Rheinmetall wehrt sich gegen Kritik aus der Politik

Rheinmetall wehrt sich gegen Kritik aus der Politik

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Wirtschaft und Rüstung in Düsseldorf

() – Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern wehrt sich gegen Vorwürfe der Politik, für Verspätungen bei Rüstungsprojekten der allein verantwortlich zu sein.

„Der Hauptgrund für die Verzögerungen beim Skyranger ist des Kunden von Februar 2025, statt des ursprünglich vertraglich vorgesehenen Boxer-Fahrgestells des Schweren Waffenträgers das neue B0-Fahrmodul zu verwenden“, sagte er der „Welt am Sonntag“. „Wir haben damals klar gesagt, welche Verzögerungen das mit sich bringt, weil B0 noch nicht fertig entwickelt war.“ Der Kunde habe diese Entscheidungen in Kenntnis der Folgen getroffen.

Das neue Fahrgestell B0 soll im Januar nächsten Jahres in die Industrieerprobung gehen und im dritten Quartal in die Tests durch Behörden. „Wir liefern bereits im dritten Quartal 2027 Serienfahrzeuge Skyranger auf B0 auf unser Risiko, obwohl die Amtserprobung noch nicht abgeschlossen ist“, sagte der Sprecher weiter.

Gleichzeitig gibt der Düsseldorfer Rüstungsriese zu, eigene Probleme zu haben: „Bei einem Live-Test in Schweden gegen ukrainische Drohnenpiloten war das Ergebnis unbefriedigend“, sagte der Sprecher. „Wir sind noch nicht da, wo wir sein müssten.“ Man ziehe daraus Lehren und verbessere das System. Im kommenden April soll das System ins Nachweisschießen gehen. „Dann muss alles funktionieren.“

Probleme macht wohl auch der Schwere Waffenträger. Der Boxer-Radpanzer mit 30-Millimeter-Kanone und Panzerabwehrraketen soll bei der Infanterie den Wiesel ersetzen. Die Bundeswehr hat 123 Stück für 2,7 Milliarden bestellt. Laut einem früheren Magazin-Bericht drohen mindestens elf Monate Verzug. Im Juli monierte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), dass acht Fahrzeuge nicht rechtzeitig geliefert wurden.

Ein Rheinmetall-Sprecher sagte dazu: „Die Verzögerungen beim Schweren Waffenträger sind zu einem Teil durch die verschuldet, aber zu einem anderen Teil durch den Kunden.“ Auch dieser habe Mitwirkungspflichten. „Damit tut er sich manchmal schwer, weil er eine sehr komplexe Organisation hat.“ Die Ausstattungsliste hätte zum Beispiel im September 2025 vorliegen müssen, sei aber erst im Mai 2026 endgültig gekommen, mit Änderungen bei den Funkgeräten. „Wir haben alles dafür getan, die acht Fahrzeuge für die Bundeswehr auszuliefern“, so Rheinmetall. Das habe geklappt. „Umso überraschter waren wir, dass der Minister sich negativ geäußert hat.“

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Rheinmetall (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Boris Pistorius

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Rheinmetall, dts Nachrichtenagentur, Bundeswehr, Welt am Sonntag, SPD

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Düsseldorf, Schweden

Worum geht es in einem Satz?

Rheinmetall weist die alleinige Verantwortung für Verzögerungen bei den Bundeswehr-Projekten Skyranger und Schwerer Waffenträger zurück, verweist auf Änderungen und verspätete Vorgaben des Auftraggebers, räumt aber auch eigene technische und industrielle Probleme ein.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Politische Vorwürfe, Rheinmetall sei allein für Verzögerungen bei Rüstungsprojekten der Bundeswehr verantwortlich
  • Laut Rheinmetall Entscheidung des Auftraggebers im Februar 2025 für das noch nicht fertig entwickelte B0-Fahrmodul beim Skyranger
  • Technische Schwächen des Skyranger bei einem Live-Test gegen ukrainische Drohnenpiloten in Schweden
  • Nach Angaben von Rheinmetall verspätete endgültige Ausstattungsliste für den Schweren Waffenträger im Mai 2026 statt im September 2025
  • Änderungen bei den vorgesehenen Funkgeräten
  • Von Rheinmetall eingeräumte eigene Versäumnisse sowie nach Konzernangaben Schwierigkeiten des Auftraggebers bei der Erfüllung seiner Mitwirkungspflichten

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Aus der Politik kamen Vorwürfe, Rheinmetall sei allein für Verzögerungen bei Rüstungsprojekten der Bundeswehr verantwortlich
  • Verteidigungsminister Boris Pistorius kritisierte im Juli, dass acht Schwere Waffenträger nicht rechtzeitig geliefert worden seien
  • Ein Magazin berichtete zuvor über einen drohenden Lieferverzug von mindestens elf Monaten beim Schweren Waffenträger

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Verzögerungen bei der Auslieferung des Skyranger durch den Wechsel auf das noch nicht fertig entwickelte B0-Fahrmodul
  • Lieferung von Skyranger-Serienfahrzeugen ab dem dritten Quartal 2027 auf eigenes Risiko vor Abschluss der Amtserprobung
  • Überarbeitung und Verbesserung des Systems aufgrund unbefriedigender Testergebnisse
  • Drohender Lieferverzug von mindestens elf Monaten beim Schweren Waffenträger

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, ein Rheinmetall-Sprecher weist die alleinige Verantwortung für Lieferverzögerungen zurück, verweist auf Entscheidungen und Versäumnisse der Bundeswehr und räumt zugleich eigene Probleme ein.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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