nur feste Lebensmittel dürfen sich als kalorienarm bezeichnen, wenn sie maximal 40 Kalorien pro 100 Gramm enthalten. Light-Getränke dürfen nicht mehr als 20 Kalorien pro 100 Milliliter enthalten, um als kalorienarm zu gelten. Viele Light-Produkte enthalten oft mehr Kalorien und Fett als vergleichbare normale Produkte, was das Abnehmen erschwert. Die EU definiert 'Light' so, dass Produkte 30 % weniger Fett, Zucker, Kalorien oder Alkohol als das Originalprodukt enthalten müssen. Nur sehr wenige Light-Produkte erfüllen die strengen EU-Kriterien für die Kennzeichnung 'Light'. Eine Tüte Light-Chips kann bis zu 480 Kalorien und 24 Gramm Fett enthalten, was sie unattraktiv für eine Diät macht. Ja, durch Erhitzung und Konservierung verlieren viele Light-Produkte wertvolle Nährstoffe. Um Nährstoffverluste auszugleichen, werden häufig künstliche Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt. Nicht unbedingt, da viele Light-Produkte hohe Mengen an Zucker oder Salz enthalten können, die ungesund sind. In Deutschland konsumiert jeder Vierte regelmäßig Lebensmittel mit der Kennzeichnung 'Light'.Häufige Fragen
Sind alle Light-Produkte kalorienarm?
Wie viele Kalorien dürfen Light-Getränke haben?
Warum sind viele Light-Produkte nicht hilfreich beim Abnehmen?
Was sagt die EU über die Kennzeichnung 'Light'?
Wie viele Light-Produkte erfüllen die EU-Kriterien?
Was ist das Problem mit Light-Chips?
Verlieren Light-Produkte Nährstoffe?
Wie werden Nährstoffverluste in Light-Produkten ausgeglichen?
Sind Light-Produkte immer die bessere Wahl?
Wie oft konsumiert der Durchschnittsdeutsche Light-Produkte?
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